Schaum vorm Mund

NVPDie Nationale Volkspartei spricht von einer "Skandalentscheidung". Am Donnerstag hat die oberösterreichische Landeswahlbehörde endgültig verboten, dass die rechte Truppe bei den Landtagswahlen antritt. Partei und Sympathisanten schäumen.

Wie viele rechte Codewörter bringe ich in einen Satz hinein? Das war einer der Wettbewerbe, die am Donnerstag im Forum von ORF.at liefen. Der andere: Wie verunglimpfe ich Rechtsstaat und Demokratie in Österreich so gut wie möglich?
http://ooe.orf.at/stories/382430/

User, die ansonsten eher mit Sympathien für Bumsti Strache auffallen, taten sich am Donnerstag keinen Zwang an. "Parteiendikatur" wurde da geschrien. Und seltsame Postings wie diese kamen daher: Antrittsverbot skorpionin, vor 2 Stunden, 3 Minuten
aber die Linken die die Ausländer fördern schon und Stichwort Abtreibung in Österreich da hab ich eine Wut auf solche Politiker und Parteien Stichwort Homoehe und Geburtenrückgang der Österreicher finde ich schade sperren Sie mich NICHT dafür nicht es ist meine freie Meinug hoffe doch in unserem Land

Oder:
In der DDR
levante, vor 2 Stunden, 4 Minuten
In der DDR wurden Wahlergebnisse im nachhinein geschönt ,in Österreich werden unliebsame Parteien gleich verboten ,soviel zur Demokratie in Österreich,,

Oder:
Ich verstehe es
nioo, vor 5 Stunden, 31 Minuten
dass eine heimatverunden Partei in Zeiten wie diesen nicht gerne gesehen ist und sie daher:
a.) nicht zur Wahl antreten lässt und
b.) versucht sie zu verbieten (was bis jetzt auch durch juristische Winkelzüge noch nicht gelang).

wie gesagt
dba3, vor 6 Stunden, 27 Minuten
auch im iran gibt's demokratie... ich hoffe, es gefällt euch, wie es dort läuft?

Oh der Iran
nioo, vor 6 Stunden, 23 Minuten
War aber schon auffällig wie einseitig die Medien darüber berichtet haben. Wohl einer der wenigen Staaten, die z.B. die allgemein verordnete Geschichtsschreibung noch nicht als "Staatsdokrin" übernommen hat.

schau schau
mudshark14, vor 6 Stunden, 30 Minuten
wieder so ein "Demokrat", der nicht genehme Menschen und Meinungen verbieten will.


Und so weiter und so fort. Aus Platzgründen lasse ich die Postings weg, die etwa der Republik unterstellen, sie habe die Kandidatur verboten, um möglichen Sanktionen Israels nach einem Wahlerfolg der rechten Recken zu entgehen und dergleichen mehr. Eine konzertierte Aktion. Auffällig wie gesagt die sonst übliche FPÖ-Affinität einiger der oben zitierten User. Im allgemeinen gebrauchen sie die gleichen Argumente, wenn es gilt Bumsti Strache und Co zu verteidigen. Sagt zumindest einiges darüber aus, wie sie die FPÖ einschätzen.

Es sind User wie diese, die die ORF-Foren Tag für Tag verpesten und versuchen, Stimmung für intolerante, antidemokratische und rassistische Poliitik zu machen. Immer wieder habe ich Vermutungen gehört, es könnten Burschenschafter sein, die sich eine Spielwiese gesucht haben. Die Rhetorik einiger dieser Zeitgenossen legt den Schluss nahe.

Zeitgenossen wie diese zeigen auch, wie notwendig es war, der NVP zu untersagen, bei den oö. Landtagswahlen anzutreten. Sie hätten diesen Menschen eine breitere Plattform geboten, als sie es derzeit haben. Nicht auszudenken, was das für den Wahlkampf geheißen hätten. Andere User mutmaßten heute, dass sich FPÖ und NVP in rechter Rhetorik zu überbieten versuchen würden. Da könnte was dran sein. Jedem, der "Abendland in Christenhand" im Ohr hat und die Auftritte eines Kreuz schwenkenden Bumsti Strache muss allein die Vorstellung Angst machen. Die Erwartung des blauen Wahlkampfs ist widerlich genug. Eine Gruppierung, die sich noch weiter rechts ansiedelt, ist allein aus diesem Grund schon weiter entbehrlich.

