Provozierte Eskalation

Bild: Daniel WeberMein Bericht von den Polizeischikanen bei der Demonstration am Freitag hat einiges an Reaktionen hervorgerufen. Ich halte es für wichtig, über meine eigene Sicht hinaus ein möglichst umfassendes Bild des Geschehenen zeichnen. Hier sollen möglichst viele Menschen zu Wort kommen, die die Demo erlebt haben.

"Ich war nur kurz im Kessel und bin herausgekommen, bevor die Demo losgegangen ist", schildert eine Aktivistin der Sozialistischen Jugend. Ihr Name ist politwatch bekannt. Dass sie rauskam, war Zufall. "Die SJ hatte einen Treffpunkt weiter unten auf der Mariahilfer Straße vereinbart, bei LaStafa. Dort bin ich hingegangen." Sie zeigt sich irritiert, dass die Demo von Beginn an abgeriegelt war. "Das war nicht meine erste illegale Demo. Allerdings habe ich noch nie erlebt, dass es von Anfang einen Polizeikessel gegeben hat." Auch aus ihrer Sicht ein Hinweis, dass es der Polizei nicht darum ging, die Demonstration aufzulösen. Die junge Frau hat Festnahmen gefilmt. Die Bilder zeigen, dass die Beamten nicht sonderlich einfühlsam vorgingen. Direkte Hinweise auf Gewalt über das erlaubte Maß hinaus liefert das Video nicht.

Ich war auf der Demo, wollte die Demo aber schon bald verlassen und zum Straßenfest - keine Chance, weil nur vereinzelt Leute raus gelassen wurden!!! Eine Polizistin erklärte uns lachend: "Ausgang Stumpergasse unter Aufnahme der Personalien, aber das wird bis in die Nacht dauern." Schon komisch, wenn wir zunächst gegen unseren Willen festgehalten und dann dafür bestraft werden, dass wir nicht gingen! Zudem: absolute Gewaltbereitschaft der PolizsitInnen., wird eine Userin auf indymedia.org zitiert.

Ein anderer User dort: Brauch keine Gegendarstellung. Wohne in der Nähe und die Bullen haben mich nicht zu meiner Wohnung gelassen. Die berauben unschuldige Menschen stundenlang ihrer Freiheit (das ist ein Fortgehgebiet dort und alle die zufällig in den Lokalen waren durften diese über Stunden nicht verlassen oder wurden ohne jeden Anlass angezeigt).

Ähnlich schildert es Daniel Weber auf seinem Blog. Nachdem ich mit meiner Fotografiererei fertig war (die wenigen, Flaschen und Böllerwerfenden, gewaltprovozierenden, nun ja, „Kids“ hatten sich demaskiert und konnten so unerkannt in der Menge untertauchen, und die anfänglich übermotivierten WEGA Beamten zogen ab, bzw. den Kessel enger) stand ich etwas mehr als eine Stunde in der Schlange um mir meine Anzeige abzuholen. Der Polizist der meine Daten aufnahm wurde etwas grantig als ich ihm freundlich "noch einen schönen Abend" wünschte. Das war gar nicht sarkastisch gemeint, ich war einfach froh, doch noch rausgekommen zu sein. Die Beamten selbst waren zwischen "gelangweilt amüsiert" bis "verbal aggressiv" zu den eingekesselten, wartenden Demonstranten. Zuvor wurden immer wieder Einzelpersonen brutal aus der Menge hinter die Polizeiabsperrungen gezogen. In meiner näheren Umgebung wurde eine junge Frau durch Pfefferspray verletzt. Eine Slideshow mit seinen Fotos dokumentiert das Geschehen. Ich habe übrigens das Titelbild meiner Geschichte dieser Show entnommen.

