Kirchlicher Humor

Für kirchliche Verhältnisse ist der "Pfaffenheini" nahezu revolutionär. Er nützt das Internet. Inhaltlich ist Christian Sieberer eher weniger modern.

Der Pfaffenheini ist Exorzist und auf Gloria.tv unterwegs, dem qualitativ wie inhaltlich eher unfreiwillig komischen Internetkanal der heimischen Fundiszene. Und hat natürlich seine eigene Homepage. http://www.pfaffenheini.net

Dort bietet er alle möglichen "Informationen" an. Dass Exorzismus gut ist, zum Beispiel. Nur nichts den Psychotherapeuten überlassen, wie wirklich Probleme lösen könnten. Oder zu Sexsucht. Wobei die Frage gestattet ist, woher das ein katholischer Pfarrer kennen will. Da kommt mir ein Satz von Blinden und Farbe in den Sinn. Dass er mit radikalen Abtreibungsgegnern gemeinsame Sache macht, versteht sich bei dieser Ausgangslage von selbst.

Als "moderner" Pfarrer muss er dieser Spaßgesellschaft Tribut zollen, von der er einmal reden gehört hat. Humor darf nicht fehlen. Ein Beispiel liefert er hier.
Audio-Pfaffenheini (mp3, 2,036 KB)
http://www.gloria.tv/?media=32479

Immerhin hat er keine Scheu davor, sich lächerlich zu machen. Gut, er wird sich dessen nicht bewusst sein. Die Fähigkeit zur Selbstironie ist Menschen mit Reflexionsbegabung vorbehalten. Man würde sich aber wünschen, es gebe mehr Pfarrer von seiner Sorte. Dann würde sich die katholische Kirche als gesellschaftlicher Machtfaktor sehr schnell von selbst erledigen.
Georg (Gast) - 11. Sep, 00:40

Der Blog verändert sich zunehmend von "Politwatch" zu "Kirchenwatch". Ich fordere daher die Trennung von Politik und Kirche! ;-)

Karl-Hannes (Gast) - 11. Sep, 09:21

*GEORG zustimm*

Schreien die Abtreibungsgegner wirklich: "Hätte Maria abgetrieben, dann wärt ihr uns erspart geblieben" ?


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Blog für alle, die sich nicht länger für dumm verkaufen lassen wollen

Über Politwatch

Christoph Baumgarten

Mein Name ist Christoph Baumgarten und bin seit mehr als einem Jahrzehnt im Journalismus. Dieser Blog soll meine Sicht auf die politischen Entwicklungen in Österreich wiedergeben. Wobei im Moment der Ausdruck Zustand angebrachter wäre, wenn man an die heimische Politik denkt. Politwatch zeigt gerne vergessene Zusammenhänge auf und soll den Menschen eine Stimme geben, die auch angesichts der zunehmenden geistigen Verwahrlosung in diesem Land ihre fünf Sinne zusammen haben und nicht vergessen haben, was bei Politik im Mittelpunkt stehen sollte: Der Mensch mit seinen Bedürfnissen. Ein Hinweis für InhaberInnen eines Accounts auf twoday.net: Es gibt einen e-mail-Abodienst für neue Beiträge und Kommentare.

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