Die haben's ja
Wer soll die Milliarden Euro beisteuern, die die Bundesregierung fürs Budget brauchen wird. Laut den Rechtsparteien, allen voran der ÖVP, eine Gruppe auf keinen Fall. Die Reichen. Die sind eh schon so arm.
Österreichs industriell arbeitende Großlandwirte wie der Fürst von Liechtenstein können einfach nicht. Ihre von den vielen Millionen Landwirtschaftsförderung und sonstigen Vermögen überstrapazierten Konten würden keine Belastung mehr ertragen, findet die "Volks"partei. Muss man verstehen. Beim Liechtensteiner Landesherr sind eine Kunstsammlung und ein Land als Steueroase und Paradies für Steuerhinterzieher und sonstwie unverschuldet in Not geratene Menschen zu finanzieren. Das kostet.
Von den sonstigen Reichen gibt's auch so wenig, findet ein nicht ganz ungewichtiger Herr der Bundesregierung. Da gibt's nichts zu holen. Wie etwa bei einem bekannten Bankier. Der kann sich nicht einmal einen neuen Friseur leisten und läuft immer mit der gleichen Frisur herum. Ein Angriff auf sein Vermögen käme einem Anschlag auf das ästhetische Empfinden der Umwelt gleich. Zumal der gute Herr gerade eine Scheidung hinter sich hat. Sowas kommt teurer. Da sind zusätzliche Steuern nicht drin.
Ähnlich geht's einem Großindustriellen. Frisch geschieden - wegen der paar Millionen jährlichem Vermögenszuwachs, die der Anwalt der Gewesenen übrig gelassen hat, zahlt es sich gar nicht aus, die Finanzbehörden mit so etwas wie einer Vermögenssteuer auf den Plan zu rufen. Zumal der gute Mann sicher gerade andere Sorgen hat.
Ein anderer Großindustrieller hat sein Fußballengagement zurückgeschraubt. Von einem Großklub auf einen mittleren Verein. Da sieht der Blinde mit dem Krückstock, dass da nichts zu holen ist. Auch das Formel-1-Engagement eines Dosenabfüllers macht Begehrlichkeiten der Finanz zunichte. Der Aufwand lohnt nicht. Der Mann muss eh schon so viel zahlen. Mitleid mit ihm scheint angebracht.
Genauso geht es der Erbin eines Millionenvermögens. Die muss sogar Tomaten auf dem Balkon anpflanzen. Die hohen Lebensmittelpreise belasten bekanntermaßen vor allem die Reichen des Landes. Man sollte eine Sammelaktion in der Bevölkerung andenken. "Millionär in Not" wird sicher ein Renner. Und tut gemäß der wirtschaftswissenschaftlichen Expertise gewisser Mitglieder der Bundesregierung wesentlich mehr Not als Steuern für diese Menschen. Von unseren armen Reichen ist nichts zu holen.
Von wo sollen dann die Milliarden fürs Budget kommen, fragt man die ausgewiesenen Experten in der Regierung. Von Arbeitslosen, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern. Die haben's ja.
Österreichs industriell arbeitende Großlandwirte wie der Fürst von Liechtenstein können einfach nicht. Ihre von den vielen Millionen Landwirtschaftsförderung und sonstigen Vermögen überstrapazierten Konten würden keine Belastung mehr ertragen, findet die "Volks"partei. Muss man verstehen. Beim Liechtensteiner Landesherr sind eine Kunstsammlung und ein Land als Steueroase und Paradies für Steuerhinterzieher und sonstwie unverschuldet in Not geratene Menschen zu finanzieren. Das kostet.
Von den sonstigen Reichen gibt's auch so wenig, findet ein nicht ganz ungewichtiger Herr der Bundesregierung. Da gibt's nichts zu holen. Wie etwa bei einem bekannten Bankier. Der kann sich nicht einmal einen neuen Friseur leisten und läuft immer mit der gleichen Frisur herum. Ein Angriff auf sein Vermögen käme einem Anschlag auf das ästhetische Empfinden der Umwelt gleich. Zumal der gute Herr gerade eine Scheidung hinter sich hat. Sowas kommt teurer. Da sind zusätzliche Steuern nicht drin.
Ähnlich geht's einem Großindustriellen. Frisch geschieden - wegen der paar Millionen jährlichem Vermögenszuwachs, die der Anwalt der Gewesenen übrig gelassen hat, zahlt es sich gar nicht aus, die Finanzbehörden mit so etwas wie einer Vermögenssteuer auf den Plan zu rufen. Zumal der gute Mann sicher gerade andere Sorgen hat.
Ein anderer Großindustrieller hat sein Fußballengagement zurückgeschraubt. Von einem Großklub auf einen mittleren Verein. Da sieht der Blinde mit dem Krückstock, dass da nichts zu holen ist. Auch das Formel-1-Engagement eines Dosenabfüllers macht Begehrlichkeiten der Finanz zunichte. Der Aufwand lohnt nicht. Der Mann muss eh schon so viel zahlen. Mitleid mit ihm scheint angebracht.
Genauso geht es der Erbin eines Millionenvermögens. Die muss sogar Tomaten auf dem Balkon anpflanzen. Die hohen Lebensmittelpreise belasten bekanntermaßen vor allem die Reichen des Landes. Man sollte eine Sammelaktion in der Bevölkerung andenken. "Millionär in Not" wird sicher ein Renner. Und tut gemäß der wirtschaftswissenschaftlichen Expertise gewisser Mitglieder der Bundesregierung wesentlich mehr Not als Steuern für diese Menschen. Von unseren armen Reichen ist nichts zu holen.
Von wo sollen dann die Milliarden fürs Budget kommen, fragt man die ausgewiesenen Experten in der Regierung. Von Arbeitslosen, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern. Die haben's ja.
Christoph Baumgarten - 6. Sep, 20:28


