Wieder Nazi-Zwischenfall bei FPÖ-Veranstaltung

fpoe_logoWieder ist es am Rande einer FPÖ-Veranstaltung zu einem Zwischenfall mit einem Neonazi gekommen. Der Mann pöbelte in der Lugner City einen SPÖ-Funktionär an. Unvermittelt und als ob es selbstverständlich wäre.

Dass der FPÖ-Sympathisant "Heil Hitler" sagte, war noch das harmloseste. Mit eindeutigen Nazisprüchen attackierte er den Wiener SPÖ-Bildungssekretär Marcus Schober verbal, während nach einem freiheitlichen Wahlkampfauftritt die Blauen in der Lugner City ab- und die Sozialdemokraten aufbauten. Der Neonazi trug eine Militärhose und ein blaues Strache-Armband.

"Solche Sager sind klar zu verurteilen", sagte Schober nach der Verbalattacke. "Was mir Sorgen macht, ist, dass solche Aussagen mittlerweile derartig ungeniert in der Öffentlichkeit getätigt werden. Das war bis vor kurzem inakzeptabel. Da sind politische Aufklärung und Bildung gefragt, damit politische Meinungsunterschiede auf demokratische Weise ausgetragen werden und nicht so."

Jüngster Vorfall in FPÖ-Wahlkampf
Der jüngste Vorfall ist der (vorläufig?) letzte in einer Serie von Zwischenfällen mit Neonazis und Nazi-Gesten bei FPÖ-Veranstaltungen im EU-Wahlkampf. Bei FPÖ-Kundgebungen in Graz und Wien wurde dokumentiert (letzteres auf diesem Blog), dass FPÖ-Sympathisanten in Richtung Gegendemonstranten den rechten Arm zum Hitler-Gruß hoben. Bumsti Strache machte in Wien vor allem "linke Provokateure" verantwortlich. Bei einer Demonstration gegen eine Moschee in Wien Brigittenau, an der auch Strache teilnahm, marschierten offen Neonazis mit. Strache bezeichnete die Anwesenden als Menschen mit Zivilcourage, die Skinheads mit eindeutigen T-Shirts nahm er davon nicht aus. Beim FPÖ-Bundesparteitag machten mehrere Teilnehmer den so genannten Kühnen-Gruß, eine Abwandlung des Hitler-Grußes.

Und das nur die eindeutigen Fälle der vergangenen fünf Wochen. Nicht erwähnt die dauernde Verharmlosung des Überfalls von Ebensee durch führende FPÖ-Politiker. Und nicht erwähnt sei das systematische Anstreifen am rechten Rand, etwa durch den Dritten Nationalratspräsidenten Martin Graf. Er lud einen bei Revisionisten beliebten "Historiker" zu einem Vortrag ins Parlament und fiel mit Attacken auf den Präsidenten der Israelitischen Kultusgemeinde auf. Mittlerweile haben fast 30.000 Menschen für seinen Rücktritt unterschrieben. Der blaue Spitzenkandidat für die EU-Wahl, Andreas Mölzer, warnte mehrfach vor drohender "Umvolkung", keine Scheu vor dem in der NS-Zeit beliebten Wort zeigend. Strache versuchte ein "rotes Nazi-Problem" zu sehen und gab die Schuld an den eindeutigen Gesten zahlreicher seiner Anhänger immer wieder "linken Provokateuren", die "eingeschleust" seien bzw. "sich eingeschlichen" hätten.

Die FPÖ hat eine Stimmung geschürt, in der einige ihrer Sympathisanten sich ermutig fühlen, offen Wiederbetätigung zu betreiben. Die halbherzigen Distanzierungen der FPÖ werden sie eher nicht abhalten, das weiter zu tun. Bleibt zu hoffen, dass sich die Bevölkerung morgen eindeutig von diesem Wahlkampf distanziert. Es geht um die demokratische Kultur in diesem Land. Es wäre ein fatales Zeichen, würde dieser blaue Wahlkampf noch mit einem eindeutigen Stimmenzuwachs honoriert.
cursor (Gast) - 7. Jun, 19:14

Was mich SO wundert ist immer , wieder die verblüffend naive art der Österreicher im umgang mit der FPÖ und ihrer Führungsebene .Diese Partei mit Nazis in Verbindung zu bringen ,ist ja fast schon ein Frevel ,in etwa so als Kirche und Kreuz in eintracht zu sehen/verstehen l .Da ich selbst lang genug für diese Partei gearbeitet habe , kann /darf ich bestätigen __-ES ist So , ohne einer Rechten sehen kann .War es nun eine Ablehnung der Rechten , ein Befürworten der EU ein Sieg der Schwarzen ein verlieren der Roten ein Fiasko der Grünen oder ,oder ,oder ....; Die Möglichkeiten der Parteien es , dass Erfolgserlebnis zu vermitteln sind wohl so unbegrenzt , wie die Berechnung eines Lottosechser`s . einstellung, geht bei der FPÖ gar nix .Ob es Burschenschaften oder gewisse Verbindungen/Netzwerke sind , immer ja immer ob auf Parlaments-Landtags-Rathausebene werden einschlägige Positionen nur an """AUSERWÄHLTE"""""Ge/VERgeben .Die heutige EU-WAhl ist wieder einmal mehr ein Zeichen wie einseitig/eigenwillig man seine Erfolge

cursor (Gast) - 8. Jun, 11:47

Die gestrige Wahl hat uns vor allen eines gezeigt so ganz verhetzt ist Herr und Frau Österreicher NOCH nicht. Strache mit Seiner FPÖ , vertraute auf altbewährtes hoch Drei. Jedoch was Strache nicht Genug dem Wähler zuviel .Diesmal scheint es , als hätte Herr Strache und die seinen _ auf gut wienerisch_ a bissal übertrieben , wobei BISSAL ansichtsache sei.Insoweit ist das gestrige Wahlergebnis' Richtungsweisend .Macht Strache nun einen Rückzieher um die verlorenen Wähler zurückgewinnen dennen SEINE AN/AUS-sagen zu RADIKAL/rechts waren , um diese wieder für SICH zu gewinnen .Oder ER bleibt auf Linie um noch weiter rechts zu fischen , egal Der Grosse Verlierer ist/WIRD die FPÖ sein .Diesmal scheint der Schuss nach hinten loszugehen .Da Strache immer wieder betont/e diese EU-WAhl sei als Testlauf für die Wien-Wahl anzusehen , muss Er sich nun doch so einiges überlegen .Wie gesagt Rückwärts oder Vorwärts ,jedoch beides Wird VERLUSTE bringen .


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Mein Name ist Christoph Baumgarten und bin seit mehr als einem Jahrzehnt im Journalismus. Dieser Blog soll meine Sicht auf die politischen Entwicklungen in Österreich wiedergeben. Wobei im Moment der Ausdruck Zustand angebrachter wäre, wenn man an die heimische Politik denkt. Politwatch zeigt gerne vergessene Zusammenhänge auf und soll den Menschen eine Stimme geben, die auch angesichts der zunehmenden geistigen Verwahrlosung in diesem Land ihre fünf Sinne zusammen haben und nicht vergessen haben, was bei Politik im Mittelpunkt stehen sollte: Der Mensch mit seinen Bedürfnissen. Ein Hinweis für InhaberInnen eines Accounts auf twoday.net: Es gibt einen e-mail-Abodienst für neue Beiträge und Kommentare.

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