Es traf etliche Unbeteiligte. obwohl ich nur als tatsaechlich unbeteiligte meine tiefkuehlerbsen heimtragen wollte, die mariahilferstrasse aber waehrend meines einkaufs leider abgesperrt wurde. ueber eine stunde musste ich die voellig kooperationswilligen, quasi tauben beamten anbetteln, mich nach hause zu lassen, damit mein haus nicht niederbrennt, weil ich eine hendlsuppe am herd hatte. sowas nenne ich freiheitsberaubung. nebenbei haetten mich die polizisten 25 minuten zuvor schon warnen koennen, als ich am hinweg ihre sperren noch durchschreiten durfte. sie hatten es ganz offensichtlich darauf angelegt, moeglichst viele menschen - egal ob passanten oder demonstrierende - in diesem kessel einzufangen und danach drauf los zu pruegeln! Ein User schildert: wollte mein Rad abholen, vollbepackt mit 2 großen Typen vom Eybl, das ich um ca. 18.00 höhe Jackwolfskin store abgesperrt habe. Wurde um ca. 1900 "hereingelassen", ohne Hinweise auf eine Sperrung oder sonst etwas, kam erst 2 h später heraus. Sämtliche Erklärungsversuche waren aussichtslos (sogar bei jenem Polizisten, der mich hereinließ - "was stehen sie da jetzt so rum"). Der Ausgang bei der Stumpergasse mit dem Rad hoffnungslos. Nach langem Sudern bei einem in der Absperrung stehenden Polizisten, mit dem Wunsch, meine Daten aufzunehmen (die Anzeige hätte ich gerne bekommen), Eybl Rechnung vorzeigen nützte ebenfalls nicht s "na sicher, der Eybl ist aber a bissl wo anders", zufällig entdeckt und mich hinter die Absperrung gebracht. Endlich!

Diese Collage liefert Hinweise auf Polizeigewalt. Der User ist politwatch nicht namentlich bekannt. Man beachte die Szene am Ende. Eine Jugendliche weint und wird von zwei deutlich größeren Polizisten zumindest kurzfristig festgenommen. Es ist ein 15-jähriges Mädchen, das Pfefferspray in die Augen bekommen hat, wie eine Augenzeuging gegenüber Politwatch sagt. Sie hat das Mädchen und eine Freundin, die ebenfalls verletzt wurde, ins Spital begleitet. Die Polizisten erwecken eher den Eindruck als würden sie das Mädchen abführen als dass eine Verletzte zum Krankenwagen bringen.
Man beachte auch, dass ein Polizist ganz offensichtlich einen Bürger davon abhalten will, einen öffentlichen Polizeieinsatz zu filmen. Unabhängig davon ob der Betroffene einen Presseausweis hat, scheint das ein klarer Verstoß gegen die Pressefreiheit zu sein. Spekulationen, warum die Polizei etwas dagegen hat, dass die Einsätze transparent und nachvollziehbar sind, sind angesichts der nächsten Stellungnahmen angebracht.

Zwei weitere Aussagen auf indymedia.org: also... um ca. dreiviertel 7 begann der Schwarze Block auf die Blockade in der Mariahilferstraße zuzugehen, doch ca. 20m vor den Barrikaden kamen WEGA-Beamte, die uns wegdrückten und auf die ersten Reihen mit knüppeln einschlugen. Wir zogen uns zurück und versuchten es ein paar Minuten später noch einmal. Diesmal wurden wir von einer Horde Beamter zurückgejagt. Der Block wollte sich umdrehen, doch die erste Reihe wurde mitsamt Banner von ca. 10 Beamten weggerissen, an eine Mauer gedrückt und niedergeknüppelt. Nachdem der Block zerstreut war, wurde die Demo aufgelöst. Die meisten Demonstranten wollten sich zu einem legalen Straßenfest begeben, doch die Polizei blockierte sämtliche Auswege, es war unmöglich den Platz zu verlassen. Mehrmals wurde in den ca. 2 Stunden, in denen wir eingekesselt waren, auf Demonstranten eingeschlagen. Wir hatten keine WCs, kein Wasser und kein Essen im Kessel und mehrmals versuchten wir mit Beamten zu reden, doch die reagierten entw. gar nicht, unfreundlich oder wurden aggresiv.

