Professionelle Unschuldsvermuter
Die Konten von Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser werden doch geöffnet. Das hat das Nachrichtenmagazin profil recherchiert. Ein Funke Rechtsstaat? Mal schauen.
Für den unschuldigsten Finanzminister aller Zeiten ist es "ein Skandal", dass bekannt wurde, dass seine Konten geöffnet werden. Viele Menschen sahen es als Skandal, dass das nicht schon zu Jahresbeginn geschah. Man könnte an dieser Stelle über unterschiedliche Interessenslagen philosophieren, die zu unterschiedlichen Einschätzungen ein- und derselben Situation führen. Bei Grasser, diesem Naturgewalt gleichen politischen Phänomen, erscheint das müßig.
Die Massen haben sich immer schon geirrt. Als sie über die niedrigen Privatisierungserlöse raunzten. Über die hohen Steuern fluchten. Nicht einsahen, dass überhaupt etwas verscherbelt werden musste. Und jetzt wollen sie auch noch wissen, an wen und warum - und ob er, der Supersaubere, vielleicht alles mit rechten Dingen zugehen ließ.
Vor lauter Unschuld vermuten kommt man zu sonst kaum etwas.
Überhaupt, die Journalisten. Besonders die vom profil, das exklusiv berichtete, dass die Konten des größten Finanzministers aller Zeiten geöffnet werden. Undankbar, wirklich. Und lernunwillig. Unfähig, zu verstehen, was man an Karl-Heinz Grasser hatte. Und eigentlich noch hat. Obwohl man jetzt noch weniger weiß als vorher, was er macht und welchen sozialen Nutzen das hat. Andererseits: Welch Unfug, solch eine Frage in Zusammenhang mit Grasser überhaupt zu stellen. Beim Supersauberen hat doch niemand das Recht dazu!
Wiewohl: Auch ein Grasser kann mal irren. Er tut den Journalistinnen und Journalisten bei profil schwer Unrecht. Seitdem der BUWOG-Skandal bekannt wurde, sind die gewissermaßen professionelle Unschuldsvermuter geworden. Das ist, mit Verlaub gesagt, zu einer tagesfüllenden Tätigkeit geworden. Vor lauter Unschuld vermuten kommt man zu sonst kaum etwas.
Und ganz zufällig fällt mir da ein nettes Wienerlied von Christoph und Lollo ein. Was freie Assoziation so alles bewirken kann. Ähnlichkeiten mit bekannten Persönlichkeiten sind natürlich rein zufällig.
Für den unschuldigsten Finanzminister aller Zeiten ist es "ein Skandal", dass bekannt wurde, dass seine Konten geöffnet werden. Viele Menschen sahen es als Skandal, dass das nicht schon zu Jahresbeginn geschah. Man könnte an dieser Stelle über unterschiedliche Interessenslagen philosophieren, die zu unterschiedlichen Einschätzungen ein- und derselben Situation führen. Bei Grasser, diesem Naturgewalt gleichen politischen Phänomen, erscheint das müßig.
Die Massen haben sich immer schon geirrt. Als sie über die niedrigen Privatisierungserlöse raunzten. Über die hohen Steuern fluchten. Nicht einsahen, dass überhaupt etwas verscherbelt werden musste. Und jetzt wollen sie auch noch wissen, an wen und warum - und ob er, der Supersaubere, vielleicht alles mit rechten Dingen zugehen ließ.
Vor lauter Unschuld vermuten kommt man zu sonst kaum etwas.
Überhaupt, die Journalisten. Besonders die vom profil, das exklusiv berichtete, dass die Konten des größten Finanzministers aller Zeiten geöffnet werden. Undankbar, wirklich. Und lernunwillig. Unfähig, zu verstehen, was man an Karl-Heinz Grasser hatte. Und eigentlich noch hat. Obwohl man jetzt noch weniger weiß als vorher, was er macht und welchen sozialen Nutzen das hat. Andererseits: Welch Unfug, solch eine Frage in Zusammenhang mit Grasser überhaupt zu stellen. Beim Supersauberen hat doch niemand das Recht dazu!
Wiewohl: Auch ein Grasser kann mal irren. Er tut den Journalistinnen und Journalisten bei profil schwer Unrecht. Seitdem der BUWOG-Skandal bekannt wurde, sind die gewissermaßen professionelle Unschuldsvermuter geworden. Das ist, mit Verlaub gesagt, zu einer tagesfüllenden Tätigkeit geworden. Vor lauter Unschuld vermuten kommt man zu sonst kaum etwas.
Und ganz zufällig fällt mir da ein nettes Wienerlied von Christoph und Lollo ein. Was freie Assoziation so alles bewirken kann. Ähnlichkeiten mit bekannten Persönlichkeiten sind natürlich rein zufällig.
Christoph Baumgarten - 13. Sep, 20:01


