Rosenkrieg
Die Trennungsaffäre im BZÖ Tirol wird zum Rosenkrieg. Nach einer Anzeige gegen den Landesobmann Gerhard Huber hat der die Anzeiger angezeigt. Mit seinem Anwalt will er auch verhindern, dass die Vorwürfe gegen ihn noch bekannter werden.
Michael Rami, Anwalt von Gerhard Huber, lässt keinen Zweifel: Mein Mandant hält dazu fest, dass diese Vorwürfe, die bereits auch in anderen Medien kolportiert wurden, unwahr sind. Er hat deshalb auch bereits eine Strafanzeige erstattet, heißt es in einem e-mail, das politwatch.at anonym zugespielt wurde und das an etliche Medien ergangen sein dürfte.
Eine klare Gegendarstellung. Weiter heißt es dort: Ich bin von meinem Mandanten bereits beauftragt worden, gegen alle diesbezüglichen Medienberichte gerichtliche Schritte einzuleiten. Ich fordere daher auch Sie höflich auf, die weitere Verbreitung dieser Vorwürfe zu unterlassen.
Klingt hart. Ist es auch. Aus menschlicher Sicht verständlich. Würden schwere Vorwürfe gegen mich erhoben, ich würde auch nicht wollen, dass sie breitgetreten werden. Andererseits: Gerhard Huber ist Landesobmann einer früheren Regierungspartei. Das macht es aus journalistischer Sicht etwas diffiziler als wenn Huber Tiroler Arbeiter wäre. Wobei: Der Tiroler Arbeiter Gerhard Huber könnte sich kaum dagegen wehren, dass über eine so schwerwiegende Anzeige gegen ihn berichtet würde. Er wüßte kaum von seinen rechtlichen Möglichkeiten und könnte sich sicher keinen Anwalt aus dem Hause Gheneff-Sommer-Rami leisten. Ein Anwaltsbüro, dem der Dieter Böhmdorfer angehörte, bevor er Justizminister für die FPÖ wurde. Ein renommiertes Anwaltsbüro, und nicht ganz billig.
Der e-mail des Anwalts ist ein Zeichen, wie sehr der Trennungskonflikt zum Rosenkrieg mutiert. Eine Gesprächsbasis zwischen den Kontrahenten scheint es nicht mehr zu geben. Die ausgetretenen bzw. abgesetzten Vorstandsmitglieder suchen ihr Heil in der Öffentlichkeit. Huber sucht seines darin, Öffentlichkeit nach Möglichkeit zu vermeiden. Wofür es, und das ist nicht seine Schuld oder die seines Anwalts, zu spät ist. Man darf davon ausgehen, dass noch einiges an Schmutzwäsche öffentlich gewaschen werden wird. Unabhängig davon, ob an den erhobenen Vorwürfen etwas dran ist oder nicht.
Übrig bleiben werden Menschen, die einander emotional schwer verletzt und öffentlich beschädigt haben. Brutal für die Betroffenen. Unterhaltsam für das Publikum. So ist das bei öffentlichen Trennungen. Und das BZÖ hat bewiesen, dass es solche Trennungen besonders öffentlich und besonders brutal inszentiert.
Michael Rami, Anwalt von Gerhard Huber, lässt keinen Zweifel: Mein Mandant hält dazu fest, dass diese Vorwürfe, die bereits auch in anderen Medien kolportiert wurden, unwahr sind. Er hat deshalb auch bereits eine Strafanzeige erstattet, heißt es in einem e-mail, das politwatch.at anonym zugespielt wurde und das an etliche Medien ergangen sein dürfte.
Eine klare Gegendarstellung. Weiter heißt es dort: Ich bin von meinem Mandanten bereits beauftragt worden, gegen alle diesbezüglichen Medienberichte gerichtliche Schritte einzuleiten. Ich fordere daher auch Sie höflich auf, die weitere Verbreitung dieser Vorwürfe zu unterlassen.
Klingt hart. Ist es auch. Aus menschlicher Sicht verständlich. Würden schwere Vorwürfe gegen mich erhoben, ich würde auch nicht wollen, dass sie breitgetreten werden. Andererseits: Gerhard Huber ist Landesobmann einer früheren Regierungspartei. Das macht es aus journalistischer Sicht etwas diffiziler als wenn Huber Tiroler Arbeiter wäre. Wobei: Der Tiroler Arbeiter Gerhard Huber könnte sich kaum dagegen wehren, dass über eine so schwerwiegende Anzeige gegen ihn berichtet würde. Er wüßte kaum von seinen rechtlichen Möglichkeiten und könnte sich sicher keinen Anwalt aus dem Hause Gheneff-Sommer-Rami leisten. Ein Anwaltsbüro, dem der Dieter Böhmdorfer angehörte, bevor er Justizminister für die FPÖ wurde. Ein renommiertes Anwaltsbüro, und nicht ganz billig.
Der e-mail des Anwalts ist ein Zeichen, wie sehr der Trennungskonflikt zum Rosenkrieg mutiert. Eine Gesprächsbasis zwischen den Kontrahenten scheint es nicht mehr zu geben. Die ausgetretenen bzw. abgesetzten Vorstandsmitglieder suchen ihr Heil in der Öffentlichkeit. Huber sucht seines darin, Öffentlichkeit nach Möglichkeit zu vermeiden. Wofür es, und das ist nicht seine Schuld oder die seines Anwalts, zu spät ist. Man darf davon ausgehen, dass noch einiges an Schmutzwäsche öffentlich gewaschen werden wird. Unabhängig davon, ob an den erhobenen Vorwürfen etwas dran ist oder nicht.
Übrig bleiben werden Menschen, die einander emotional schwer verletzt und öffentlich beschädigt haben. Brutal für die Betroffenen. Unterhaltsam für das Publikum. So ist das bei öffentlichen Trennungen. Und das BZÖ hat bewiesen, dass es solche Trennungen besonders öffentlich und besonders brutal inszentiert.
Christoph Baumgarten - 25. Jul, 14:24



lassen sich nun mal nicht ganz so diskret
in handelsübliche Waschmaschine stecken.
;)