Auch wenn viele Aussagen im Einzelfall nicht überprüfbar sind, sind sie in Summe glaubwürdig genug. Unterfüttert wird das durch die Schilderungen von Martin Juen, der als Reporter eine Spontandemo am Schwedenplatz begleitete. Bis jetzt war ich so naiv zu glauben, daß ich mit Presseausweis und einer Jacke auf der groß "PRESS" zu lesen ist vor Übergriffen der Polizei sicher wäre. Bin an besagter Demonstration durch ein paar WEGA Polizisten eines besseren belehrt worden - beim Fotografieren eines Übergriffs auf einen Demonstranten wurde ich von einigen WEGA-Beamten gepackt und bevor ich es so richtig wußte lag ich am Boden - ob meine Objektive, die ich dabei hatte alle noch funktionieren wird sich zeigen.... Das schreibt er als Kommentar auf seiner Fotoshow.

Einen brauchbaren Überblick bietet dieses Video.


Politwatch wäre für weitere Schilderungen dankbar, am besten mit Kontaktmöglichkeit über Twitter (ChrisBaumgarten) oder Facebook. Mindestens ebenso wichtig ist es, relevante Infos und Erfahrungen an den grünen Nationalratsabgeordneten Karl Öllinger zu schicken. Er ist erreichbar unter karl.oellinger@gruene.at
erika mock (Gast) - 31. Jan, 15:18

die einen nazis feiern die anderen prügeln

bernhard redl (Gast) - 31. Jan, 16:38

was mich wundert: ich hab nirgendswo gelesen, mit welcher begründung die demo untersagt worden war. daß man sie nicht bis zur hofburg zuläßt, war ja klar und rechtlich natürlich argumentierbar, aber die ecke mahü/stumper ist 2 mehr als km von der hofburg entfernt...

iconoclast (Gast) - 31. Jan, 18:24

Hätte man die Demonstranten nicht wie Terroristen behandelt, wäre es meiner Meinung nach eine friedliche Demo geblieben.

Ehgartner (Gast) - 31. Jan, 19:24

Finde es absolut in Ordnung, dass man wichtige Persönlichkeiten vor eher weniger Wichtigen schützt. Das ist überall so. Das hat überhaupt nichts mit politischer Einstellung zu tun. In der Hofburg befinden sich hohe Repräsentanten der Wirtschaft, Politik und Bildung, und draussen ein paar arbeitslose Berufsdemonstrierer. Das einzige was auffällt, dass sich die Nationalen lieber im noblen Kreise aufhalten, als sich auf der Straße mit der Exekutive zu prügeln.

Christoph Baumgarten - 31. Jan, 19:30

Vollkommener Unsinn. Die meisten "arbeitslosen Berufsdemonstranten" sind SchülerInnen oder studieren und setzen sich für Demokratie ein. Ich selber bin berufstätig, zahlreiche andere, die ich auf der Demo getroffen habe, auch. Wir zahlen die Steuern, von denen zweifelhafte Gestalten wie die "hohen Repräsentanten" leben bzw. subventioniert werden. Und welche "Bildungs"-Repräsentanten dort gewesen sein sollen, ist mir aufgrund der notorischen Bildungsmängel der Burschenschafter in punkto Sprache und Geschichte unklar.

Ehgartner (Gast) - 31. Jan, 19:38

Dann relativiere ich meine Aussage: Es waren keine arbeitslosen Berufsdemonstrierer, aber trotzdem keine wichtigen oder einflussreichen Menschen. Diese hätten nämlich eine andere Reaktion gezeigt. Warum mieten sich die Leute nicht die Hofburg und veranstalten ein Ball im Sinne "No WKR Ball"? Eben... weil sie das Geld dafür nicht haben und viel zu unorganisiert sind. Sie kommen gegen eine rein akademisch besetzte Schicht nie an!! Die würde nie in der Kälte gegen einen "No Wkr-Ball" demonstrieren sondern sich hinter die Schreibtische setzten und Geschäfte machen.

www.erstaunlich.at (Gast) - 31. Jan, 20:01

Irgendwo ist der Wurm drin!
Immerhin sitzen die Sozialdemokraten als größerer Koalitionspartner in der Regierung. Die Stadtregierung von Wien ist sozialdemokratisch. Also wäre es angebracht, dass die demonstrierenden Sozialdemokraten die Herren Faymann und Häupl befragen, wie es überhaupt dazu kommen kann, dass sich Burschenschafter in der Hofburg tummeln können und von der Polizei beschützt werden.

