Satire und Realität
Bin ich froh, dass Satire nicht mein Brotberuf ist. Ich müsste das BZÖ wegen Geschäftsschädigung klagen. Ist es im Spiel, überholt die Realität die Satire. Wobei, ein Teil sind ja mittlerweile die FIK. Was irgendwie passt. Man könnte sagen, die heimische Kabarettszene würde gerade geFIKt. Um ihre schiere Existenz gebracht von einer Stegreiftruppe.Da fällt doch den FIKen (oder heißt der Plural FIKer ?) ein: Kärnten braucht wieder eine Bank. Lange haben sie's offenbar nicht ausgehalten ohne. Vielleicht ist ihnen auch die immer noch existierende Landeshaftung für die Hypo Alpe Adria (HAA) nicht hoch genug. Ein läppisches zehnfaches des Landesbudgets. Viellicht lassen sich die neuerdings christlich-angehauchten Recken auch von der Bibel inspirieren. Wenn Jesus laut Legende aus Brotkrümeln und Fischüberresten tausende speisen konnte, wird das ein Gerhard Dörfler mit dem Landesbudget locker schaffen. Von dem ist auch kaum mehr übrig als vom biblischen Ausgangsmaterial.
Vielleicht haben sie ihnen in der Kärntner Landesregierung auch das Netzwerk gehackt. Elektronische Angriffe sollen ja bei der Truppe gelegentlich vorkommen. Statt der Kritik am HAA-Debakel haben sie nur höchstes Lob auf die schlitzohrige Kärntner Verhandlungsführung gelesen und dass Kärnten reich ist. Oder so.
Vielleicht geht man auch nach dem Motto vor: Aller guter Dinge sind drei. Das wäre erst die zweite Landesbank. Ein Versuch wär noch drin. Und das erste Mal ist es ja auch gut gegangen. Für die BZÖ-ÖVP, pardon FIK-ÖVP-Landesregierung. Für die steuerzahlende Bevölkerung eher weniger. Was die bekanntermaßen wirtschaftskompetente Landesregierung herzlich wenig kümmert. Was sagt eigentlich Neo-Parteichef Bumsti Strache zu der Causa? Ist er auch der Meinung, eine solcherart besetzte Kärntner Landesregierung sei ein idealer Bankeneigentümer?
Und dann wird am gleichen Tag bekannt, dass die BZÖ-Homepage gehackt wurde. In weiser Voraussicht haben die Orangen offenbar das Admin-Passwort im HTML-Quellcode stehen gehabt. Raus kam unter anderem das:

Wobei: Wär da nicht der Affe, der Unterschied wäre kaum aufgefallen. BZÖ-Chef, Grasser-Klon Josef Bucher und Stefan Petzner haben sofort Schuldige ausgemacht: Die FIK, mit denen sie bis vor kurzem noch gekuschelt haben.
Passt gut ins Schema des Ehedramas. Das Liebesleben der Wendehälse, Teil Drei sozusagen. Trennungen können hässlich werden. Den anderen öffentlich bloß stellen ist eine klassische Strategie in einem Rosenkrieg. wobei andererseits auch das BZÖ bewusst die Falschen verantwortlich machen könnte. Wie die verlassene Ehefrau, die behauptet, der Mann habe die Kinder geschlagen. Kommt auch vor. Stimmt meistens, manchmal ist es der Versuch, dem Partner eine reinzuwürgen. Wobei der Mann immer sagen wird: Er hat's nicht getan. Ob der Vorwurf stimmt oder nicht.
von Christoph Baumgarten
am 30. Dezember






