Muttersöhnchen oder Falschmelder?

Tut er, oder tut er nicht? Laut Wählerevidenz für die Wiener Gemeinderatswahlen wohnt Wiens selbsternanntester aller Bürgermeisterkandidaten, Bumsti Strache, immer noch bei seiner Mutter.

Die Adresse in Erdberg ist politwatch bekannt und deckt sich nicht mit der (angeblichen) Wohnadresse Straches im ersten Wiener Gemeindebezirk, ganz in der Nähe seines Stammlokals. Was zwei Möglichkeiten aufwirft. Strache wohnt seit der Scheidung wieder bei der Mutter. Was für einen Menschen, der derart einen auf Macho macht, peinlich ist. Wiens selbsternanntester aller Bürgermeisterkandidaten als Muttersöhnchen. Zumal er sich für sein Gehalt - für welche Leistung er das bekommt, ist eine andere Frage - eine ordentliche Bleibe leisten könnte.

Oder er ist ein Falschmelder. Den Meldezettel falsch auszufüllen - sei es mit falschem Geburtsdatum oder mit einem falschen Hauptwohnsitz - ist offiziell nur ein Verwaltungsvergehen. Inoffiziell gilt es als eines der schlimmsten Delikte, das irgendjemand der Republik überhaupt antun kann, als subversiver Akt schlechthin.

Die FPÖ hat Anfragen von politwatch, ob Strache seinen Hauptwohnsitz bei seiner Mutter hat, bislang unbeantworter gelassen.

Straches Probleme mit der Justiz
Und Bumsti Strache hat's ohnehin schon mit der Justiz. Er wird der falschen Zeugenaussage verdächtigt. Der Nationalrat liefert ihn - gemeinsam mit einem aktuellen und einem ehemaligen Parteikollegen - der Justiz aus. Anständige und Ehrliche unter sich, ist man versucht zu sagen.

Strache muss man zugute halten: Dass er gehört zu haben glaubt, dass ein über alle Zweifel erhabener ORF-Redakteur Skinheads, die nicht zum ersten Mal bei einer Strache-Veranstaltung waren, zur Wiederbetätigung aufgefordert hat, beweist nicht, dass er lügt. Auch wenn geklärt ist, dass der ORF-Redakteur nicht getan hat, was Strache ihm vorwirft. Strache könnte Stimmen gehört haben. Mit einem angeblichen Messerattentat auf ihn ist es ja angeblich auch nicht so weit her. Und einen Menschen der Lüge zu zeihen, bedeutet ja explizit, dass dieser Mensch weiß, was er sagt.
Anonym (Gast) - 21. Sep, 19:11

Evtl. geht es auch um "Erbrecht"

Lebt die Mutter HCs evtl. in einer Gemeindewohnung, und bleibt HC deshalb dort gemeldet, damit er im Fall des Falles die Wohnung "erben" kann?

Erich Reder (Gast) - 21. Sep, 20:56

CSI Baumgarten

ZITAT:
Oder er ist ein Falschmelder. Den Meldezettel falsch auszufüllen - sei es mit falschem Geburtsdatum oder mit einem falschen Hauptwohnsitz - ist offiziell nur ein Verwaltungsvergehen. Inoffiziell gilt es als eines der schlimmsten Delikte, das irgendjemand der Republik überhaupt antun kann, als subversiver Akt schlechthin.Oder er ist ein Falschmelder. Den Meldezettel falsch auszufüllen - sei es mit falschem Geburtsdatum oder mit einem falschen Hauptwohnsitz - ist offiziell nur ein Verwaltungsvergehen. Inoffiziell gilt es als eines der schlimmsten Delikte, das irgendjemand der Republik überhaupt antun kann, als subversiver Akt schlechthin.
ZITATENDE:

Respekt Christoph. Du hast soeben den Kriminalfall des Jahres
aufgedeckt.
MfG
Erich Reder

Peter (Gast) - 21. Sep, 21:25

und außerdem

Strache ist ja nicht gerade zimperlich, wenns um die Forderung nach Konsequenzen geht. Moschitz hätte firstlos entlassen werden sollen, die Skinheads sofort wegen Wiederbetätigung festgenommen und angeklagt werden, der angebliche Messerattentäter wurde von seinen "Sicherheitsleuten" beamtshandelt und alle anderen gehören sowieso sofort abgeschoben.

Aber wenn er mal für was einstehen soll, kommt sofort der Onkel Graf und lamentiert über die Ungerechtigkeit.

Journalistenwatch (Gast) - 22. Sep, 13:05

Herr Baumgarten, wenn sie sich schon selbst bis in den Himmel loben, daß sie seit über 10 Jahren im Journalismus tätig sind, dann muß ich ihnen, ob ihrer unseriösen Berichterstattung, attestieren, daß sie in all diesen Jahren nicht sehr viel Berufserfahrung gesammelt haben, sonst würden sie nicht mit persönlichen Beleidigungen ihren Unmut kundtun, sondern neutral und sachlich (das ist das A und O im Journalismus) das Handeln des "Bumsti's" (wie sie die Person Strache herablasend und beleidigend nennen) analysieren. Ich empfehle ihnen einen Nachhilfekurs bezüglich Journalismus, sonst werden sie wohl auch in Zukunft nicht ernst genommen werden, wenn sie sich selbst als erfahrenen Journalisten lobpreisen, obwohl ihr geringer Intellekt das Gegenteil bezeugt.

