@Charly: In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts WAREN die Slowenen die Kärntner Mehrheitsbevölkerung, die durch brutale Assimilierung germanisiert wurden. Das ist ja das Dilemma der Kärntner: Sie sind germanisierte Slawen, die glauben sie seien slawisierte Germanen. (Hast dich schon mal gefragt, wieso so viele Kärntner Namen auf -ig, -ik oder -itsch oder -c enden?) Und: Nein, der Minderheitenschutz funktioniert in Kärnten eben nicht, sonst würde die slowenische Minderheit auch kein Gehör finden. Es ist nur eine beliebte Methode der Delegitimierung, die, die ihr RECHT einfordern, als "Berufsslowenen" zu verunglimpfen, wie du das auch tust. In Kärnten werden tagtägliche Rechte, Menschenrechte, gebrochen. Das ist die Realität.
Und: Die Südtiroler waren vor wenigen Jahrzehnten noch teilweise eine gewaltbereite, reaktionäre Minderheit - siehe die Bumser, die einen breiten Rückhalt hatten (wenn ich auch nicht die Südtiroler Mehrheit damals als gewaltbereit bezeichnen möchte). Unrechtsbewusstsein gibt's bis heute nicht überall. Dass das auch mit teils brutalen Italianisierungsversuchen einherging, sei hier nicht verschwiegen. Die Dinge sind manchmal eben sehr komplex. Schwarz-Weiß funktioniert gerade in Südtirol nicht so wahnsinnig gut, wie es sich der Herr Graf vorstellt.
Und nebenbei ist es immer legitim, die Absichten von jemanden zu hinterfragen, der von einem "Selbstbestimmungsrecht der Völker" spricht. Wenn's jemand aus der Tiroler VP ist, z.B., oder ein Tiroler Grüner oder was weiß ich, ist es etwas anderes als wenn das jemand tut, der aus dem völkischen Eck kommt. Dem Herrn Graf geht's nicht um Südtirol. Dem geht's um eine möglichst weitgehende Re-Nationalisierung der heimischen Politik.
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Über Politwatch
Mein Name ist Christoph Baumgarten und bin seit mehr als einem Jahrzehnt im Journalismus. Dieser Blog soll meine Sicht auf die politischen Entwicklungen in Österreich wiedergeben. Wobei im Moment der Ausdruck Zustand angebrachter wäre, wenn man an die heimische Politik denkt. Politwatch zeigt gerne vergessene Zusammenhänge auf und soll den Menschen eine Stimme geben, die auch angesichts der zunehmenden geistigen Verwahrlosung in diesem Land ihre fünf Sinne zusammen haben und nicht vergessen haben, was bei Politik im Mittelpunkt stehen sollte: Der Mensch mit seinen Bedürfnissen.
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Und: Die Südtiroler waren vor wenigen Jahrzehnten noch teilweise eine gewaltbereite, reaktionäre Minderheit - siehe die Bumser, die einen breiten Rückhalt hatten (wenn ich auch nicht die Südtiroler Mehrheit damals als gewaltbereit bezeichnen möchte). Unrechtsbewusstsein gibt's bis heute nicht überall. Dass das auch mit teils brutalen Italianisierungsversuchen einherging, sei hier nicht verschwiegen. Die Dinge sind manchmal eben sehr komplex. Schwarz-Weiß funktioniert gerade in Südtirol nicht so wahnsinnig gut, wie es sich der Herr Graf vorstellt.
Und nebenbei ist es immer legitim, die Absichten von jemanden zu hinterfragen, der von einem "Selbstbestimmungsrecht der Völker" spricht. Wenn's jemand aus der Tiroler VP ist, z.B., oder ein Tiroler Grüner oder was weiß ich, ist es etwas anderes als wenn das jemand tut, der aus dem völkischen Eck kommt. Dem Herrn Graf geht's nicht um Südtirol. Dem geht's um eine möglichst weitgehende Re-Nationalisierung der heimischen Politik.