Da muss ich widersprechen: Empörung als Mittel der Politik halte ich für höchst untauglich. Und zwar nicht, weil es nicht vielleicht erfolgversprechend wäre, sondern weil es den Diskurs verlässt. Wenn ich mich empöre, argumentiere ich nicht mehr. Und ich bin auch nicht mehr durch Argumente angreifbar. Deshalb empören sich viele Politiker oft und gerne. Und zudem rekrutiert man dadurch seine Klientel. Nein: Empörung (sagen wir nicht genau begründete Empörung) ist weithin nichts anderes als billiger Populismus, und sie nutzt dabei ab, und wird unglaubwürdig, wo sie dann doch geboten wäre. Demokratie bedeutet Kritik und Argument. Sollte man sich nicht daran halten?
Auch Rosenkranz Antritt ist nicht beschämend. Als Staatsbürgerin hat sie, wenn sie die Voraussetzungen erfüllt, das Recht dazu. Man kann hinterher sagen, dass es beschämend ist, wenn z.B. 35% für Rosenkranz gestimmt haben. Ja. Aber vorher?
Blog für alle, die sich nicht länger für dumm verkaufen lassen wollen
Über Politwatch
Mein Name ist Christoph Baumgarten und bin seit mehr als einem Jahrzehnt im Journalismus. Dieser Blog soll meine Sicht auf die politischen Entwicklungen in Österreich wiedergeben. Wobei im Moment der Ausdruck Zustand angebrachter wäre, wenn man an die heimische Politik denkt. Politwatch zeigt gerne vergessene Zusammenhänge auf und soll den Menschen eine Stimme geben, die auch angesichts der zunehmenden geistigen Verwahrlosung in diesem Land ihre fünf Sinne zusammen haben und nicht vergessen haben, was bei Politik im Mittelpunkt stehen sollte: Der Mensch mit seinen Bedürfnissen.
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Auch Rosenkranz Antritt ist nicht beschämend. Als Staatsbürgerin hat sie, wenn sie die Voraussetzungen erfüllt, das Recht dazu. Man kann hinterher sagen, dass es beschämend ist, wenn z.B. 35% für Rosenkranz gestimmt haben. Ja. Aber vorher?