Mathias (Gast) - 18. Jun, 02:40
@Stauni: Wie so oft bei philosophisch-metaphysischen Themen verfängt man sich hier leicht in Defintionsrelativierungen. Fakt ist, dass sich jeder unter dem Begriff "Gott" etwas anderes vorstellen kann. Fakt ist aber auch, dass sich viele Menschen darunter eine metaphysische Entität vorstellen, die Einfluss auf unser Leben ausübt oder das irgendwann einmal getan hat. Und wenn die Atheisten-Kampagne die wahrscheinlich nicht vorhandene Existenz eines Gottes proklamiert, bezieht sie sich klarerweise auf dieses Gottesbild, weil es nun mal das am meisten verbreitete ist. Das mag reiner Pragmatismus sein, doch umgekehrt ist eine vernünftige Debatte über Gott und Religion (die ja auf irgendeiner Art der Gottesvorstellung basiert) gar nicht erst möglich. Und ich denke, dass auch beim Begriff "Gott" eine weitestgehende Übereinkunft besteht, wenn man sich des Sprachspiels der Religion und Metaphysik bedient.


