Wie viel darf Demokratie kosten?

Die Rechtsparteien blasen wieder zum Sturm auf die Republik. Der Nationalrat soll verkleinert werden, finden unisono ÖVP, FPÖ und BZÖ. Offiziell, um Geld zu sparen.

Es gibt zu viel Demokratie im Land, findet man rechts des gesunden Menschenverstands. Zumindest lassen sich die Forderungen von Schwarz, Blau und Orange, den Nationalrat doch bitte zu verkleinern, so interpretieren. Angeblich um einzusparen.

Das erste, was den Herren einfällt, ist, die einzigen Volksvertreterinnen und Volksvertreter vor die Tür zu setzen, die auf nationaler Ebene direkt vom Volk gewählt werden.

Verstecken kann man sich wunderbar hinter Franz Fiedler, dem ehemaligen Rechnungshofspräsidenten - und Meister der Argumentation "Effizienz gegen Demokratie". Nur, dass die Berechnung nicht sonderlich viel Sinn macht. Effizienter wäre etwa ein Kampf gegen Steuerhinterziehung. Der würde wirklich Geld bringen. Aber wozu sich Gedanken um so etwas machen, wenn man zuerst sicherstellen kann, dass es möglichst wenige direkt gewählte Volksvertreterinnen und Volksvertreter gibt?

Zumindest ist geklärt, wie die angesprochenen Parteien zur Demokratie stehen. Sie sehen sie vor allem als Kostenfaktor.

Warum fordern sie nicht gleich, Wahlen abzuschaffen? Die kosten auch einen Haufen Geld. Und würden vor allem für die betroffenen Parteien das Problem lösen, dass ihre Grundhaltungen und Vorschläge auf Sinnhaftigkeit und Ehrlichkeit geprüft werden müssen.
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Politwatch

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Über Politwatch

Christoph Baumgarten

Mein Name ist Christoph Baumgarten und bin seit mehr als einem Jahrzehnt im Journalismus. Dieser Blog soll meine Sicht auf die politischen Entwicklungen in Österreich wiedergeben. Wobei im Moment der Ausdruck Zustand angebrachter wäre, wenn man an die heimische Politik denkt. Politwatch zeigt gerne vergessene Zusammenhänge auf und soll den Menschen eine Stimme geben, die auch angesichts der zunehmenden geistigen Verwahrlosung in diesem Land ihre fünf Sinne zusammen haben und nicht vergessen haben, was bei Politik im Mittelpunkt stehen sollte: Der Mensch mit seinen Bedürfnissen. Ein Hinweis für InhaberInnen eines Accounts auf twoday.net: Es gibt einen e-mail-Abodienst für neue Beiträge und Kommentare.

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Letzte Kommentare

Ist das dein Ernst?
Ist das jetzt Ironie ? Zumindest ist es nicht gut!
Hannes (Gast) - 17. Jan, 23:48
lange nacht
oder stell doch wenigstens deinen bericht über...
tscheh (Gast) - 9. Okt, 20:25
politwatch, quo vadis?
ich mag das nicht, wenn ein guter blog monatelang verwaist...
tscheh (Gast) - 13. Sep, 23:08
siehe Wirtschaftsfaschismus...
bzw. http://wirtschaftsfaschism us.wordpress.com/2011/02/1 5/hello-world/...
Peter (Gast) - 28. Jun, 12:23
Ja, ja
Von aussen kann man gut kommentieren aber so einfach...
bld (Gast) - 8. Jun, 17:16
Man darf nur keine Gelegenheit...
Man darf nur keine Gelegenheit versäumen, gegen...
Gerald (Gast) - 7. Jun, 18:28
Schlechte Idee..
Meiner Meinung nach der falsche Ansatz. Das führt...
anonym (Gast) - 7. Jun, 12:51
@ Max
Eine offene Diskussion sollte man wohl führen...
Umberto (Gast) - 6. Jun, 20:22
Andere Bezirke, andere...
Der 21.Bezirk war schon immer ein rauhes Pflaster....
Erich Reder (Gast) - 6. Jun, 20:05
Angreifer weiter unbekannt
Die Rechtsradikalen, die mich vor einer Woche verprügelten,...
Christoph Baumgarten - 6. Jun, 19:41

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