Woran die SPÖ krankt
Der Neoliberalismus bricht zusammen und relevante linke Parteien gleich mit. Auf den ersten Blick paradox. Viele Menschen haben sich darüber den Kopf zerbrochen. Auch auf diesem Blog war die eine andere Analyse zu lesen. Um so erfreulicher, dass sich auch Robert Misik des Themas angenommen hat.Vieles von dem, was Misik sagt, kommt mir bekannt vor. Meine Analysen haben - bei aller Bescheidenheit - zu ähnlichen Schlüssen wie die seinen geführt. Ist es eitel, es als Bestätigung meiner Thesen zu sehen, wenn ein von mir sehr geschätzter Journalist das Problem ähnlich sieht? Möglich. Aber lassen wir meine Befindlichkeiten.
Misiks Analyse kann ich mich nahezu vorbehaltlos anschließen. Den größten Widerspruch möchte ich beim Thema Personal einlegen: Ich kenne viele junge, fähige und engagierte Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten und sehe das Problem aus dieser Warte als nicht so groß wie Misik es tut. Andererseits: Vielleicht sind es Menschen, die noch nicht zum Parteisoldaten geformt wurden. Hoffen wir, dass Misik in dem Punkt ein wenig schwarz malt.
Danke für diese wunderbar treffende Analyse.
http://www.misik.at
Christoph Baumgarten - 6. Jul, 16:06



Es ist nämlich das Soziale, die Stabilität, die den Leuten letztendlich wichtiger ist. Darum hat die ÖVP jetzt auch gar keine Probleme, ihre liberalen Wirtschaftsideen kurzfristig zu begraben und Staatshilfen in Millionhöhe zu beschließen.
Wesentlich scheint mir da auch, dass die SPÖ es so schwierig hat, einen sichtbaren Abstand zur ÖVP zu zeigen. Diese Nähe schadet ihr mehr als sie ihr hilft.