Hmm Wilhelm Molterer ist böse und (zumindest mit-)schuld. Er wurde 2007 Finanzminister, Matznetter und Parteiaristokrat Schieder sind auch seit 2007 im Finanzministerium, aber unschuldig (Schieder wirklich wegen inkompetenz). Der Flughafen Wien gehört zu 40% den Ländern Wien und Niederösterreich und hat mit Steuergeldern und Staatsvermögen natürlich überhaupt nichts zu tun.
Man muss sich als Roter die Skandale halt aussuchen, ist die SPÖ doch in die meisten selber verwickelt.
Die Spekulation mit Steuergeld zu skandalisieren, gelingt schon durch den Begriff der Spekulation. Man hielt es im dümmlichen von allen geteiltem Vertrauen auf Ratings nicht für unseriös, sondern für eine gewinnbringende Veranlagung. Alle waren sich einig. Manche Parteien gründeten Stiftungen und mache Banken brauchten nicht einmal eine Finanzkrise zum Bankrottieren.
Jahrelang überschlugen sich Blau-Rot-Schwarz - Grün in weitaus geringerem Ausmass - in 'liberaler' Rhetorik, 'solidarische Hochleistungsgesellschaft' usw., nun ändern alle wieder ein wenig die Richtung, die Rhetorik geht wieder zur Sozialen Marktwirtschaft, statt Hayek wird nun Eucken (oder Keynes) nicht gelesen, man entdeckt christliche Werte oder Solidarität - deshalb braucht man aber nicht eine chronologische Differenz in eine Kluft der Parteien umzudeuten.
Wirtschaftspolitisch waren sich Rot und Schwarz seit dem Zweiten Weltkrieg in Mitteleuropa immer im Wesentlichen einig (F.J. Strauss und K. Schillerbildeten das Keynesianischste Duo der deutschen Nachkriegszeit). Während die Schwarzen bis vor kurzem der Öffentlichkeit vorspiegelten, niemals etwas mit böser Staatsschuld und Keynesianismus zu tun gehabt zu haben, versucht nun die SPÖ, die SPD ist da noch ehrlicher, den Leuten vorzuspielen niemals etwas mit 'Neoliberalismus' zu tun gehabt zu haben - nur ist letzteres gerade ein paar Monate her und es gibt noch zu viele Reste (leidige Stiftungen) und sieht man sich aus ideologischen oder pseudopatriotischen Gründen (Gusenbauer Visitenkarte Österreich) nicht rechtzeitig privatisierte Unternehmungen wie die Aua an, kann einem Angst und Bange werden.
Das Problem sind ja weniger die Millionen, die da und dort wieder einmal in den Sand gesetzt werden, sondern das der vermeintliche Skandal das einzige wirtschaftspolitische Thema der SPÖ ist.
Wo kann man der ÖVP engegentreten, inhaltlich wohl kaum, also wird eben skandalisiert mit einem sachten 'wir wissen von nivhts' im Hintergrund.
Blog für alle, die sich nicht länger für dumm verkaufen lassen wollen
Über Politwatch
Mein Name ist Christoph Baumgarten und bin seit mehr als einem Jahrzehnt im Journalismus. Dieser Blog soll meine Sicht auf die politischen Entwicklungen in Österreich wiedergeben. Wobei im Moment der Ausdruck Zustand angebrachter wäre, wenn man an die heimische Politik denkt. Politwatch zeigt gerne vergessene Zusammenhänge auf und soll den Menschen eine Stimme geben, die auch angesichts der zunehmenden geistigen Verwahrlosung in diesem Land ihre fünf Sinne zusammen haben und nicht vergessen haben, was bei Politik im Mittelpunkt stehen sollte: Der Mensch mit seinen Bedürfnissen.
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Man muss sich als Roter die Skandale halt aussuchen, ist die SPÖ doch in die meisten selber verwickelt.
Die Spekulation mit Steuergeld zu skandalisieren, gelingt schon durch den Begriff der Spekulation. Man hielt es im dümmlichen von allen geteiltem Vertrauen auf Ratings nicht für unseriös, sondern für eine gewinnbringende Veranlagung. Alle waren sich einig. Manche Parteien gründeten Stiftungen und mache Banken brauchten nicht einmal eine Finanzkrise zum Bankrottieren.
Jahrelang überschlugen sich Blau-Rot-Schwarz - Grün in weitaus geringerem Ausmass - in 'liberaler' Rhetorik, 'solidarische Hochleistungsgesellschaft' usw., nun ändern alle wieder ein wenig die Richtung, die Rhetorik geht wieder zur Sozialen Marktwirtschaft, statt Hayek wird nun Eucken (oder Keynes) nicht gelesen, man entdeckt christliche Werte oder Solidarität - deshalb braucht man aber nicht eine chronologische Differenz in eine Kluft der Parteien umzudeuten.
Wirtschaftspolitisch waren sich Rot und Schwarz seit dem Zweiten Weltkrieg in Mitteleuropa immer im Wesentlichen einig (F.J. Strauss und K. Schillerbildeten das Keynesianischste Duo der deutschen Nachkriegszeit). Während die Schwarzen bis vor kurzem der Öffentlichkeit vorspiegelten, niemals etwas mit böser Staatsschuld und Keynesianismus zu tun gehabt zu haben, versucht nun die SPÖ, die SPD ist da noch ehrlicher, den Leuten vorzuspielen niemals etwas mit 'Neoliberalismus' zu tun gehabt zu haben - nur ist letzteres gerade ein paar Monate her und es gibt noch zu viele Reste (leidige Stiftungen) und sieht man sich aus ideologischen oder pseudopatriotischen Gründen (Gusenbauer Visitenkarte Österreich) nicht rechtzeitig privatisierte Unternehmungen wie die Aua an, kann einem Angst und Bange werden.
Das Problem sind ja weniger die Millionen, die da und dort wieder einmal in den Sand gesetzt werden, sondern das der vermeintliche Skandal das einzige wirtschaftspolitische Thema der SPÖ ist.
Wo kann man der ÖVP engegentreten, inhaltlich wohl kaum, also wird eben skandalisiert mit einem sachten 'wir wissen von nivhts' im Hintergrund.