Die Interessen der kleinen Leute

Bumsti-StracheBumsti kämpft wieder für den kleinen Mann. Dessen Interessen sind naturgemäß akut gefährdet, wenn Österreich den Kampf gegen ausländische Steuerhinterzieher und Schwarzgeldkonteninhaber erleichtert. Und Österreich ist überhaupt dem Untergang geweiht, wie die Vorgangsweise der anderen Parteien beweist.

Österreich stand kurz der Annexion durch das böse EU-Ausland. Böse mit Ausnahme des großen nordwestlichen Nachbarlandes auf jeden Fall. Da hätten manche seiner Gefolgsleute nichts gegen eine Annexion. Und die kleinen Leute auch nicht. Das österreichische Parlament leistete den anderen Vorschub. Bald würden Ausländer mithilfe des heimischen Bankgeheimnisses nicht einmal mehr straffrei Steuern hinterziehen können. Ein Anschlag auf die Anständigen und Ehrlichen und vor allem auf die kleinen Österreicher. Und natürlich auch auf den anderen Geschlechsteil. Wenn die grünkommunistischen Roten schon drauf bestanden.

Es geht immer gegen die kleinen Leut, wenn die Reichen ihr Geld, das sie mit der Arbeit der kleinen Leut verdient haben, auch noch versteuern müssen. Das durfte nicht sein. Nicht einmal, wenn es Ausländer sind. Reiche Ausländer. Nur, damit keine Missverständnisse aufkommen. Und schließlich, und das war das schlagendste Argument des größten Verstehers von überhaupt überall, damit verschreckte man die einzigen Ausländer, von denen man was halten konnte. Die schickten ihr Geld her und blieben zuhause. Das Bild der feuchten Träume der kleinen Österreicher. Das sollten sich die Asylwerber und überhaupt die anderen zum Vorbild nehmen. Die Türken zum Beispiel würde er viel lieber haben, wenn sie es so machen würden. Oder die Araber. Da stört es auch nicht, wenn vielleicht Al Q'aida ein geheimes Konto in Wien hat. Oder die Hamas. Alles für den kleinen Mann. Für den kämpft er schließlich. Immer und überall. Vor allem, wenn er ausländische Steuerhinterzieher oder die Interessen der Großindustrie verteidigt.

Eine Gemeinheit sowas. Und ein unwiderlegbarer Beweis, wie weit die Roten, Schwarzen, Grünen und Orangen, kurz: die Farbigen, die Sache schon vorangetrieben hatten.

Und was würde als nächstes kommen? Die Grünkommunisten und die anderen Verräter am gesunden Volksempfinden forderten ja, dass Asylwerberinnen auch was anderes tun dürfen als der Prostitution nachgehen. Keine Afrikanerinnen mehr, die nachts auf den Gehsteigen des Gürtels und im Prater herumstehen! Das kann man doch nicht machen. Ein Anschlag auf die Interessen des kleinen Österreichers. Wobei nicht einmal Strache mehr sicher war, ob das beide Geschlechtsteile umfasste.

Und ein Anschlag auf den Mölzer. Der ist ja bekanntlich auch nicht so groß. Zweifelsohne waren seine Fantasien Grundlage für die eine oder andere Szene in seinen Romanen, die nur wegen der politischen Vorurteile des linkslinken Mainstreams noch nicht in den Kanon der Weltliteratur übernommen worden waren. Auch das ein Anschlag auf die Interessen der kleinen Leut, wenn ein Verleger, Buchautor und EU-Parlamentarier so geschnitten wird.

Wenn auch Bumsti sonst nichts von der Welt verstand. Eines wusste er: Was die kleinen Leute brauchten und was nicht. Das hat er wieder einmal eindrucksvoll bewiesen. Und, dass Österreich nicht mehr lange stehen würde.
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Christoph Baumgarten

Mein Name ist Christoph Baumgarten und bin seit mehr als einem Jahrzehnt im Journalismus. Dieser Blog soll meine Sicht auf die politischen Entwicklungen in Österreich wiedergeben. Wobei im Moment der Ausdruck Zustand angebrachter wäre, wenn man an die heimische Politik denkt. Politwatch zeigt gerne vergessene Zusammenhänge auf und soll den Menschen eine Stimme geben, die auch angesichts der zunehmenden geistigen Verwahrlosung in diesem Land ihre fünf Sinne zusammen haben und nicht vergessen haben, was bei Politik im Mittelpunkt stehen sollte: Der Mensch mit seinen Bedürfnissen. Ein Hinweis für InhaberInnen eines Accounts auf twoday.net: Es gibt einen e-mail-Abodienst für neue Beiträge und Kommentare.

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