hans huber (Gast) - 4. Feb, 23:32

Ich versuche, die Sache vom Blickpunkt der unteren und mittleren Einkommensschichten zu sehen. Grundsätzlich war ich auch mehr als skeptisch, als Klestil die Schwarz-Blau Regierung mit Weltuntergangsstimmungsmiene anloben musste.

Hört man sich um, hat diese Regierung für oben genannte Schichten auch sehr viel Positives gebracht: Abfertigung Neu, Kinderbetreuungsgeld, um nur ein paar zu nennen.

Jeder Arbeitnehmer - und da gibts doch ein paar in Österreich - war froh, als er plötzlich sofort nach Eintritt in ein Dienstverhältnis Anspruch auf Abfertigung hatte und zusätzlich auch noch bei Kündigung.

Viele alleinerziehende Mütter, die vor 2002 nicht wussten, wie sie überleben sollen, haben sich über das Kinderbetreuungsgeld gefreut. Ich hatte das Glück mit sehr vielen dieser Mütter zu sprechen, weil meine Schwester aufgrund ihres Sozialarbeiterberufes täglich mit ihnen zu tun hat. Dabei konnte ich feststellen, dass sehr viele arme und insbesondere politisch eher links stehende Frauen das Kinderbetreuungsgeld sehr begrüßt haben.

Allein diese beiden Quantensprünge waren unter SPÖ/ÖVP Zeiten nicht denkbar. Die SPÖ Finanzminister der Großen Koalition vor 2000 haben es in den 90ern nicht mal durch das massenhafte Verscherbeln des Großteils von Staatseigentum (VÖEST, etc.) geschafft, schwarze Zahlen zu schreiben. Eine Unfähigkeit, die wohl kaum übertroffen werden kann. Und als Grasser die letzten Teile verkaufte und ein "Nulldefizit" erreichte, wurde gerade von der SPÖ ausgelacht. Seine Nähe zu Meischberger et al. im Fall BUWOG ist natürlich ein Kapitel, das tiefgehender Untersuchungen bedarf, passt aber nicht in diese Diskussion.

Es ist der grenzenlose Neid der SPÖ Sympathisanten, durch ununterbrochenes Verdammen der ÖVP und FPÖ in Sachen Asylpolitik und Fremdenhass von ihrem eigenen Versagen und der eigenen Unfähigkeit abzulenken, auch wenn die Kritik an ÖVP und vor allem an der FPÖ natürlich voll berechtigt ist.

Seit 2006 gibts wieder Rot-Schwarz - inzwischen bereits zum 2. Mal - und es ist eingetreten, was die meisten befürchtet haben: Kaum nennenswerte Entscheidungen, insbesondere nach der NR-Wahl 2008. Und da sind beide Parteien dafür verantwortlich. Eigentlich sollten Regierungsmitglieder und NR-Abgeordnete einen Teil ihres Einkommens, erwirtschaftet seit 2006, an die Bevölkerung - insbesondere an die ärmsten in unserer Mitte - zurückzahlen.

Bei einer Sache konnte ich bei Gesprächen mit verschiedensten Menschen - egal ob Grüne, ÖVP, FPÖ oder BZÖ Wähler - immer wieder Konsens feststellen:
Auch wenn die Plakatsprüche der FPÖ und Strache in 99 % der Fälle menschenfeindlichst und primitiv sind, 3 Wörter eines Plakats sollten wir uns einprägen, auch wenn diese bei erstem Lesen etwas populistisch klingen mögen:

"Sozial statt sozialistisch"

Besser kann man die Doppelmoral der "Sozial"-Demokraten nicht beschreiben.

Zu "Grüß Gott":
Es gibt wichtigere Dinge, mit denen wir uns beschäftigen sollten:
Weniger Verdienende, Alleinerziehende Mütter, Professionelle Integration von Ausländern (Bewusstmachen in den Gehirnen vieler vieler Österreicher, dass Integration nur funktionieren kann, wenn auch diese einen wesentlichen Beitrag dazu leisten !!!!), Menschenwürdigere Asylpolitik, etc. etc.

Ausserdem gibts genug Atheisten, die auch mit "Grüß Gott" grüßen. Ich bin gegen jegliche engstirnige Art der Ausgrenzung und Verdammung, auch wenns noch so "gottesfürchtige" Menschen sind und dann erst recht "Grüß Gott sagen.

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