Beatrix Karl (Gast) - 31. Jan, 20:20

@erstaunlich
Der Grund warum sich die SPÖ nicht einmischt ist ein Einfacher: Sie verliert von Tag zu Tag massenhaft Wähler und will sich sicherlich nicht mit Berufsdemonstranten auf eine Stufe stellen. Linke Gutmenschen, die vermummt auf der Straße straffällig werden, interessieren niemanden. Außer vielleicht den Staatsanwalt. Gott sei Dank, dass die Polizei rechtschaffende Bürger schützt.

Christoph Baumgarten - 31. Jan, 20:25

@Stauni: Wie wär's mit der Burghauptmannschaft und dem Innenministerium? Die sind zuständig.
@"Beatrix Karl": Welche rechtschaffenen Bürger sollen denn an diesem Abend bitte beschützt worden sein?

Christoph Baumgarten - 31. Jan, 20:27

@Ehgartner: Aha. Also aus deiner Sicht gibt es wichtige Menschen und es gibt Demokraten. Wunderbar. Geht mittelschwer ins faschistoide, die Weltvorstellung, aber bitte.
Nebenbei ist zu hoffen, dass Leute wie Martin Graf und Co eher keine allzugroßen Geschäfte machen. Was in seiner Zeit in Seibersdorf an Schaden für die Öffentlichkeit entstanden ist, können die NoWKR-Demos in 100 Jahren nicht anrichten.

Ehgartner (Gast) - 31. Jan, 20:51

@Baumgarten
Die linken Demos sind das letzte Aufflackern eine ausgegrenzten Gruppe. Euch nimmt niemand mehr ernst, daher werdet ihr auch nicht beschützt. Eure Aktionen kommen dem Umstellen der Liegestühle auf der Titanic gleich. Ihr ergreift nur oberflächliche Maßnahmen. Das Projekt "Chaotenland geführt von Links" ist dem Untergang geweiht. An eurer Stelle würde ich etwas mehr lernen und sich dann wählen lassen, damit ihr auf equaler Ebene etwas unternehmen könnt. Aber es ist sicherlich auch "lässig" eingekifft abzuchillen. Eigentlich tut ihr mir leid.

Bibapölz (Gast) - 31. Jan, 20:53

@Baumgarten:
Alles was nicht eigene (linke) Meinung ist wird verbal und nonverbal bekämpft. Auch der schwarze Block (siehe ganz oben) wird in SUmme als gewaltfrei hingestellt. Wie wäre es, einmal eine andere Meinung einfach zu akzeptieren (heißt noch lange nicht sie gut zu heißen). Oder anders, wie wäre es, wenn die Rechten mit den selben Gewaltaktionen gegen Linke vorgehen würden? Das ist der wahre Faschismus - diesmal von links, aber da ist er immer gefährlicher, schließlich hießen die von 38-45 N.-sozialisten.
@Ehgartner: Bert?

Christoph Baumgarten - 31. Jan, 21:00

Biba: Die rechten Gewalttaten gegen links gibt es dauernd. Wurde selbst zweimal Opfer von sowas und kenn einige andere Leute, die attackiert, geschlagen und bedroht worden sind.
Wieso soll ich Intoleranz, Rassismus, Antisemitismus und Sexismus akzeptieren und mich grundsätzlich als psychisch krank etc. darstellen lassen, wie es die Burschis dauernd tun? Das hat mit anderer Meinung nix zu tun.
Also, entweder setzt du dich mit der Realität auseinander oder schleichst dich mit deiner verleumderischen Larmoyanz.

Ehgartner (Gast) - 31. Jan, 21:10

@Baumgartner
Das glaubst ja selbst nicht, dass dich ein angehender Akademiker geschlagen hat. Der wird sich sicherlich nicht seine Zukunft verbauen, und sich mit dir die Finger schmutzig machen. Der wartet ab, und kündigt dann einfach Leute wie du es sind. Weil er wird ja Chef nicht Schof!!!

Christoph Baumgarten - 31. Jan, 21:18

@Ehgartner: Deine Fascho-Töne nerven langsam.

Ehgartner (Gast) - 31. Jan, 21:21

Ja, wenn man die Wahrheit nicht verträgt.....