Zumal es rechts der FPÖ im verfassungsrechtlichen Sinn ziemlich eng wird. Sofern man Wert legt, sich am legalen Rand der heimischen Rechtsordnung aufzuhalten. Das fällt bekanntermaßen schon einigen blauen Funktionären schwer genug. Und die Aussagen der NVP-Führer kann man durchaus dahingehend interpretieren, dass sie die Blauen eigentlich für Weicheier halten.

Es ist gut, dass die Partei nicht antreten darf. Noch besser wäre es, wenn man sie verbieten würde. Bleibt zu hoffen, dass die Anzeige der Landeswahlbehörde bei der Staatsanwaltschaft die gewünschten Folgen zeitigt.
Patricija (Gast) - 13. Aug, 22:49

Vollkommen korrekt! Aber die zitierten Postings sind erschreckend-sowas sollte man eh direkt posten,wie mans gelesen hat.

Karl-Hannes (Gast) - 14. Aug, 13:55

Wie gesagt, Verbote sind ein Zeichen für die Schwäche der bürgerlichen Demokratie ... Das Verbot zur Wahl anzutreten und das Verbot der ganzen Partei kam nicht/wird nicht kommen weil die Nationalen so böse rechts, wiederbetätigend oder sonstiges mainstream linkes "die bösen rechten" blabla sind ... sondern deswegen weil sie Erfolg haben könnten, keinen großen vorerst, aber wie oben erwähnt eine Plattform ... Die Notwendigkeit einer Plattform setzt eine Bewegung voraus, und die gibt es schon ... und da sei allen gesagt, diesen Kampf hat man gegen die extremen/rassistischen Nationalen schon verloren .. es gibt sie, sie sind da, zurzeit versucht man nur sie daran zu hindern sich zu formieren ...

Wenn die Linke(und ich meine damit richtige Sozialisten/Kommunisten, keine pseudoroten Zecken und/oder Sesselpicker) nicht bald in der Lage ist die nationale Frage zu beantworten dann werden wir in gegebener Zeit eine Massenbewegung haben die sich von solchen verbotenen Gruppen führen lässt ...

Die Positionierung der Linken als "gar nicht vorhanden" bis "patriotismusablehnend" tun ihr übriges um FPÖ, NVP und Konsorten zu fördern ... wie gesagt, beantworte die Nationale Frage korrekt und du ziehst den Recken den Boden unter den Füßen weg ...

Nieral (Gast) - 15. Aug, 23:11

@ Karl-Hannes

was ist die nationale Frage? Und was sind Sesselpicker?

". und da sei allen gesagt, diesen Kampf hat man gegen die extremen/rassistischen Nationalen schon verloren .. es gibt sie, sie sind da, zurzeit versucht man nur sie daran zu hindern sich zu formieren ..."

bist du ein beleidigter NVPler?

Karl-Hannes (Gast) - 16. Aug, 08:25

@Nieral

hübscher Name, ich geh mal davon aus das er nicht echt ist ... Nein kein NVPler^^ wie kommst drauf... Ich wäre dumm das Problem anzusprechen wenn ich einer wäre ;-)

Die nationale Frage bestimmt den Umgang mit dem Begriff Nation, Nationalismus, Patriotismus ... welchen politischen Weg man da einschlägt, ob man es fördert oder nicht, ob man es benutzt oder sich davon distanziert...

". und da sei allen gesagt, diesen Kampf hat man gegen die extremen/rassistischen Nationalen schon verloren .. es gibt sie, sie sind da, zurzeit versucht man nur sie daran zu hindern sich zu formieren ..."
<--- und das war an alle Leute die so brav "wehret den Anfängen" schreien... es ist doch schon verloren, wer diese Bewegung nicht sieht ist entweder blind oder ein Realitätsverweigerer ... man muss das Problem bei veränderter Situation auch verändert betrachten ...

Sesselpicker sind Funktionäre die sich einen Dreck um Ideologie scheren und nur ihre Posten sichern wollen, damits wohl genug verdienen ...

