Der Grenz-Zieher

Graf2Österreichs leidenschaftlichster Nicht-Antifaschist hat das Sommerloch entdeckt. In einem Interview mit der "Presse", dem Kampforgan des Bürgertums, möchte er Europas Grenzen neu ziehen. Und spielt ein paar abgespielte Leiern.

Wenn es wenigstens originell wäre. Martin Graf (FPÖ), umstrittener Nationalratspräsident, möchte Südtirol per Volksabstimmung heim ins Land holen. Das sagt er der Presse am Sonntag.
http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/497999/index.do?direct=498063&_vl_backlink=/home/index.do&selChannel=103
Dass die ihm zuhört, ist vermutlich dem Sommerloch geschuldet. Ein kalkulierter Aufreger in einer Zeit, wo sich politische Themen nicht gerade aufdrängen. Dass der Nicht-Antifaschist die Abtretung Südtirols rückgängig machen will, dürfte wohl kaum Neuigkeitswert besitzen. Interessant allenfalls, wie er mit vielen Wörtern versucht, diese Forderung nicht explizit zu erheben.

Dass er die alte Leier der unterdrückten Deutschen spielt, dürfte wohl auch kaum überraschen. Sicher, Österreichs umstrittenster Dritter Nationalratspräsident versucht, sich gewählt und diplomatisch auszudrücken. Liest man zwischen den Zeilen, kann ihm den Revisionismus-Vorwurf wohl kaum ersparen. Er vertritt nur eine Meinung, die in den neuerdings österreichtümelnden Kreisen zum guten Ton gehört. International anerkannte Grenzen verrücken zugunsten des vermeintlich ethnisch reinen Staates.

Sicher, nicht nur die FPÖ hat's mit Südtirol. Bei einer offiziellen Gedenkveranstaltung der Republik 2005 (man gedachte damals der Anerkennung der Regierung Karl Renners durch alle Bundesländer) sprach der damalige Tiroler Landeshauptmann Herwig van Staa (ÖVP) wörtlich von der "Unrechtsgrenze, die sie heute noch ist". Dass ein amtierender Spitzenpolitiker eine durch Österreich mehrfach anerkannte internationale Grenze infrage stellt, hat damals niemanden wirklich gekratzt. Aus Tirol, in dem selbst zugewanderte Oberösterreicher einen emotional eigenen Zugang zum Thema aufgebaut haben, ist man derartiges gewöhnt.

Dennoch: Die Wortwahl Grafs macht das zu einem anderen Kaliber. Nicht nur, dass er historischen Blödsinn verzapft. Beim Zerfall Jugoslawiens wurden die Grenzen NICHT neu gezogen. Das Land zerfiel gemäß der internen Grenzen. Die internationale Gemeinschaft verhinderte damals mit Waffengewalt, dass diese Grenzen mit Gewalt neu gezogen wurden. (Im Kosovo machte die NATO 1999 eigenmächtig und völkerrechtswidrig das Gegenteil). Und wenn Graf die armen Deutschen als Opfer der ach so bösen Welt sieht - er sollte mal auf den Balkan fahren. Serben und Kroaten werden ihm da ganz andere Geschichten erzählen. Das vielbeschworene Selbstbestimmungsrecht der Völker war immer und ist immer noch eine Sache des Stärkeren. Grenzen werden von Siegern gezogen. Auch in Südtirol. Graf wäre ernstzunehmen, würde er hier eine Perspektive einnehmen, die einigermaßen historisch gedeckt wäre. Hier tut das Mitglied der Olympia nur, was Buschenschafter immer tun: Die Geschichte einseitig zugunsten der imaginierten deutschen Volksgemeinschaft auszulegen. Insofern ist schon positiv zu bemerken, dass Graf das Wort "Volksgenossen" nicht über die Lippen gekommen ist. Wiewohl ich ihm hier (aus rechtlichen Gründen) nicht unterstellen möchte, dass es zu seinem aktiven Wortschatz gehört.

Wenn aus Terroristen Aktivisten werden
Und doch, Graf verrät sich. Unter anderem verharmlost er Terroristen. Die Südtiroler Bumser als "Aktivisten" zu bezeichnen, ist ein starkes Stück. Diese Menschen haben Sprengstoffanschläge geplant und durchgeführt. Das entschuldigt keinesfalls das Vorgehen der italienischen Behörden gegen sie oder gegen die deutschsprachige Bevölkerung Südtirols in den 1970ern. Aber auch ein mit rechtsstaatlich zu verdammenden Mitteln verfolgter Terrorist bleibt ein Terrorist.

