Der Beitrag von Christoph bringt die Problematik sehr gut auf den Punkt: Die von "ihrer oder österreichischer Kultur" sprechen, wissen selbst überhaupt nicht, was sie eigentlich mit Kultur meinen. Wahrscheinlich lesen sie auch zuviele Strache-Plakate, deren Informationsgehalt gleich null ist.
Ja, Religionsfreiheit könnte man auch so sehen, dass in Klassenzimmern beispielsweise Kreuze hängen sollten, dann aber gleichzeitig auch Halbmond, etc. sprich Symbole sämtlicher in Österreich anerkannter Religionsgemeinschaften und last but not least natürlich auch Symbole, Verse, Plakate, ... von Atheisten, Agnostikern.
Sprüche wie - und ich nehme jetzt bewusst diesen - "Es gibt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit keinen Gott" wären zwar natürlich gerechtfertigt, sind aber meiner Meinung nach ein Schuss nach hinten, weil man bei Diskussionen über eine mögliche Existenz Gottes weder empirische Daten noch objektive Wahrscheinlichkeiten zur Verfügung hat, Wissenschaft also vollkommen fehl am Platz ist. Es gibt keine Möglichkeit, Wahrscheinlichkeiten über die Existenz oder Nicht-Existenz Gottes zu berechnen. Zielführender wäre beispielsweise:
"In unserer Welt / unserem Universum gibt es keinen einzigen Hinweis auf eine Existenz Gottes !"
Ich denke, dieser Satz ist wissenschaftlich haltbar, widerspricht nicht der eigenen Einstellung und provoziert mindestens genauso. (War nur ein erster Gedanke von mir, gibt sicher noch viel bessere)
Ich bin ja selbst Agnostiker, gleichzeitig aber der katholischen Kirche nicht wirklich abgewandt, weil ich selbst als ehemaliger Ministrant und damals aktiver Mitwirkender bei Kindermessen und Heimstunden eine wirklich schöne Zeit in Erinnerung habe und auch durch meine Erfahrungen mit kirchlicher Seelsorge, Obdachlosenbetreuung und -unterstützung seitens Priestern aus meiner Gemeinde und Nachbargemeinden glücklicherweise nur positive Erlebnisse aufzählen kann ... gut, waren Priester nicht gerade "vom alten Schlag". Die vom alten Schlag kenne ich nämlich auch ... aus dem tiefsten Waldviertel, wo selbst im 21. Jhdt. noch am Sonntag von der Kanzel Phrasen wie "Für alle, die nicht glauben, ist es schon zu spät" oder "Ich verabscheue nichts mehr als Menschen, die mit 30 Jahren noch immer nichts aus ihrem Leben gemacht haben" gepredigt werden. Was immer dieser Monsignore mit letzterem auch meint ?? Sehr weit scheint er es mit seinen 65 Jahren ja auch noch nicht gebracht zu haben, wenn er seine Schäfchen mit derartig primitiven, unüberlegten Sprüchen volllabert.
Blog für alle, die sich nicht länger für dumm verkaufen lassen wollen
Über Politwatch
Mein Name ist Christoph Baumgarten und bin seit mehr als einem Jahrzehnt im Journalismus. Dieser Blog soll meine Sicht auf die politischen Entwicklungen in Österreich wiedergeben. Wobei im Moment der Ausdruck Zustand angebrachter wäre, wenn man an die heimische Politik denkt. Politwatch zeigt gerne vergessene Zusammenhänge auf und soll den Menschen eine Stimme geben, die auch angesichts der zunehmenden geistigen Verwahrlosung in diesem Land ihre fünf Sinne zusammen haben und nicht vergessen haben, was bei Politik im Mittelpunkt stehen sollte: Der Mensch mit seinen Bedürfnissen.
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Ja, Religionsfreiheit könnte man auch so sehen, dass in Klassenzimmern beispielsweise Kreuze hängen sollten, dann aber gleichzeitig auch Halbmond, etc. sprich Symbole sämtlicher in Österreich anerkannter Religionsgemeinschaften und last but not least natürlich auch Symbole, Verse, Plakate, ... von Atheisten, Agnostikern.
Sprüche wie - und ich nehme jetzt bewusst diesen - "Es gibt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit keinen Gott" wären zwar natürlich gerechtfertigt, sind aber meiner Meinung nach ein Schuss nach hinten, weil man bei Diskussionen über eine mögliche Existenz Gottes weder empirische Daten noch objektive Wahrscheinlichkeiten zur Verfügung hat, Wissenschaft also vollkommen fehl am Platz ist. Es gibt keine Möglichkeit, Wahrscheinlichkeiten über die Existenz oder Nicht-Existenz Gottes zu berechnen. Zielführender wäre beispielsweise:
"In unserer Welt / unserem Universum gibt es keinen einzigen Hinweis auf eine Existenz Gottes !"
Ich denke, dieser Satz ist wissenschaftlich haltbar, widerspricht nicht der eigenen Einstellung und provoziert mindestens genauso. (War nur ein erster Gedanke von mir, gibt sicher noch viel bessere)
Ich bin ja selbst Agnostiker, gleichzeitig aber der katholischen Kirche nicht wirklich abgewandt, weil ich selbst als ehemaliger Ministrant und damals aktiver Mitwirkender bei Kindermessen und Heimstunden eine wirklich schöne Zeit in Erinnerung habe und auch durch meine Erfahrungen mit kirchlicher Seelsorge, Obdachlosenbetreuung und -unterstützung seitens Priestern aus meiner Gemeinde und Nachbargemeinden glücklicherweise nur positive Erlebnisse aufzählen kann ... gut, waren Priester nicht gerade "vom alten Schlag". Die vom alten Schlag kenne ich nämlich auch ... aus dem tiefsten Waldviertel, wo selbst im 21. Jhdt. noch am Sonntag von der Kanzel Phrasen wie "Für alle, die nicht glauben, ist es schon zu spät" oder "Ich verabscheue nichts mehr als Menschen, die mit 30 Jahren noch immer nichts aus ihrem Leben gemacht haben" gepredigt werden. Was immer dieser Monsignore mit letzterem auch meint ?? Sehr weit scheint er es mit seinen 65 Jahren ja auch noch nicht gebracht zu haben, wenn er seine Schäfchen mit derartig primitiven, unüberlegten Sprüchen volllabert.