Schon lange habe ich mich gefragt, wer in der ÖVP (NÖ kannst du dazuschreiben oder auch nicht) wirklich das Sagen hat? Nur der Erwin Pröll? Oder doch auch der Konrad und die Monika Lindner?
Dass es da jetzt zu einem Machtkampf bzw. zu einer Vorzugsstimmen-Ralley kommt, ist reines Kalkül. Mit dieser Masche hat die ÖVP in Krems die letzte GR-Wahl gewonnen, obwoh ihr eigentliche Spitzenkandidat (Hölzl) auch ÖVP-intern schon am absteigenden Ast war. Sie haben einfach eine zweite Kandidatin (Rinke) "gegen" ihn antreten lassen, die beiden haben sich ein "Hazerl" geliefert, was Vorzugsstimmen betrifft und so doch noch in Summe die Wahl gewonnen. Wer gegen Hölzl war, musste somit nicht eine andere Partei wählen, sondern konnte ganz einfach Rinke eine Vorzugsstimme geben und glaubte damit, Hölzl "eines auswischen zu können". Diese Gegeneinenaderstellung von verschiedenen KandidatInnen (aus verschiedenen Bünden) und das Rittern um Vorzugsstimmen (gerne auch ohne Parteikreuzerl) funktioniert bei der ÖVP so gut wie bei keiner anderen Partei. Gäbe es das Vorzugsstimmensystem nicht, würde die ÖVP bei Wahlen bei Weite nicht so gut abschneieden, wie sie es derzeit noch immer tut.
Nun soll diese Taktik auch noch bei den EU-Wahlen zur Vollendung angewandt werden. Ich bin mir ganz scher. Aber kaum jemand durchschaut das. Und es wird wieder aufgehen. Mitleid für Karas, Mitleid für Strasse, Hass auf Strasser, Ablehnung von Karas - alle diese 4 Faktoren schließen einander nicht aus, sondern führen jeweils dennoch zu einer ÖVP-Stimme, halt mit unterschiedlichen Vorzugsstimmen, aber der Partei gehören sie trotz alledem.
Blog für alle, die sich nicht länger für dumm verkaufen lassen wollen
Über Politwatch
Mein Name ist Christoph Baumgarten und bin seit mehr als einem Jahrzehnt im Journalismus. Dieser Blog soll meine Sicht auf die politischen Entwicklungen in Österreich wiedergeben. Wobei im Moment der Ausdruck Zustand angebrachter wäre, wenn man an die heimische Politik denkt. Politwatch zeigt gerne vergessene Zusammenhänge auf und soll den Menschen eine Stimme geben, die auch angesichts der zunehmenden geistigen Verwahrlosung in diesem Land ihre fünf Sinne zusammen haben und nicht vergessen haben, was bei Politik im Mittelpunkt stehen sollte: Der Mensch mit seinen Bedürfnissen.
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Dass es da jetzt zu einem Machtkampf bzw. zu einer Vorzugsstimmen-Ralley kommt, ist reines Kalkül. Mit dieser Masche hat die ÖVP in Krems die letzte GR-Wahl gewonnen, obwoh ihr eigentliche Spitzenkandidat (Hölzl) auch ÖVP-intern schon am absteigenden Ast war. Sie haben einfach eine zweite Kandidatin (Rinke) "gegen" ihn antreten lassen, die beiden haben sich ein "Hazerl" geliefert, was Vorzugsstimmen betrifft und so doch noch in Summe die Wahl gewonnen. Wer gegen Hölzl war, musste somit nicht eine andere Partei wählen, sondern konnte ganz einfach Rinke eine Vorzugsstimme geben und glaubte damit, Hölzl "eines auswischen zu können". Diese Gegeneinenaderstellung von verschiedenen KandidatInnen (aus verschiedenen Bünden) und das Rittern um Vorzugsstimmen (gerne auch ohne Parteikreuzerl) funktioniert bei der ÖVP so gut wie bei keiner anderen Partei. Gäbe es das Vorzugsstimmensystem nicht, würde die ÖVP bei Wahlen bei Weite nicht so gut abschneieden, wie sie es derzeit noch immer tut.
Nun soll diese Taktik auch noch bei den EU-Wahlen zur Vollendung angewandt werden. Ich bin mir ganz scher. Aber kaum jemand durchschaut das. Und es wird wieder aufgehen. Mitleid für Karas, Mitleid für Strasse, Hass auf Strasser, Ablehnung von Karas - alle diese 4 Faktoren schließen einander nicht aus, sondern führen jeweils dennoch zu einer ÖVP-Stimme, halt mit unterschiedlichen Vorzugsstimmen, aber der Partei gehören sie trotz alledem.