Christoph Baumgarten - 31. Jan, 21:30

Deine kranken Fantasien haben mit der Realität in etwa so viel zu tun wie das Meer mit der Wüste oder Bumsti Strache mit Kompetenz.

Bibapölz (Gast) - 31. Jan, 21:34

@Baumi:
Wenn du dich im Ton vergreifst ist das dein Ding. Es zeigt nur, dass dir die Argumente ausgehen bei deiner Intoleranz.
Das Problem daran ist, dass es der ganzen linken Partie so geht. Denn schließlich war alles eine NICHT genehmigte Demo = illegal. Da hilft auch der Öllinger nicht, der mehr als 8000,- EUR im Monat kassiert und dann bei illegalen Demos dabei ist statt zu arbeiten.
Und jetzt kannst dich wieder im Ton vergreifen...

Ehgartner (Gast) - 31. Jan, 21:38

la la la .. armer mann, wenn du glaubst irgendwas ändern zu können, dann tust du mir leid. Ihr seid geschichte und jetzt kommt schwarz-blau und dann schnall dich an.....

Bibapölz (Gast) - 31. Jan, 21:41

ich glaub eher blau-rot. aber da glaubt jeder was anderes.

Tiranda (Gast) - 31. Jan, 21:45

@Ehgartner
*ironie ein *Vorurteile und Pauschalierungen sind aber gar nicht Ihre Sache, gell.. Dazu sind Sie doch einfach zu klug, nicht? *ironie aus*
Ich bin froh, wenn Jugendliche nicht nur angepasst in unsere immer kälter werdende Gesellschaft hineinwachsen. Die Geschichte zeigt, nur wenn Leute aufstanden und Missstände aufzeigten, entwickelte sich etwas zum Positiven weiter. Ich bin nicht mehr jung, halte aber zu denen, die Herz und Hirn auch mal für Gesellschaftsphänomene einschalten und nicht nur mit sich selbst beschäftigt sind und nur ihren materiellen Gewinn im Kopf haben.
Diese Leute "da oben" sind nicht automatisch "mehr" als die anonyme Masse. Oftmals ganz im Gegenteil, Menschlichkeit hat nichts mit äußeren Erfolgen zu tun. Außerdem, sie wurden vielleicht gar nicht durch ihr Studium mächtig und reich, da brauchts in vielen Sparten schon mehr und das muss nicht immer sauber zugegangen sein.
Da stehe ich schon eher zu den Jungen, die noch nicht ihre Ideale verloren haben! Toll, dass es solche gibt!

KööBesucher (Gast) - 31. Jan, 21:58

Danke Christoph. Der Burghauptmann beherbergt Kriminelle und die österreichische Exekutive schützt solch strafrechtlich relevanter Handlung schuldiger Personen- dies unter massiver Beschneidung ziviler, in hartem Kampf erworbener, Rechte wobei dies perfide in selbem Atemzug als Begründung vorgeschoben wird: (Versammlungs) freiheit... ES IST EIN VERFASSUNGSRECHT ZU DEMONSTRIEREN - WIENER POLIZISTEN.... etc.

El Dresch (Gast) - 31. Jan, 22:22

Meine Damen und Herren ich bin maßlos enttäuscht von unseren Land !!! Da feiern Leute oder wie hier ein paar meinen ,Repräsentanten der Wirtschaft, Politik und Bildung(noch trauriger ) mit einer politischen Ideologie ,die vor 70 jahren Millonen Menschen getötet hat , und dann werden Menschen die gegen sowas demonstrieren ,willkürlich von der Polizei verdroschen !!!! Ich meine : "Gehts noch " wo kommen wir denn da hin und die medien haben nix besseres zu tun als den demonstranten den schwazen peter zu zuschieben! obwohl de polizei bewusst de eskalation gesucht hat !!!!! Es is soweit ich emigriere in ein anderes land ,wegen der politischen lage in unseren land !!! ja leute ich habe angst vor dem was uns bevorsteht,wenn da so weiter geht !!!