Christoph Baumgarten - 16. Aug, 08:51

@Karl-Hannes: Womit du die Frage, was denn jetzt die nationale Frage sei, nicht beantwortet hast. Ich behaupte: Es gibt in Österreich keine nationale Frage.
Es gibt eine rassistische ideologische Ebene. Das ist was anderes als eine nationale Frage, deren Existenz sich einigermaßen objektiv nachweisen ließe. Eine nationale Frage besteht am Balkan, wo Grenzen willkürlich gezogen werden, man Minderheiten (zum Teil aus guten Gründen) das Recht auf Selbstbestimmung verwehrt, während man einer Minderheit mit guter Lobby unter Bruch des Völkerrechts und unter militärischer Gewalt Sonderrechte einräumt.
DAS ist eine nationale Frage - allerdings nur in dem Kontext eines Staates als Nationalstaats. Österreich ist per definitionem kein Nationalstaat, Österreich ist eine Verfassungsnation und mit dem Status sind mit vernachlässigbaren Ausnahmen sogar die extremen Rechten zufrieden. Der Traum der vereinten "deutschen Nation" (die als Begriff problematisch genug ist, und nicht nur aus historischen Gründen) ist hierzulande ausgeträumt.
Wenn du von einer zu lösenden "nationalen" Frage sprichst, redest du all denen das Wort, die Österreich zu einem ethnisch reinen Gebiet machen wollen, indem du indirekt deren Argumentationslinie von der drohenden "Überfremdung" bis hin zur "Umvolkung" als objektiv feststellbares Problem annimmst. Genau hier bist du auf der falschen Ebene. Wir haben keinen nationalen/nationalistischen Diskurs, wir haben einen rassistischen.
Das Problem ist ein psychologisches, somit ein subjektives (wenn auch auf hunderttausendfascher Ebene). Erst wenn ich das erkannt habe, kann ich dagegen vorgehen. Das erfordert ganz andere Lösungen als die, die sich aus der Analyse ergeben.

Karl-Hannes (Gast) - 16. Aug, 10:04

"Die nationale Frage bestimmt den Umgang mit dem Begriff Nation, Nationalismus, Patriotismus ... welchen politischen Weg man da einschlägt, ob man es fördert oder nicht, ob man es benutzt oder sich davon distanziert..."

Damit ist die Frage ja wohl erklärt ... oder für alle die es ganz genau brauchen... Die nationale Frage:"Wie stehen wir zu Nation, Nationalismus, Patriotismus?" Diese Frage muss korrekt beantwortet werden, wird sie es nicht, oder so wie jetzt(auch von dir Christoph) falsch beantwortet dann bekommen die Rechten mehr zulauf, weil sie Nation positiv besetzen und das vorhandene Bedürfnis in der Mehrheitsbevölkerung nützen.

Die nationale Frage auf eine rassistisch ideologische Ebene zu reduzieren ist nicht einfach nur falsch sondern auch gefährlich und kontraproduktiv. Es gibt hierzulande ein Bedürfnis nach Nation und Volk, entgegen allem was deine Meinung dazu ausmacht. Die nationale Frage in Österreich ist seit dem ersten Weltkrieg und auch ein wenig davor DIE Frage die das Schicksal dieses Nationalstaates bestimmen. Ebenso in Deutschland, und der Nationalsozialismus hat dafür gesorgt, dass selbst nach dem (verlorenen)Krieg dieses Bedürfnis stärker in den Geistern brennt als zuvor.

Und Österreich ist ein Nationalstaat, du lügst wenn du sagst er wäre es nicht. Lektüre dazu http://evakreisky.at/2005/fse05/glossar/nationalstaat.pdf

Österreich würde auch heute noch Deutsch-Österreich heißen, wenn man es nicht verboten hätte. Die Mehrheitsbevölkerung ist nunmal deutsch, sowohl in Sprache als auch in Kultur. In Wien ist das natürlich ein bisschen anders ;), aber Restösterreich schon, das weiß man wenn man sich mit Land und Leuten beschäftigt.

Zusammengefasst ist das was du hier konstruierst:
"Österreich wäre kein Nationalstaat"
Wäre wiederlegt dadurch das es eine "staatstragende" Nationalität gibt.

"Die Reduktion der nationalen Frage auf eine rassistische Frage"
Wäre dadurch am eindeutigsten widerlegt, dass es ein offensichtliches Bedürfnis(nach Nation) in der Mehrheit der Bevölkerung gibt(was völlig natürlich und gut ist). Aber auch sonst muss man ALLE gesellschaftlichen Eigenheiten und Facetten akzeptieren und sich der Problematik stellen, was du hier durch dein Ausklammern nicht(!) tust.
Bezeichnend ist es, dass du den Balkanländern diese Eigenschaft zugestehst, Österreich diese jedoch kategorativ absprichst. Und selbst das Grenzen Argument ist entkräftet in dem Zusammenhang, dass österreichische Grenzen ebenfalls willkürlich und künstlich gezogen sind, das sind im Prinzip alle Grenzen seit es Kriege gibt ;-) ... wobei wir eh "halbwegs" natürlich haben...

