Mehr verdienen mit Gratisarbeit
Wenn man seit zwei Jahren die Realsatire beobachtet, die sich Innenpolitik nennt, hat man irgendwann mal beinahe jeden Unsinn kommentiert. Die Ideen gehen einem aus, wenn alles Grundlegende gesagt in einer Szene, die von Grundsätzen weitgehend frei zu sein scheint. Allein, die FPÖ versorgt einen zuverlässig mit neuen Seltsamkeiten.
Die "Frauen"sprecherin der FPÖ lässt zum bevorstehenden Equal-Pay-Day mit originellen Vorschlägen aufhorchen. Quoten und Transparenz bringen gar nix, findet sie. Wenn Frauen mehr verdienen sollen, muss sich die Gesellschaft grundlegend ändern, findet Carmen Gartelgruber in einer Presseaussendung. ""In erster Linie ist es für viele Frauen wichtig, dass sie Familie und Beruf unter einen Hut bringen können. Es ist aber auch anzuerkennen, wenn Frauen sich entschließen, ganz oder teilweise bei ihren Kindern zu bleiben. Auch wenn die Wirtschaft sicherlich von gut ausgebildeten und engagierten Frauen profitiert, muss die Entscheidung, ob und wie eine Frau am Arbeitsprozess teilnimmt oder ob sie sich ihrer Familie widmet, jeder einzelnen Österreicherin überlassen bleiben", meint Gartelgruber. Die Leistungen der österreichischen Frauen in ihrer gesamten Breite - von der Topmanagerin bis zur Mutter, die sich ganz ihren Kindern widme - seien anzuerkennen. Gerade am Equal Pay Day dürften keine Frauen ausgegrenzt werden, die - obwohl unbezahlt - sehr wichtige Leistungen für unsere Gesellschaft erbrächten." (Diese Passage ist ungekürzt aus der Presseaussendung wiedergegeben. Sonst würde einem niemand glauben, dass ein einzelner Mensch derartig viel Unfug verzapfen kann.)
Sofern man das Geschwurbel verstehen kann, heißt das: Frauen verdienen mehr, wenn sie zuhause bleiben und dort gratis arbeiten. Auch eine Meinung. Wenn auch eine, die sich nicht einfach mit Berechnungen untermauern lassen wird. 0 ist immer noch weniger als wenig. Aber bitte. Frauenpolitik a la FPÖ: Bleibt zuhause. Vielleicht sollte die Abgeordnete Gartelgruber einen Anfang machen. Dem intellektuellen Niveau im Nationalrat wäre das nicht abträglich.
Die "Frauen"sprecherin der FPÖ lässt zum bevorstehenden Equal-Pay-Day mit originellen Vorschlägen aufhorchen. Quoten und Transparenz bringen gar nix, findet sie. Wenn Frauen mehr verdienen sollen, muss sich die Gesellschaft grundlegend ändern, findet Carmen Gartelgruber in einer Presseaussendung. ""In erster Linie ist es für viele Frauen wichtig, dass sie Familie und Beruf unter einen Hut bringen können. Es ist aber auch anzuerkennen, wenn Frauen sich entschließen, ganz oder teilweise bei ihren Kindern zu bleiben. Auch wenn die Wirtschaft sicherlich von gut ausgebildeten und engagierten Frauen profitiert, muss die Entscheidung, ob und wie eine Frau am Arbeitsprozess teilnimmt oder ob sie sich ihrer Familie widmet, jeder einzelnen Österreicherin überlassen bleiben", meint Gartelgruber. Die Leistungen der österreichischen Frauen in ihrer gesamten Breite - von der Topmanagerin bis zur Mutter, die sich ganz ihren Kindern widme - seien anzuerkennen. Gerade am Equal Pay Day dürften keine Frauen ausgegrenzt werden, die - obwohl unbezahlt - sehr wichtige Leistungen für unsere Gesellschaft erbrächten." (Diese Passage ist ungekürzt aus der Presseaussendung wiedergegeben. Sonst würde einem niemand glauben, dass ein einzelner Mensch derartig viel Unfug verzapfen kann.)
Sofern man das Geschwurbel verstehen kann, heißt das: Frauen verdienen mehr, wenn sie zuhause bleiben und dort gratis arbeiten. Auch eine Meinung. Wenn auch eine, die sich nicht einfach mit Berechnungen untermauern lassen wird. 0 ist immer noch weniger als wenig. Aber bitte. Frauenpolitik a la FPÖ: Bleibt zuhause. Vielleicht sollte die Abgeordnete Gartelgruber einen Anfang machen. Dem intellektuellen Niveau im Nationalrat wäre das nicht abträglich.
Christoph Baumgarten - 12. Apr, 17:52