www.erstaunlich.at (Gast) - 31. Jan, 23:29

Hallo Christoph
ZITAT
Stauni: Wie wärs mit der Burghauptmannschaft und dem Innenministerium? Die sind zuständig. ZITAT ENDE
Dann wärs ja noch einfacher, wenn die Sozialdemokraten den Hausherrn, also den sozialdemokratischen Bundespräsident Dr. Fischer nach diesen Umständen zu fragen, warum er kein Machtwort spricht. Und bitte Christoph, erkläre mir jetzt nicht, Dr. Fischer gehöre nicht der SPÖ an.
Und was das Innenministerium betrifft, sitzt dort zwar eine schwarze Ministerin, allerdings sollte der Kanzler Faymann, doch Chef der Regierung sein. Noch eine naive Frage. Warum spricht Herr Faymann kein Machtwort.
Nun ich vermute weil auch der SPÖ zum Machterhalt und Sicherung ihrer Pfründe fast jedes Mittel recht ist, also auch Packeleien mit der rechten Fraktion. Das sollte man vielleicht auch den Demonstranten mitteilen, bevor sie von der Wega auf den Kopf bekommen.

Christoph Baumgarten - 31. Jan, 23:50

Machtwörter, ach Machtwörter. Der Burghauptmann ist gegenüber dem BP nicht weisungsgebunden, nebenbei ist auch nicht die gesamte Hofburg Amtssitz des Bundespräsidenten. Tatsächlich ist es nur ein sehr kleiner Teil. Und Werner Faymann ist gegenüber der Innenministerin nicht weisungsberechtigt. Ist leider so.

www.erstaunlich.at (Gast) - 31. Jan, 23:57

Schwache Antwort werter Christoph. Tut weh wenn man als Sozialdemokrat erkennen muß, dass die GROSSKOPFERTEN in den eigenen Reihen auch nicht besser sind als die Konkurrenz.

Aber ich gebe mir die Antwort nochmals selbst
Nun ich vermute weil auch der SPÖ zum Machterhalt und Sicherung ihrer Pfründe fast jedes Mittel recht ist, also auch Packeleien mit der rechten Fraktion. Das sollte man vielleicht auch den Demonstranten mitteilen, bevor sie von der Wega auf den Kopf bekommen.

Über diese Worte solltest Du vielleicht einmal nachdenken.
Trotzdem noch einen schönen Abend
Erich Reder

ena (Gast) - 1. Feb, 10:14

@el drescher... Ich komm mit... es hat keinen Sinn in so einem Land zu Leben!

leckse (Gast) - 1. Feb, 13:40

@Bibapölz
Und während Öllinger verwerflicherweise auf einer Demo unterwegs ist, geht Martin Graf (mit 13.873 EUR Gehalt) auf dem WKR-Ball seiner parlamentarischen Arbeit nach. Selten so gelacht ;)

Christoph Baumgarten - 1. Feb, 13:55

Erich:
Was forderst jetzt? Dass sich der Faymann über die Bundesverfassung hinwegsetzt und der Fekter einen Auftrag gibt, den er ihr nicht geben darf?

marion (Gast) - 1. Feb, 15:19

Erstmal: Lasst euch von den Nazi-Kommentaren nicht verwirren. Das ist nur ein gutes Zeichen, der Artikel wird gelesen ;-)
Und dass die Faschos genügend Zeit haben wissen wir ja (entweder gar keine Arbeit oder in irendeinem Effen Büro rumgammeln schaffft halt einiges an Freizeit).
Meiner Meinung nach liegt der Ball an der SPÖ. Sie muss sich ganz klar gegen die FPÖ und ihren Rechtsextremismus stellen. Ohne wenn und aber.
Kein "aber die sorgen der menschen muss man ernst nehmen .."blabala mehr...
RassistInnen muss man überzeugen, dass ihre Ängste blödsinn sind. Ihnen eine alternative geben. Arbeit schaffen. BIldungsmöglichkeiten schaffen usw..
Eignelich Grundthemen der Sozialdemokratie.
So Situationen wie am Freitag dürfen bei einer starken Sozialdemokratie im "roten" Wien nicht vorkommen. man muss einen unterschied merken, ob häupl oder strache wien regiert...
die deeskalation in wien bei demos die letzen jahre war gut und richtig- wenn das aufgeben wird, wird auch ein großes stück sozialer frieden verloren gehen und demos regelmäßig eskalieren (sieht man ja in anderen ländern zur genüge). die spö hat es in der hand!