"Wir haben keinen nationalen/nationalistischen Diskurs, wir haben einen rassistischen."
Falsch, nicht jeder "Nationale" ist ein Rassist. Es gibt ein nationales Bedürfnis, und dieses Bedürfnis nach Nation haben zB assimilierte Ethnien in Österreich auch. Man muss die nationale Frage nicht zwangsläufig an eine Rasse koppeln.

Was du hier als Lösung bietest ist in hohem Maß eine Argumentation wie sie die Antideutschen/Antinationalen verwenden. Und diese Denkrichtung stößt in der Mehrheit der Bevölkerung auf entschiedenen Widerstand. Die österreichische Bevölkerung will ein Bekenntnis zur Nation, ob diese nun eine deutsche ist oder eine ganz neue österreichische Nationalität, sei dahingestellt.

Aber die Frage zu reduzieren, zu einer rassistischen Positionierung zu reduzieren ist genau der Hauptfehler der Linken in Österreich den ich aufzeigen will. Nimm den Recken die nationale Frage weg und du hast als Sozialist/Kommunist die Herzen deines Volkes. Sich der Frage aus welchen Gründen auch immer nicht zu stellen ist einfach nur unklug.

NIEderhammer RALf (Gast) - 16. Aug, 11:23

bin ich nicht deiner Meinung. Die Steckenpferde der "Rechten" (ich spreche jetzt von den rechten in unserem Parlament) sind die Themen Zuwanderung und Kriminalität. Und dabei spielen sie mit den Ängsten einer sehr schlecht informierten Bevölkerung. Fragen über den Nationalstaat, Patriotismus etc. bringen mMn keinen mehr über die 4 % Hürde. Das die NVP jetzt posaunt, dass sie so eine starke Bewegung hat, ist doch Humbug- sie müssen und können das jetzt nicht mehr beweisen- und das ist auch gut so.

Ich denke nur durch Information kann man den "rechten Recken" das ach so große Potential (denke ich nicht) entziehen. Aber solange wir Politiker in sensiblen Ressorts haben, die mehr Angst und Unsicherheit streuen als Information und Dialog..... .

Ich bin 26 Jahre alt. Mich interessiert unsere Zukunft in Europa- nicht die (für mich nicht existente) nationale Frage Österreichs!

Karl-Hannes (Gast) - 16. Aug, 12:50

"Ich denke nur durch Information kann man den "rechten Recken" das ach so große Potential (denke ich nicht) entziehen."

Ja genau, das hat ja auch die letzten Jahre und Jahrzehnte so gut funktioniert -.- ...

Man kann ja gern verschiedene Meinungen haben und wenn dir Europa als ganzes wichtiger ist als Österreich, dann ist das deine Meinung, aber ganz sicher nicht die des Durchschnittsösterreichers ... allein die EU Wahlbeteiligung zeigt doch das man sich nicht für die EU weite Zusammenarbeit begeistern kann, was eigentlich traurig aber nunmal so ist ...

Man sollte alle Möglichkeiten durchdenken, nur zurzeit treten alle Kräfte die die Recken in ihre Schranken verweisen könnten am Stand ...

Natürlich find ich auch gutes daran "die Nation" zugunsten eines weltweiten Staates für alle Menschen aufzulösen. Aber das ist ganz einfach noch zu früh... heute spielen wir nach anderen Regeln ...

