Die Sicherheit, die sie meinen

Die FPÖ in ihren diversen Ausformungen und Abspaltungen redet immer groß vom Aufräumen und von der Sicherheit. Ein Fall in Niederösterreich zeigt, wie diese Sicherheit gemeint sein könnte.

Stimmen die Medienberichte, hat ein Ortsobmann der FPÖ mit einer Schrotflinte auf seinen Sohn geschossen. Oder möglicherweise auch nur in die Luft geschossen, nachdem er auf ihn angelegt haben soll. Dann sollen Zeugen dazwischen gegangen sein. Der Mann sitzt in U-Haft.

An dieser Stelle kommt der Satz, der für aktive und ehemalige Politiker von FPÖ/BZÖ/FIK erfunden worden zu sein scheint, so oft wurde er in Zusammenhang mit ihnen gebraucht: Es gilt die Unschuldsvermutung.

Sollten die Vorwürfe zutreffen, könnte einem das vorkommen wie eine typische Konfliktlösung rechts des gesunden Menschenverstandes. Man denke an die Konflikte im BZÖ Tirol, daran, dass der ehemalige Pressesprecher der früheren Justizministerin Karin Gastinger (BZÖ) bei einer Wahlparty von den ehemaligen Parteikollegen verprügelt wurde, daran, dass Gernot Rumpold in seiner Zeit als FPÖ-Spitzenpolitiker einen Kontrahenten in die Geschlechtsteile gezwickt hat. Ein ehemaliger Mitarbeiter des Dritten Nationalratspräsidenten Martin Graf wurde nach einer Attacke auf eine SJ-Veranstaltung fotografiert. Und auf Landtagslisten der FPÖ Niederösterreich kandidierte auch schon ein ehemaliger (und verurteilter) Südtirol-Terrorist.

Wien muss Chikago werden

Im jüngsten Fall hilft es wenig, dass der Verdächtige all seiner Ämter enthoben wurde. Die FPÖ propagiert jene Politik, die dem Mann erst ermöglichte, an eine Schusswaffe zu kommen. Die Blauen fordern vereinfacht gesagt Schusswaffen für alle Anständigen und Ehrlichen. Wie das ausgehen kann und wer die Gemeinten sind, sieht man. Herbert Kickl sollte für den nächsten Wien-Wahlkampf den Slogan verwenden: „Wien muss Chikago werden.“
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Politwatch

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Über Politwatch

Christoph Baumgarten

Mein Name ist Christoph Baumgarten und bin seit mehr als einem Jahrzehnt im Journalismus. Dieser Blog soll meine Sicht auf die politischen Entwicklungen in Österreich wiedergeben. Wobei im Moment der Ausdruck Zustand angebrachter wäre, wenn man an die heimische Politik denkt. Politwatch zeigt gerne vergessene Zusammenhänge auf und soll den Menschen eine Stimme geben, die auch angesichts der zunehmenden geistigen Verwahrlosung in diesem Land ihre fünf Sinne zusammen haben und nicht vergessen haben, was bei Politik im Mittelpunkt stehen sollte: Der Mensch mit seinen Bedürfnissen. Ein Hinweis für InhaberInnen eines Accounts auf twoday.net: Es gibt einen e-mail-Abodienst für neue Beiträge und Kommentare.

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Letzte Kommentare

Ist das dein Ernst?
Ist das jetzt Ironie ? Zumindest ist es nicht gut!
Hannes (Gast) - 17. Jan, 23:48
lange nacht
oder stell doch wenigstens deinen bericht über...
tscheh (Gast) - 9. Okt, 20:25
politwatch, quo vadis?
ich mag das nicht, wenn ein guter blog monatelang verwaist...
tscheh (Gast) - 13. Sep, 23:08
siehe Wirtschaftsfaschismus...
bzw. http://wirtschaftsfaschism us.wordpress.com/2011/02/1 5/hello-world/...
Peter (Gast) - 28. Jun, 12:23
Ja, ja
Von aussen kann man gut kommentieren aber so einfach...
bld (Gast) - 8. Jun, 17:16
Man darf nur keine Gelegenheit...
Man darf nur keine Gelegenheit versäumen, gegen...
Gerald (Gast) - 7. Jun, 18:28
Schlechte Idee..
Meiner Meinung nach der falsche Ansatz. Das führt...
anonym (Gast) - 7. Jun, 12:51
@ Max
Eine offene Diskussion sollte man wohl führen...
Umberto (Gast) - 6. Jun, 20:22
Andere Bezirke, andere...
Der 21.Bezirk war schon immer ein rauhes Pflaster....
Erich Reder (Gast) - 6. Jun, 20:05
Angreifer weiter unbekannt
Die Rechtsradikalen, die mich vor einer Woche verprügelten,...
Christoph Baumgarten - 6. Jun, 19:41

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