Graf muss das wissen. Andererseits überrascht seine Wortwahl wenig. Prominente FPÖ-Politiker haben mit verurteilten Terroristen den einen oder anderen "Lebensbund" eingegangen, sind mit ihnen in den gleichen Burschenschaften. Und gelegentlich wurden diese verurteilten Terroristen FPÖ-Funktionäre. Mit der Abgrenzung nimmt man es offenbar nicht so genau, wenn Terroristen auf der politisch richtigen Seite stehen. Aber wehe, ein Antifaschist wagt sich auf die Straße. Die Wortwahl prominenter FPÖ-Funktionäre habe ich hier mehrfach dokumentiert.

Bemerkenswert ist auch die Abneigung des Nicht-Antifaschisten gegen den italienischen Faschismus. Dass er sich echauffiert, dass italienische Behörden Faschistendenkmäler pflegen, hätte seine Berechtigung, wäre Graf in dieser Frage nur irgendwie glaubwürdig. Aber hier kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass der Vorwurf einseitig ist. Immerhin verteidigt seine Partei vehement sämtliche Straßenschilder, die nach Nazi-Dichtern benannt wurden, prominente FPÖ-Funktionäre, Graf inklusive, halten jährlich am 8. Mai am Heldenplatz international umstrittene Gedenkfeiern ab, bei denen nicht nur das DÖW Zweifel äußert, wessen gedacht wird, der Chef seiner Partei verharmlost einen Überfall auf die KZ-Gedenkfeier in Ebensee und Hitler-Grüße bei oder am Rande von FPÖ-Veranstaltungen sind auch keine Seltenheit (ebenfalls hier dokumentiert). Insofern sind Grafs Aussagen der "Presse" gegenüber eher in dem Konext zu verstehen, in dem das gesamte Interview steht: Ausnützung des Sommerlochs zur gezielten Provokation. Um die Grenze des gerade noch akzeptablen ein Stückchen weiter nach rechts zu verschieben.

Beruhigend ist, dass es rundum Absagen für Grafs Vorstellungen hagelt. Auch aus Südtirol. Dort sieht man es nicht so gern, wenn sich Wiener für eine Volksabstimmung stark machen, die man selber gar nicht will. Und wenn Graf schon zu seinem Selbstbestimmungsrecht der Völker steht, sollte er das umstandslos akzeptieren.
Karl-Hannes (Gast) - 26. Jul, 19:53

Also bis auf das, von wem es kommt, kann ich an dem Wunsch Südtirol wieder bei Österreich zu haben nichts Schlechtes erkennen. Was soll falsch daran sein?

qualcuno (Gast) - 26. Jul, 21:05

Ziemlich langer Artikel, einseitig und inexakt. Sogenannte "Terroristen" verbrachten ihren Lebensabend ungestört in Österreich nicht nur mit Duldung sondern auch finanzieller Unterstützung der damaligen Regierung und nicht der FPÖ, um genau zu sein der Unterstützung Kreiskys. Der hatte sich des öfteren der ihm von seiner Geburt gewährten Immunität zu Anschuldigungen er sei Nazi, bedient, um einfach das richtige und Angemessene zutun. "Wer a Nazi is bestimm I" wird ihm nachgesagt, und wer will ihm das verdenken.

Ich muss meinem Vorkommentierer recht geben, wieder ein unreflektierter Artikel mehr, der keinen Wert auf den Inhalt einer Aussage lebt, sondern lieber und zu allererst fragt, wer das gesagt hat und ins Blaue spekuliert , was dessen Motive sein könnten. Und selbst wenn dessen Gründe unlauter wären, wofür ich keine Anzeichen sehe, ausser die Unlauterkeit des Autors, die er auf andere projeziert, könnte er trotzdem was richtiges gesagt haben. Vergessen wir nicht, Graf hat nicht nach der Bewaffnung der Schützen gefragt, nicht nach einer Blockade des Brenners, sondern nach einer demokratischen Volksabstimmung, und handelt sich hier und anderorts von selbsternannten Demokraten eine Rücktrittsforderung nach der anderen ein. Vollksabstimmung: wo kämen wir denn da hin?