Christoph Baumgarten - 16. Aug, 18:22

Charly, ich finde es beeindruckend, mit welcher Vehemenz man Konstrukten des 19. Jahrhunderts anhängen kann. Und nichts anderes ist die "Nation", zumal wenn sie von dir zum "natürlichen" Bestandteil irgendwelcher Identitäten erklärt wird. Der Großteil der Gesellschaften auf dieser Erde kommt nach wie vor ohne den Begriff Nation aus, weiß nicht, was damit anfangen.Die "deutsche Nation" ist überhaupt das Überkonstrukt, von dir wie von vielen Vorgängern in den Pantheon des Unhinterfragbaren erhoben. Wiewohl der Begriff der Nation auch im Fall der spanischen oder französischen nicht ganz unproblematisch ist: Die "deutsche Nation" in den von dir angesprochenen Grenzen ist nicht mehr und war nie mehr als das Hirngespinst romantischer Schwärmer. Dass man euch Kärntner oder die Vorarlberger bzw. die Lothringer überhaupt zu den Deutschsprachigen zählt, ist ein Treppenwitz der Geschichte. Was nach allen anderen Kriterien als schützenswerte Minderheitensprache angesehen würde, wird im Deutschen zum Dialekt degradiert. Vom Plattdeutschen will ich hier nicht reden und von einigen ostdeutschen Spielarten auch nicht. Am Balkan hat's wegen geringerer sprachlicher Unterschiede Kriege gegeben.
Was allein schon deine These vom "natürlichen" Zusammengehörigkeitsempfinden in der Nation widerlegt. Und nein, damit streite ich nicht gemeinsame historische Entwicklungen ab. Ich sage nur: Was als Dialekt gilt, was als Sprache, was als Nation, das ist alles ein Resultat historischer Entwicklungen. "Natürlich" ist daran gar nichts.
Es gibt keine zu lösende nationale Frage. Die überwältigende Mehrheit der Österreicher sieht sich nicht als Deutsch. Auch das Resultat bekannter historischer Entwicklungen. Warum man jetzt, der Weisheit Charly's entsprechend, denen allen einimpfen soll, sie seien Deutsche, damit man den Rechten das Wasser abgräbt, erschließt sich mir nicht ganz. Deutsch sein wollen nur mehr wenige Spinner, die selbst in der rechten Szene isoliert sind.

Karl-Hannes (Gast) - 16. Aug, 23:40

Ja, was ist die deutsche Nation... schau, ich seh mich auch nicht als "Deutscher" ... aber dennoch sind die Mehrheit der Menschen in Österreich deutsche Österreicher, und da drauf hängt dann noch wie ein bösartiges Gebilde das Erbe aus der Nazizeit, dass sich entweder so wie bei dir äußert dass man die Nation als ganzes einfach mal leugnet oder in die andere Richtung man sich überproportional daran aufgeilt, wie das die neuen/alten Nationalen so gern tun... beides meiner Meinung nach überzogene Ansichten...

Es geht ja nicht einmal darum deutscher zu sein wie du hier unterstellen willst, das ist eine Variante von Vielen... Es geht darum das (vorhandene) Bedürfnis nach Nation, oder nennen wir es von mir aus auch einfach nur Gemeinschaft/Community zu stillen. Im Moment spricht das keine politische Richtung außer die Rechte an. Wie die Linke gedenkt dieses Problem zu lösen, das ist die nationale Frage.. check? ^^

"Die "deutsche Nation" in den von dir angesprochenen Grenzen ist nicht mehr und war nie mehr als das Hirngespinst romantischer Schwärmer."
Aja und warum genau ? Ich sehe da keinen Unterschied zu anderen Nationen wie zB Spanier, Franzosen, Italiener, Russen oder auch Chinesen...

Mir persönlich sind diese Unterschiede egal, aber wie man sieht dem Volke nicht... und nachdem ALLE Versuche der Linken den nationalen Begriff und die Identität aufzulösen phänomenal gescheitert sind oder sich genau in die andere Richtung entwickelt haben, sollte man das gegen die Wand laufen beenden und sich der Realität anpassen, nämlich das es dieses Bedürfnis gibt und es nichts böses oder schlechtes ist sondern einfach da, es gehört zum Menschen Gemeinschaften zu bilden...

Karl-Hannes (Gast) - 16. Aug, 23:58

Und wenn das Leben ein Wunschkonzert wäre dann würd ich mich schon heute für einen gemeinsamen Staat aller Menschen der die gesamte Erde umfasst einsetzen. Aber versuch das mal durchzusetzen, vermutlich wird man zum Verrückten erklärt wenn man das versucht unter die Leute zu bringen.

Sehr interressant in dem Zusammenhang wäre ja auch Staaten zu verschmelzen um so neue Superstaaten zu erschaffen die dann wieder verschmolzen werden bis alles Eins ist... aber es würde ja schon daran scheitern die deutsche Sprachgruppe in einem Staat zusammenzufassen, so als Anfang, allein das wird ja wieder von allen Seiten vehementest bekämpft... dabei war das vor dem Naziregime noch ein wichtiger Aspekt der Sozialisten/Kommunisten ... man wollte Großdeutsch sein, so wie etwa die Sowjet-Union oder Jugoslawien(das es zugegebenermaßen da nich nicht gab)... damals(vor der Nazizeit) wäre das noch kein Problem gewesen, es war ja noch nicht negativ besetzt...

