Ziemlich langer Artikel, einseitig und inexakt. Sogenannte "Terroristen" verbrachten ihren Lebensabend ungestört in Österreich nicht nur mit Duldung sondern auch finanzieller Unterstützung der damaligen Regierung und nicht der FPÖ, um genau zu sein der Unterstützung Kreiskys. Der hatte sich des öfteren der ihm von seiner Geburt gewährten Immunität zu Anschuldigungen er sei Nazi, bedient, um einfach das richtige und Angemessene zutun. "Wer a Nazi is bestimm I" wird ihm nachgesagt, und wer will ihm das verdenken.
Ich muss meinem Vorkommentierer recht geben, wieder ein unreflektierter Artikel mehr, der keinen Wert auf den Inhalt einer Aussage lebt, sondern lieber und zu allererst fragt, wer das gesagt hat und ins Blaue spekuliert , was dessen Motive sein könnten. Und selbst wenn dessen Gründe unlauter wären, wofür ich keine Anzeichen sehe, ausser die Unlauterkeit des Autors, die er auf andere projeziert, könnte er trotzdem was richtiges gesagt haben. Vergessen wir nicht, Graf hat nicht nach der Bewaffnung der Schützen gefragt, nicht nach einer Blockade des Brenners, sondern nach einer demokratischen Volksabstimmung, und handelt sich hier und anderorts von selbsternannten Demokraten eine Rücktrittsforderung nach der anderen ein. Vollksabstimmung: wo kämen wir denn da hin?
Aber der Artikel ist verständlich, vielleicht sogar verzeihlich, der Autor ist im Proporzösterreich aufgewachsen, in dem es zu allerst und schon im Reflex interessierte, ob das Gegenüber rot oder schwarz war, blau hätte es ja ohnehin nie zugegeben. Da war es vergleichsweise untergeordnet, ob die Gegenseite Manderl oder Weiberl war, recht oder unrecht hatte.
Südtirol steht aktuell nicht an: das ist wahr. Aber ab und zu - z-B. im Sommerloch, dran zu erinnern, ist eine unabdingbare Voraussetzung dafür, die Frage bei der ersten sich bietenden Gelegenheit wieder dort hin zu bringen, wo sie hin gehört, nämlich aufs Tablett. Und solche Gelegenheiten oder Möglichkeiten gab es in Italien z.B als anfang der 90er ernsthafte Bestrebung zur Abtrennung Padaniens herrschten. Mit den Padaniern hatten wir keinen Staatsvertrag über Tirol, und die hätten uns Tirol geschenkt wenn wir ihnen den Brenner im Rücken offengehalten hätten und sie politisch anerkannt hätten wie z-B. bald darauf Kroatien. Die haben nämlich überhaupt keine grossen Sympathien zu der aus dem Süden, mehrheitlich neofaschistisch geprägten italienischsprachigen aus dem Süden zugewanderten Bevölkerung "Alto Adiges". Ist nicht passiert, hätte aber durchaus passieren können.
1989 im Jänner stand im Übrigen auch die deutsche Wiedervereinigung nicht an, nicht ein Ende der Sowjetunion, Jugoslawiens und der CSSR. Die Wiedervereinigung wäre auch nicht angestanden hätte es NUR Brandts und nicht auch Strausse gegeben.
Die Geschichte wird auch heute nicht still stehen, ich nicht so entwickeln wie sich das der Autor oder ich mir denke, aber man muss seine Optionen offenhalten.
Blog für alle, die sich nicht länger für dumm verkaufen lassen wollen
Über Politwatch
Mein Name ist Christoph Baumgarten und bin seit mehr als einem Jahrzehnt im Journalismus. Dieser Blog soll meine Sicht auf die politischen Entwicklungen in Österreich wiedergeben. Wobei im Moment der Ausdruck Zustand angebrachter wäre, wenn man an die heimische Politik denkt. Politwatch zeigt gerne vergessene Zusammenhänge auf und soll den Menschen eine Stimme geben, die auch angesichts der zunehmenden geistigen Verwahrlosung in diesem Land ihre fünf Sinne zusammen haben und nicht vergessen haben, was bei Politik im Mittelpunkt stehen sollte: Der Mensch mit seinen Bedürfnissen.
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Ich muss meinem Vorkommentierer recht geben, wieder ein unreflektierter Artikel mehr, der keinen Wert auf den Inhalt einer Aussage lebt, sondern lieber und zu allererst fragt, wer das gesagt hat und ins Blaue spekuliert , was dessen Motive sein könnten. Und selbst wenn dessen Gründe unlauter wären, wofür ich keine Anzeichen sehe, ausser die Unlauterkeit des Autors, die er auf andere projeziert, könnte er trotzdem was richtiges gesagt haben. Vergessen wir nicht, Graf hat nicht nach der Bewaffnung der Schützen gefragt, nicht nach einer Blockade des Brenners, sondern nach einer demokratischen Volksabstimmung, und handelt sich hier und anderorts von selbsternannten Demokraten eine Rücktrittsforderung nach der anderen ein. Vollksabstimmung: wo kämen wir denn da hin?
Aber der Artikel ist verständlich, vielleicht sogar verzeihlich, der Autor ist im Proporzösterreich aufgewachsen, in dem es zu allerst und schon im Reflex interessierte, ob das Gegenüber rot oder schwarz war, blau hätte es ja ohnehin nie zugegeben. Da war es vergleichsweise untergeordnet, ob die Gegenseite Manderl oder Weiberl war, recht oder unrecht hatte.
Südtirol steht aktuell nicht an: das ist wahr. Aber ab und zu - z-B. im Sommerloch, dran zu erinnern, ist eine unabdingbare Voraussetzung dafür, die Frage bei der ersten sich bietenden Gelegenheit wieder dort hin zu bringen, wo sie hin gehört, nämlich aufs Tablett. Und solche Gelegenheiten oder Möglichkeiten gab es in Italien z.B als anfang der 90er ernsthafte Bestrebung zur Abtrennung Padaniens herrschten. Mit den Padaniern hatten wir keinen Staatsvertrag über Tirol, und die hätten uns Tirol geschenkt wenn wir ihnen den Brenner im Rücken offengehalten hätten und sie politisch anerkannt hätten wie z-B. bald darauf Kroatien. Die haben nämlich überhaupt keine grossen Sympathien zu der aus dem Süden, mehrheitlich neofaschistisch geprägten italienischsprachigen aus dem Süden zugewanderten Bevölkerung "Alto Adiges". Ist nicht passiert, hätte aber durchaus passieren können.
1989 im Jänner stand im Übrigen auch die deutsche Wiedervereinigung nicht an, nicht ein Ende der Sowjetunion, Jugoslawiens und der CSSR. Die Wiedervereinigung wäre auch nicht angestanden hätte es NUR Brandts und nicht auch Strausse gegeben.
Die Geschichte wird auch heute nicht still stehen, ich nicht so entwickeln wie sich das der Autor oder ich mir denke, aber man muss seine Optionen offenhalten.