Türli (Gast) - 1. Feb, 15:51

"Finde es absolut in Ordnung, dass man wichtige Persönlichkeiten vor eher weniger Wichtigen schützt. Das ist überall so. Das hat überhaupt nichts mit politischer Einstellung zu tun. In der Hofburg befinden sich hohe Repräsentanten der Wirtschaft, Politik und Bildung, und draussen ein paar arbeitslose Berufsdemonstrierer. Das einzige was auffällt, dass sich die Nationalen lieber im noblen Kreise aufhalten, als sich auf der Straße mit der Exekutive zu prügeln."

Sorry, aber gehts noch?? arbeitslose Berufsdemonstranten?? Danke für das Klischee.. von dem Her wirst du abslut keine Ahnung von irgendwas haben.. linke sind also prinzipiell arbeitslos und asozial und gehören bekämpft und Faschisten muss man beschützen?! Scheißegal ob Politiker, Lehrer, Anwalt etc. waren in der Hofburg wohl nur rechte Menschen und so etwas kann man nicht einfach toleriern!Das sich die Mehrheit der Menschen in Österreich sowieso NULL damit beschäftigt was passiert is eh klar, aber es dann gut zu finden wenn ein kleiner Teil der Bevölkerung ,der mit aller Kraft versucht einen weiteren großen Ausbruch des Faschismus zu verhindert, von der Polizei verprügelt,verhaftet und Menschen unwürdig behandelt wird, das zeugt bei mir nur von absoluter Dummheit und Engstirnigkeit!

Was am Freitag los war ,war echt unter aller Sau und von vornherein so geplant alle auf der Demo fertig zu machen und wenn möglich alle zu verhaften!Aggresivität von Polizei Seite her ab dem ersten Moment auf 100%!

Gott sei Dank gibt es noch genug Menschen die nicht schon alles vergessen haben was vor noch gar nicht allzu langer Zeit hier passiert ist und dagegen antreten! Für alle anderen gilt wohl, grabts euch a gruabn und vasteckts eich..ka Mensch braucht euch!!

schwarzweissrot (Gast) - 1. Feb, 16:06

endlich mal habts das bekommen was verdients, ihr linkes gsindel. wäre aber noch schöner zu lesen gewesen wenn die bullen die wasserwerfer auch eingesetzt hätten!!!

MOBblack (Gast) - 1. Feb, 16:38

@Schwarzweissrot
Ihr Rechte Schweine habt Glück gehabt. Wir waren alle bewaffnet. Hätte uns die Polizei mehr Raum gegeben, wäre Blut geflosen. Das nächste mal erwischen wir ein paar Rechte und ein paar Zivilisten. Die sollens auch noch lernen. Scheiss Bürgertum= Es lebe der linke MOB. (bewaffnet, betrunken, bereit das land zu führen)

ZivilistIn (Gast) - 1. Feb, 17:17

@Ehgartner & @schwarzweissrot
Mich würd ja mal interessieren wieso alle die GEGEN RECHTS sind sofort LINKS sein müssen? Darf ich denn keine eigene, politisch unabhängige Meinung haben??
@MOBBLACK
Was sollen die Zivilisten lernen - den Linken das Demonstrieren zu überlassen? Wennst dich prügeln willst, geh auf welche los, die sich auch prügeln wollen, da gibts eh genug, aber lass doch die Zivilisten in Ruh ^^

MoniqueChantalHuber - 1. Feb, 18:51

@MOBBLACK
selten so einen zivilisierten, erwachsenen, geistreichen, ungemein produktiven und differenzierten kommentar gelesen. (muss ich den begriff ironie seperat erläutern?)

leckse (Gast) - 1. Feb, 19:27

Ein rechter Agent Provocateur. Das Wording ist eigentlich ziemlich entlarvend.