Aber das ist es eben, *verbinden* nicht auflösen...

Karl-Hannes (Gast) - 17. Aug, 19:23

Oder noch ein Beispiel. Kärnten könnte ebenso wie eigentlich auch ganz Österreich zu einem neuen Jugoslawien gehören, zu dem sich eben jene Ex-Jugoslawien Staaten bekennen und Österreich + andere Freiwillige Kandidaten. Natürlich wird das vermutlich nicht passieren. Aber dagegen hätte ich genausowenig einzuwenden...

Es ist ja nur ein kleiner Unterschied in der Geschichte, dass zB Kärnten zu Österreich gehört, was wäre wenn es ebenfalls zu Titos Jugoslawien gehört hätte, wäre dann der Staat zerfallen ? Nur ein fiktives Beispiel, ich bin im Gedanken zur Nation offen für alles, nur man sollte von der Untätigkeit zur Beantwortung dieser Frage schreiten!!!

Michi Mich (Gast) - 14. Jul, 19:07

Wenn man eine Partei verbietet, sollte man schnell auch daran denken andere Parteien zu verbieten, dürfen, Türken, Afrikaner oder Araber über Juden schimpfen???

logo

Politwatch

Blog für alle, die sich nicht länger für dumm verkaufen lassen wollen

Über Politwatch

Christoph Baumgarten

Mein Name ist Christoph Baumgarten und bin seit mehr als einem Jahrzehnt im Journalismus. Dieser Blog soll meine Sicht auf die politischen Entwicklungen in Österreich wiedergeben. Wobei im Moment der Ausdruck Zustand angebrachter wäre, wenn man an die heimische Politik denkt. Politwatch zeigt gerne vergessene Zusammenhänge auf und soll den Menschen eine Stimme geben, die auch angesichts der zunehmenden geistigen Verwahrlosung in diesem Land ihre fünf Sinne zusammen haben und nicht vergessen haben, was bei Politik im Mittelpunkt stehen sollte: Der Mensch mit seinen Bedürfnissen. Ein Hinweis für InhaberInnen eines Accounts auf twoday.net: Es gibt einen e-mail-Abodienst für neue Beiträge und Kommentare.

Free Text (2)

Christoph Baumgarten

Letzte Kommentare

Ist das dein Ernst?
Ist das jetzt Ironie ? Zumindest ist es nicht gut!
Hannes (Gast) - 17. Jan, 23:48
lange nacht
oder stell doch wenigstens deinen bericht über...
tscheh (Gast) - 9. Okt, 20:25
politwatch, quo vadis?
ich mag das nicht, wenn ein guter blog monatelang verwaist...
tscheh (Gast) - 13. Sep, 23:08
siehe Wirtschaftsfaschismus...
bzw. http://wirtschaftsfaschism us.wordpress.com/2011/02/1 5/hello-world/...
Peter (Gast) - 28. Jun, 12:23
Ja, ja
Von aussen kann man gut kommentieren aber so einfach...
bld (Gast) - 8. Jun, 17:16
Man darf nur keine Gelegenheit...
Man darf nur keine Gelegenheit versäumen, gegen...
Gerald (Gast) - 7. Jun, 18:28
Schlechte Idee..
Meiner Meinung nach der falsche Ansatz. Das führt...
anonym (Gast) - 7. Jun, 12:51
@ Max
Eine offene Diskussion sollte man wohl führen...
Umberto (Gast) - 6. Jun, 20:22
Andere Bezirke, andere...
Der 21.Bezirk war schon immer ein rauhes Pflaster....
Erich Reder (Gast) - 6. Jun, 20:05
Angreifer weiter unbekannt
Die Rechtsradikalen, die mich vor einer Woche verprügelten,...
Christoph Baumgarten - 6. Jun, 19:41

Suche

 

RSS Feed

vi knallgrau GmbH

powered by Antville powered by Helma


Creative Commons License

xml version of this page
xml version of this page (summary)
xml version of this page (with comments)

twoday.net AGB

Web Counter-Modul

Alle Links in Popups öffnen

alle Links auf der aktuellen Seite in einem neuen Fenster öffnen 

Profil
Abmelden
Weblog abonnieren