Stammleser (Gast) - 22. Sep, 13:42

Sind sie leicht von der FPÖ?

Diesen Blog können sie nicht sehr oft lesen. Sonst wären ihnen aufgefallen, wie viel Arbeit sich der Autor antut. Und, wenn sie schon so auf der Neutralität rumreiten, sollten Sie auch das Lesen lernen. Der Autor schreibt ja ausdrücklich, dass der Blog seine Sicht der Dinge wiedergibt. Für mich gehört diese Sicht mittlerweile zur fixen und unterhaltsamen Lektüre. Weiter so, und nicht von Leuten entmutigen lassen, die Kritik nicht vertragen können.
Journalistenwatch (Gast) - 22. Sep, 14:45

Nein, ich bin nicht von der FPÖ, auch wenn sie das gerne so hätten, weil sie dann ja nicht mehr inhaltlich argumentieren müßten, sondern mich gleich in eine gewisse Ecke stellen könnten.
Tatsache ist, daß ich diesen Kommentar auch geschrieben hätte, wenn es um Herrn Van der Bellen ginge und der Herr Baumgarten diesen als "Van der Wauwau" betitelt hätte. Ich hoffe das beantwortet ihre Frage.
Stammleser (Gast) - 22. Sep, 15:23

Und wo argumentieren Sie inhaltlich?

Das würd ich gerne wissen. Ich zitiere Sie hier: "Ich empfehle ihnen einen Nachhilfekurs bezüglich Journalismus, sonst werden sie wohl auch in Zukunft nicht ernst genommen werden, wenn sie sich selbst als erfahrenen Journalisten lobpreisen, obwohl ihr geringer Intellekt das Gegenteil bezeugt." Wo das eine inhaltliche Auseinandersetzung sein soll, tät ich gerne wissen. Sie beleidigen da selber und fühlen sich auf die Zehen getreten, wenn man nachfragt. Können Sie außer rumpöbeln eigentlich noch was?
Erna (Gast) - 28. Sep, 11:54

Ich finde das Herr Baumgarten sehr vielen Österreicher aus den herzen schreibt. Den so weit rechtes wie Österreich seit Kaspar Einem als Innenminster zurück treten gerutscht ist macht einen denkenden Menschen Angst.
Herr Baumgarten ist ein sehr guter Journalist und wird von vielen sehr ernst genommen.Selbst wenn er wie hier nur seine eigene Meinung und Befurchtung kund tut.
Wenigsten einer der sagt wo was schief läuft.
Es kann ja sein das sie nicht FPÖ Mitglied sind aber sehr viel nachdenken ist auch nicht ihre Sache .So nach den Moto erst reden(schreiben) dann denken.Der Intellekt von Herrn Baumgarten ist sehr hoch lesen sie seine Ansicht über den "Den braven Soldaten Schwejk vom 4.Juli 2010 . Das nächste mal bitte danken und dann erst angreifen
Darkdidi (Gast) - 22. Sep, 16:44

Herr Baumgarten, sie entziehen sich mit ihrer platten, herablsssenden unter der Gürtellienie verlaufenden und verletzenden Kritik an Strache doch selber jede seriöse Argumentationsgrundlage.
Das mögliche Gegenargument, daß Strache in ihren Augen auf ähnlichem Niveau operiere, ist keines, schließich nehme ich nicht an, daß Strache ihre Maßstab ist.

Kritisieren sie seine politische Arbeit mit konkreten Argumenten und nicht mit persönlichen Untergiffen und Diffamierungen. Das haben sie doch als halbwegs gebildeter Mensch nicht nötig.

Auch Politiker sind Menschen und ich stehe daher auf dem Standpunkt, daß ihre politische Arbeit und ihr Privatleben, sofern es legal abläuft, getrennt von einander betrachtet werden soll.
Ob Strache also bei seiner Mutte im Gemeindebau, bei Ruth Elsner im Penthaus oder sonst wo residiert ist also für seine politische Arbeit völlig irrrelevant.

Ich finde es grundsätzlich schade, daß sie ihre journalistischen Kräfte dazu verschwenden, bei den rechts der Mitte stehenden Parteien das Haar in der Suppe zu suchen.

Jede Partei und jede Ideologie hat ihre Kritikpunkte. Schade, daß sie auf dem linken Auge blind sind.

Sie bezeichnen sich als Freidenker (Was sie in meinen Augen in keiner Weise sind) und sind scheinbar als solcher, nicht in der Lage das linke politische Spektrum kritisch zu sehen.
FPÖ-Bashing allein und die damit verbundene Selbstdefinition ist kein politischer Standpunkt. Ohne FPÖ (und ÖVP) wäre dieser Blog daher nonexistent....

Christoph Baumgarten - 22. Sep, 20:19

Oh, ich denke,

ich zeige vor allem die politische Arbeit Straches und Konsorten auf. Man muss sich den Blog nur durchlesen. Ich kritisiere immer wieder auch die SPÖ, gelegentlich auch die Grünen - den Blog regelmäßig zu lesen, würde sich durchaus auszahlen.
Ich würde ja wesentlich gerne mehr behandeln - allein, die geistige Verwahrlosung rechts der Mitte und leider auch der Einfluss dieser Leute auf den politischen Diskurs sind so groß, dass mir kaum Zeit für etwas anderes bleibt. Leider.

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