Aber der Artikel ist verständlich, vielleicht sogar verzeihlich, der Autor ist im Proporzösterreich aufgewachsen, in dem es zu allerst und schon im Reflex interessierte, ob das Gegenüber rot oder schwarz war, blau hätte es ja ohnehin nie zugegeben. Da war es vergleichsweise untergeordnet, ob die Gegenseite Manderl oder Weiberl war, recht oder unrecht hatte.

Südtirol steht aktuell nicht an: das ist wahr. Aber ab und zu - z-B. im Sommerloch, dran zu erinnern, ist eine unabdingbare Voraussetzung dafür, die Frage bei der ersten sich bietenden Gelegenheit wieder dort hin zu bringen, wo sie hin gehört, nämlich aufs Tablett. Und solche Gelegenheiten oder Möglichkeiten gab es in Italien z.B als anfang der 90er ernsthafte Bestrebung zur Abtrennung Padaniens herrschten. Mit den Padaniern hatten wir keinen Staatsvertrag über Tirol, und die hätten uns Tirol geschenkt wenn wir ihnen den Brenner im Rücken offengehalten hätten und sie politisch anerkannt hätten wie z-B. bald darauf Kroatien. Die haben nämlich überhaupt keine grossen Sympathien zu der aus dem Süden, mehrheitlich neofaschistisch geprägten italienischsprachigen aus dem Süden zugewanderten Bevölkerung "Alto Adiges". Ist nicht passiert, hätte aber durchaus passieren können.

1989 im Jänner stand im Übrigen auch die deutsche Wiedervereinigung nicht an, nicht ein Ende der Sowjetunion, Jugoslawiens und der CSSR. Die Wiedervereinigung wäre auch nicht angestanden hätte es NUR Brandts und nicht auch Strausse gegeben.

Die Geschichte wird auch heute nicht still stehen, ich nicht so entwickeln wie sich das der Autor oder ich mir denke, aber man muss seine Optionen offenhalten.

Christoph Baumgarten - 26. Jul, 22:11

@Charly: An sich ist nix Schlimmes dabei. Nur solange die Südtiroler den Wunsch nach einer Überprüfung des Status Quo nicht selbst lautstark artikulieren, sehe ich keine Veranlassung, darüber zu diskutieren. Und die Diskussion gibt es nicht. Somit ist es legitim, die Absicht eines Menschen zu hinterfragen, der diesen Wunsch von außen artikuliert und sich ungefragt zu den Verteidigern der deutschsprachigen Bevölkerung Südtirols aufschwingen will.
Und Qualcuno: Wenn du aufgrund der Wortwahl Grafs, aufgrund seiner Geschichtslügen, keine unlautere Absicht erkennen kannst, bist du dumm. Wenn du sie nicht erkennen willst, na gut. Dann weiß ich woran ich bin. Was ich angesichts deiner Kritik ohnehin tue.

Karl-Hannes (Gast) - 26. Jul, 23:35

Naja, es gibt ja durchaus Gruppen die sich zu artikulieren versuchen, wie zB: http://www.suedtiroler-freiheit.com/

Außerdem würde Südtirols Freiheit den italienischen Faschisten einen angemessenen Schlag verpassen ... meiner Meinung nach halt ... man muss ja Grafs Ansichten nicht teilen um das gut zu finden... Aber Logo das da wieder die Nazi-Keule geschwungen wird, so wie bei allen Belangen der deutschsprachigen Volksgruppen kräftig(und oft ungerechtfertigt) die Nazikeule geschwungen wird... ich halte es da mit Kreisky.

Und nur weil die SVP und ÖVP Politiker in beiden Teilen sagen es will keiner, muss das nicht stimmen, die Ehrlichkeit von denen hat ihre Grenzen, gleich wie bei der Dollfußfrage ...

Poli (Gast) - 27. Jul, 01:01

"Nur solange die Südtiroler den Wunsch nach einer Überprüfung des Status Quo nicht selbst lautstark artikulieren, sehe ich keine Veranlassung, darüber zu diskutieren."
@Christoph Baumgarten: Diesen Wunsch gibt es sehr wohl: Es gibt in Südtirol drei deutsche Kleinparteien, die die Selbstbestimmung als ersten Zweck erkoren haben (Freiheitliche, STF, Union). Und die Südtiroler Volkspartei, deutsche Sammelpartei, hat, nachdem sie von 60%(???) auf 48% abgesackt ist, mit Theiner einen neuen Obmann gewählt, der - im Gegensatz zum alten - sehr für die Ausübung der Selbstbestimmung eintritt.

