Nur weil er den Stimmzettel zerreisst, ist das noch keine Absage an die Demokratie, eher eine Demonstration, dass er sein Stimmrecht nicht ausüben möchte, eine Art Protest. Ich finde es zwar nicht sehr vorbildhaft, umso mehr geschmacklos und primitiv, sowas öffentlich zu machen, aber er lehnt in keinster Weise das demokratische Wahlrecht ab. Er nimmt es niemandem und spricht es auch niemandem ab, er nimmt es sich höchstens selbst.
Viel schlimmer finde ich dagegen das Verhalten der "Sozial"demokraten, insbesondere das des Genossen des Jahrhunderts schlechthin: Bruno Kreisky. Der fand es beispielsweise überhaupt nicht toll, dass er von Wiesenthal wegen 4 Ministern mit NS-Vergangenheit kritisiert wurde. Da Kreisky natürlich die Argumente ausgingen, griff er zum "Argument" der üblen Nachrede und wurde zu einer saftigen Geldstrafe verurteilt.
Gut in Erinnerung bleibt auch die Deckung des NS-Arztes und Kindermörders vom Spiegelgrund, Heinrich Gross, durch die "Sozial"demokraten. Er wurde erst Beginn der 80er Jahre von der SPÖ ausgeschlossen.
Fazit: Einseitiges Aufrechnen und einseitige Kritik finde ich nicht sehr zielführend, egal ob es sich um Kritik an der "Volks"partei oder an den "Sozial"demokraten, in diesem Fall wohl passender Sozial"demokraten", handelt.
Blog für alle, die sich nicht länger für dumm verkaufen lassen wollen
Über Politwatch
Mein Name ist Christoph Baumgarten und bin seit mehr als einem Jahrzehnt im Journalismus. Dieser Blog soll meine Sicht auf die politischen Entwicklungen in Österreich wiedergeben. Wobei im Moment der Ausdruck Zustand angebrachter wäre, wenn man an die heimische Politik denkt. Politwatch zeigt gerne vergessene Zusammenhänge auf und soll den Menschen eine Stimme geben, die auch angesichts der zunehmenden geistigen Verwahrlosung in diesem Land ihre fünf Sinne zusammen haben und nicht vergessen haben, was bei Politik im Mittelpunkt stehen sollte: Der Mensch mit seinen Bedürfnissen.
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Viel schlimmer finde ich dagegen das Verhalten der "Sozial"demokraten, insbesondere das des Genossen des Jahrhunderts schlechthin: Bruno Kreisky. Der fand es beispielsweise überhaupt nicht toll, dass er von Wiesenthal wegen 4 Ministern mit NS-Vergangenheit kritisiert wurde. Da Kreisky natürlich die Argumente ausgingen, griff er zum "Argument" der üblen Nachrede und wurde zu einer saftigen Geldstrafe verurteilt.
Gut in Erinnerung bleibt auch die Deckung des NS-Arztes und Kindermörders vom Spiegelgrund, Heinrich Gross, durch die "Sozial"demokraten. Er wurde erst Beginn der 80er Jahre von der SPÖ ausgeschlossen.
Fazit: Einseitiges Aufrechnen und einseitige Kritik finde ich nicht sehr zielführend, egal ob es sich um Kritik an der "Volks"partei oder an den "Sozial"demokraten, in diesem Fall wohl passender Sozial"demokraten", handelt.