Göttlicher Urin

AutoUroPProvokation oder ernst gemeint? Diese Frage habe ich mir bei einigen Leserbriefen gegen die Atheisten-Kampagne und den wenigen negativen Rückmeldungen an Niko Alm oder mich öfter gestellt. Beim jüngsten Protestmail sind die Grenzen zwischen ernst gemeintem und unfreiwilliger Komik so verwischt wie beim BZÖ.

Sehr geehrter Herr Alm!

Nach den unnötigen Anti-Gott-Plakaten - kein normaler Mensch kann an der Existenz Gottes zweifeln! - sollten Sie diesen Sündenfall vergessen machen durch eine Werbe-Kampagne für die Urintherapie. Das wäre einmal wahre Innovation, statt überflüssige Provokation.
Laut der mir vorliegenden Fachliteratur (20 Bücher) kann man mit dem eigenen Urin nahezu alle Krankheiten heilen. Von der einfachen Erkältung bis hin zu Krebs.

Ich trinke seit 1.1.2000 täglich 1 Glas Morgenurin. Ich mache das vor-
beugend, um gesund zu bleiben und es funktioniert. Ich bin nie im Krankenstand und immer gesund (mit der Urintherapie stärkt man optimal das Immunsystem). Die Urintherapie hat ihre Wurzeln in der Vergangenheit. Deshalb wird sie auch eine Zukunft haben.
Im November 2009 findet übrigens in Mexiko die 5. Weltkonferenz für Urintherapie statt.

Hier kommt 1 Gedicht.

DAS GOLDENE GLAS

Die Alten wußten, daß eine Wunde
am besten heilt, wenn man sie
mit Urin behandelt. Die Alten hatten
keine Pharmaindustrie
wie wir sie heute haben.
Sie haben andere Mittel verwendet.
Sie haben sich unter anderem
auch mit ihrem Urin geheilt.

Ich werde es nicht mehr erleben,
aber vielleicht hängen eines Tages
Plakate in Wien
auf denen von der Heilkraft des Urin
die Rede ist,
auf denen Werbung gemacht wird
für die Urin-Therapie.

Finanziert von Leuten,
die Geld genug haben
und die mit dieser Werbung
nichts verdienen wollen.

Finanziert von Idealisten,
die wissen, daß der Urin
kein Abfall sondern ein Wertstoff ist
mit dem man viele Krankheiten
nicht nur in den Griff bekommen
sondern auch heilen kann.

A. Z.

Fairerweise muss man sagen: Dass die Urintherapie keine Auswirkungen auf die geistige Gesundheit hätte, hat der verhinderte Poet nicht behauptet.

Die Aufmerksamkeit für unsere Kampagne hat übrigens erste Erfolge gezeitigt: Wir haben jetzt ausreichend Spenden, um sie ein Monat lang weiterlaufen zu lassen. Mit etwas Glück kommt so viel Geld herein, dass wir sie in bescheidenem Ausmaß auf andere Städte ausdehnen können. Herzlichen Dank den Spendern.

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Mein Name ist Christoph Baumgarten und bin seit mehr als einem Jahrzehnt im Journalismus. Dieser Blog soll meine Sicht auf die politischen Entwicklungen in Österreich wiedergeben. Wobei im Moment der Ausdruck Zustand angebrachter wäre, wenn man an die heimische Politik denkt. Politwatch zeigt gerne vergessene Zusammenhänge auf und soll den Menschen eine Stimme geben, die auch angesichts der zunehmenden geistigen Verwahrlosung in diesem Land ihre fünf Sinne zusammen haben und nicht vergessen haben, was bei Politik im Mittelpunkt stehen sollte: Der Mensch mit seinen Bedürfnissen. Ein Hinweis für InhaberInnen eines Accounts auf twoday.net: Es gibt einen e-mail-Abodienst für neue Beiträge und Kommentare.

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