Christoph Baumgarten - 27. Jul, 07:22

Sorry, aber drei Kleinparteien machen keine Massenbewegung, die es rechtfertigen würden, dass ein österreichischer Spitzenpolitiker über Volksabstimmungen sinniert, Wenn die Südtiroler den Wunsch deutlich artikulieren - gut. Aber vorher nicht. Das ist auch keine Frage von schwarz und rot, wie Charly irgendwie unterstellt.
Und Charly: Nur um den italienischen Faschisten einsauszuwischen, werd ich nicht heimische Rechtsaußenparteien politisch unterstützen. Und, nein, das ist keine Nazi-Keule, nur weil's eine deutschsprachige Bevölkerungsgruppe ist. Der Minderheitenschutz in Südtirol ist nur so gut, dass ich absolut keine Veranlassung sehe, dort in irgendeiner Weise einzugreifen, schon gar nicht für österreichische Spitzenpolitiker, am allerwenigsten für Rechtsaußenpolitiker. Die benutzen nur, wie hier, deutschsprachige Bevölkerungsgruppen für ihre Zwecke. Ähnlich wie es Jobbik oder FIDESZ mit den (zahlenmäßog weit größeren) ungarischen Minderheiten in der Slowakei, Bulgarien und Rumänien tun. Und: Ich kann nix dafür, dass der Graf argumentiert, wie er argumentiert: MIt Geschichtslügen, mit einer Verharmlosung des Terrorismus.
Ich verkneife mir hier auch die Hinweise, dass der Minderheitenschutz in Südtirol weitaus besser funktioniert als in Kärnten und dass das von Graf falsch zitierte Beispiel Jugoslawiens zeigt, wozu Separatismus führt. Nur, Charly: Du selber beurteilst die uigurischen Separatisten in China skeptisch. Da ist es logisch eher inkonstistent, sich so für die Südtiroler einzusetzen.

Karl-Hannes (Gast) - 27. Jul, 10:22

Naja, die 3 Kleinparteien haben zusammen immerhin 21,5% der Stimmen, das reicht aus, finde ich.

Ah ich glaub schon, dass das eine Frage der Partei auch ist, was welcher Politiker behauptet... besonders wenns um die österreichische und die süd-tiroler Volkspartei geht. Die sind einfach kein Spiegel der gesamten öffentlichen Meinung, also würd ichs auch nicht einfach so übernehmen, das meinte ich.

Die Südtiroler sind keine gewaltbereite, religiös-fundamentalistisch, rassistische Gruppierung wie jene Uiguren(sind ja nicht alle), die in China anfangen Han Chinesen zu töten. Außerdem wollen die Uiguren einen eigenen Staat, Südtirol würde, wenn es denn mehrheitlich will, zu Österreich, also zu einem anderen Bund aus Ländern wollen. Für mich ist da ein Unterschied.

"dass der Minderheitenschutz in Südtirol weitaus besser funktioniert als in Kärnten"
Aja, und wo genau ? :-) Ich kann davon recht wenig erkennen, dass es bei uns schlechter funktionieren würde. Die Kärntner-Slowenen, also die normalen, nicht die politischen Berufsslowenen(die gleich wie die deutschnationalen vom BZ, hemmungslos übertreiben), sind die wohl am besten assimilierte Gruppe nicht-deutschsprachiger in Kärnten. Außerdem machn die Slowenen auch nicht die Mehrheit, so wie die Tiroler in Süd-Tirol aus. Würden in Kärnten über 70% Slowenen leben sehe die Sache, aus der Natur der Dinge heraus schon anders aus. Das könnte man so oder so nicht vergleichen.

