@Charly: Es stimmt, dass der Schwangerschaftsabbruch nach wie vor verboten ist. Es ist aber Schwachsinn, wenn du es als Mord bezeichnest. Das ist er nämlich nach StGB genau nicht.
Es ist auch klar, dass eine Entscheidung für oder gegen eine Abtreibung auf jeden Fall eine Konfliktsituation ist. Ja, hier wird abgewogen, wer zu einem bestimmten Zeitpunkt mehr Recht hat. Das ist das Wesen der Fristenlösung.
Es wird auch kein Befürworter des Rechts auf Abtreibung einen Schwangerschaftsabbruch als angenehm, erstrebenswert oder sonst etwas in der Art bezeichnen. Das macht keine Frau gerne oder gar leichtfertig. Es ist ein Gewissenskonflikt, der den meisten arg zusetzt.
Die Fristenlösung ist, wenn auch mit einigen Mängeln behaftet, ein tauglicher Kompromiss. Abtreibungen zu verbieten ist sinnlos. Das führt nur dazu, dass sich manche Frauen einen solchen Eingriff beim Arzt leisten können und andere zur Engelmacherin müssen. Und dort elend zugrunde gehen. Deine Parolen machen das auch nicht gerade besser.
Abtreibungen konnte man nie mit einem Gesetz verhindern und wird sie auch nie verhindern können. Das einzige was man außer dem Tod von Frauen erreicht ist Klassenjustiz. Die reichen Frauen (oder die Frauen, die von wohlhabenden Männern geschwängert wurden) landen nie vor einem Richter, auch deren Ärzte nicht. Erwischt und bestraft werden nur die anderen.
Das sind Zustände, die ich ehrlich gesagt nicht mehr haben möchte.
Blog für alle, die sich nicht länger für dumm verkaufen lassen wollen
Über Politwatch
Mein Name ist Christoph Baumgarten und bin seit mehr als einem Jahrzehnt im Journalismus. Dieser Blog soll meine Sicht auf die politischen Entwicklungen in Österreich wiedergeben. Wobei im Moment der Ausdruck Zustand angebrachter wäre, wenn man an die heimische Politik denkt. Politwatch zeigt gerne vergessene Zusammenhänge auf und soll den Menschen eine Stimme geben, die auch angesichts der zunehmenden geistigen Verwahrlosung in diesem Land ihre fünf Sinne zusammen haben und nicht vergessen haben, was bei Politik im Mittelpunkt stehen sollte: Der Mensch mit seinen Bedürfnissen.
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Es ist auch klar, dass eine Entscheidung für oder gegen eine Abtreibung auf jeden Fall eine Konfliktsituation ist. Ja, hier wird abgewogen, wer zu einem bestimmten Zeitpunkt mehr Recht hat. Das ist das Wesen der Fristenlösung.
Es wird auch kein Befürworter des Rechts auf Abtreibung einen Schwangerschaftsabbruch als angenehm, erstrebenswert oder sonst etwas in der Art bezeichnen. Das macht keine Frau gerne oder gar leichtfertig. Es ist ein Gewissenskonflikt, der den meisten arg zusetzt.
Die Fristenlösung ist, wenn auch mit einigen Mängeln behaftet, ein tauglicher Kompromiss. Abtreibungen zu verbieten ist sinnlos. Das führt nur dazu, dass sich manche Frauen einen solchen Eingriff beim Arzt leisten können und andere zur Engelmacherin müssen. Und dort elend zugrunde gehen. Deine Parolen machen das auch nicht gerade besser.
Abtreibungen konnte man nie mit einem Gesetz verhindern und wird sie auch nie verhindern können. Das einzige was man außer dem Tod von Frauen erreicht ist Klassenjustiz. Die reichen Frauen (oder die Frauen, die von wohlhabenden Männern geschwängert wurden) landen nie vor einem Richter, auch deren Ärzte nicht. Erwischt und bestraft werden nur die anderen.
Das sind Zustände, die ich ehrlich gesagt nicht mehr haben möchte.