Christoph Baumgarten - 1. Feb, 19:29

Ich vermute eher einen Mit-Demonstranten, den die dauernde Unterstellung der Gewalttätigkeit langsam nervt. Da hat er's wohl übertrieben.

einladung (Gast) - 2. Feb, 16:59

NR Abg. Daniela Musiol - NR Abg. Karl Öllinger - NR Abg. Albert Steinhauser
NR Abg. Harald Walser - NR Abg. Wolfgang Zinggl

Demonstration gegen WKR-Ball

Verbot – Nachbereitung

E I N L A D U N G

Das Verbot der Demonstration gegen den rechtsextremistischen WKR-Ball und vor allem das Vorgehen der Polizei werfen viele Fragen auf und machen ein koordiniertes Handeln der Betroffenen notwendig.

Die Grünen werden gegen das Verbot der Demonstration in Berufung gehen und auch darüber hinaus rechtliche Schritte zur juristischen Aufarbeitung des polizeilichen Kurzzeit-Anhaltelagers Christian-Broda-Platz setzen.

Weil es nach unseren gemeinsamen Erfahrungen vom 29. Jänner…

…sehr viel zu reden..
…und noch viel mehr Information weiterzugeben gilt,…

laden wir euch ein,…

am 8. Februar 2010

ab 17 Uhr
in das Grüne Haus

Lindengasse 40

1070 Wien

zu kommen.

Es gibt dort die Möglichkeit, mit Abgeordneten, anderen Kesselbetroffenen und mit JuristInnen ins Gespräch zu kommen.

Zu eurer Information werden wir vorbereiten:

· Welche Folgen hat die Anzeige am 29. Jänner 2010?
· Was soll ich tun, wenn ich eine Strafverfügung erhalte?
· Welche weiteren rechtlichen Möglichkeiten habe ich (Maßnahmenbeschwerde, strafrechtliche Anzeigen,…)?
· Was soll ich beim Verfassen eines Gedachtnisprotokolls unbedingt berücksichtigen?

Liebe Grüße,

Daniela Musiol - Karl Öllinger - Albert Steinhauser - Harald Walser - Wolfgang Zinggl

Christoph Baumgarten - 2. Feb, 19:14

Ich danke Euch für das Angebot. Ich werde selber schauen, dass ich hinkomme und hoffe, dass viele dieser Einladung folgen werden.

Na Servas (Gast) - 26. Mrz, 14:00

Man stelle sich mal vor, man wohnt auf der Mariahilferstrasse: Unter Tags wird man von Punkern, Trickbetrügern und der Bettelmafia belästigt, am Abend wird lautstark gegen irgendwas demonstriert. Heute brüllen die Damen auf der Strasse herum, morgen regen sie sich auf, dass ihr Kind nicht schlafen kann, wenn der Nachbar am Sonntag sein Schnitzel klopft.
Von der Polizei halte ich leider auch nicht viel, aber wenn man Feuerwerkskörper und andere Gegenstände nach ihnen schmeißt, wird man nicht auf Verständnis stoßen, oder? Für mich wäre das jedenfalls der optimale Zeitpunkt, eine Demonstration zu verlassen. Es ist ja schon intelligent genug, wenn sich Fußballfans verprügeln, aber die Hand gegen die Polizei zu erheben ist doch etwas gewagt.
Ich empfehle den Grünen im Grünen zu demonstrieren. Da kann man Ziegelsteine herumwerfen ohne Sachen zu beschädigen, herumbrüllen ohne Anrainer zu belästigen und zum prügeln findet sich bestimmt jemand.
Wenn ich sowas sehe, geniere ich mich ein Student zu sein!

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Mein Name ist Christoph Baumgarten und bin seit mehr als einem Jahrzehnt im Journalismus. Dieser Blog soll meine Sicht auf die politischen Entwicklungen in Österreich wiedergeben. Wobei im Moment der Ausdruck Zustand angebrachter wäre, wenn man an die heimische Politik denkt. Politwatch zeigt gerne vergessene Zusammenhänge auf und soll den Menschen eine Stimme geben, die auch angesichts der zunehmenden geistigen Verwahrlosung in diesem Land ihre fünf Sinne zusammen haben und nicht vergessen haben, was bei Politik im Mittelpunkt stehen sollte: Der Mensch mit seinen Bedürfnissen. Ein Hinweis für InhaberInnen eines Accounts auf twoday.net: Es gibt einen e-mail-Abodienst für neue Beiträge und Kommentare.

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