Christoph Baumgarten - 27. Jul, 16:22

@Charly: In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts WAREN die Slowenen die Kärntner Mehrheitsbevölkerung, die durch brutale Assimilierung germanisiert wurden. Das ist ja das Dilemma der Kärntner: Sie sind germanisierte Slawen, die glauben sie seien slawisierte Germanen. (Hast dich schon mal gefragt, wieso so viele Kärntner Namen auf -ig, -ik oder -itsch oder -c enden?) Und: Nein, der Minderheitenschutz funktioniert in Kärnten eben nicht, sonst würde die slowenische Minderheit auch kein Gehör finden. Es ist nur eine beliebte Methode der Delegitimierung, die, die ihr RECHT einfordern, als "Berufsslowenen" zu verunglimpfen, wie du das auch tust. In Kärnten werden tagtägliche Rechte, Menschenrechte, gebrochen. Das ist die Realität.
Und: Die Südtiroler waren vor wenigen Jahrzehnten noch teilweise eine gewaltbereite, reaktionäre Minderheit - siehe die Bumser, die einen breiten Rückhalt hatten (wenn ich auch nicht die Südtiroler Mehrheit damals als gewaltbereit bezeichnen möchte). Unrechtsbewusstsein gibt's bis heute nicht überall. Dass das auch mit teils brutalen Italianisierungsversuchen einherging, sei hier nicht verschwiegen. Die Dinge sind manchmal eben sehr komplex. Schwarz-Weiß funktioniert gerade in Südtirol nicht so wahnsinnig gut, wie es sich der Herr Graf vorstellt.
Und nebenbei ist es immer legitim, die Absichten von jemanden zu hinterfragen, der von einem "Selbstbestimmungsrecht der Völker" spricht. Wenn's jemand aus der Tiroler VP ist, z.B., oder ein Tiroler Grüner oder was weiß ich, ist es etwas anderes als wenn das jemand tut, der aus dem völkischen Eck kommt. Dem Herrn Graf geht's nicht um Südtirol. Dem geht's um eine möglichst weitgehende Re-Nationalisierung der heimischen Politik.

Karl-Hannes (Gast) - 27. Jul, 17:22

Bei Südtirol mögen wir von mir aus unterschiedliche Ansichten haben. Aber bei Kärnten MUSST du es ja besser wissen als ich ...

Jetz hätt ich doch fast wieder einen riesigen Artikel mit geschichtlichen und demografischen Querverweisen geschrieben nur um zu beweisen dass die Kärntner samt und sonders die Wahl haben was sie sein wollen. Aber nein, ich werde die Diskussion nicht mit dir führen. Du versuchst hier den "reinen" Slowenen in Kärnten herbei zu fantasieren und der "deutschen" Bolksgruppe wieder mal die Brutalität schlechthin zu unterstellen. Dabei bin ich vermutlich gleich viel Slowene wie die tiefsten "Berufsslowenen" ... und führ ich mich so auf ? Nein.

Geschichte hilft...
http://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%A4rntner_Slowenen
http://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_K%C3%A4rntens

Karl-Hannes (Gast) - 27. Jul, 17:23

:-D Die Bolksgruppe .. auch cool, gemeint war natürlich die Volksgruppe...

Christoph Baumgarten - 27. Jul, 19:04

@Charly: Du kannst es drehen und wenden, wie du willst. Der Verfassungsgerichtshof hat eindeutig geurteilt, dass die Rechte der slowenischen Volksgruppe verletzt werden und zwar tagtäglich. Punktum. Ende der Diskussion.
Es ist einfach der übliche Versuch, Kritiker zu diskreditieren, indem man sie zu Fanatikern stempelt. Das hab ich langsam satt.
Und: Red du mir bitte nicht von "Wahlfreiheit" in Bezug auf die slowenische Minderheit in Österreich. Ich sehe an meiner eigenen Familiengeschichte, wie gut das funktioniert hat. Mit Prügeln und Scham. Nicht nur in Kärnten, auch in der Steiermark. So lange ist das noch nicht her, dass sich da niemand mehr erinnern kann.

Karl-Hannes (Gast) - 27. Jul, 19:22

"Punktum. Ende der Diskussion." Wie du wünscht, aber danke für die Diskussion.

Guiseppe Garibaldi (Gast) - 31. Jul, 23:59

Graf setzt sich mit seiner Forderung nach einer Volksabstimmung in Tirol durch und erreicht einen historischen Durchbruch. Rom lenkt ein. Südtiroler, die seit über 90 Jahren ihren ordentlichen Wohnsitz in Südtirol haben, können
per eVoting an der Volksabstimmung ab sofort teilnehmen

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