Das Audi Max den Studentinnen und Studenten

AudiMax4Bis zu tausend Studentinnen und Studenten haben heute das Auditorium Maximum der Universität Wien besetzt. Sie protestieren gegen die unzumutbaren Studienbedingungen und gegen die diversen unausgegorenen Pläne von Wissenschaftsminister Johannes Hahn (ÖVP).

Wenn ein Minister nichts anderes zu tun hat, als Bedingungen für Studierende verschlechtern zu wollen, darf er sich nicht wundern, wenn denen mal der Kragen platzt. Nach Wochen der Hahnschen Dauerprovokationen zeigen seit Donnerstag gut tausend Studierende, was sie von "ihrem" Minister und seiner Politik halten. Sie streiken - und besetzen das Audi Max in Wien. Spontan und selbstorganisiert.


Was den Prüfungs- und Lehrbetrieb an Österreichs größter Uni einigermaßen lahmlegt. Womit Hahn demonstriert wird, was passiert, wenn er so weiter macht. Und natürlich ist das ein kraftvolles Symbol. Das Audi Max in Wien steht wie kein anderer Ort für höhere Bildung und die freie Wissenschaft. Diesen Ort haben sich die zurückgeholt, für die er da sein sollte. Österreichs Studierende.

Hahn darf auch nicht behaupten, er sei überrascht worden. Am Mittwoch haben Studierende und Lehrende der Akademie der Bildenden Künste die Akademie besetzt. Was eher nicht als Zeichen sonderlich guter Stimmung gedeutet werden sollte.
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Es ist ein deutliches Signal gegen Studiengebühren und Zugangsbeschränkungen auf den Unis. Österreichs Studierende begehren auf gegen Konzepte einer Bildungspolitik, die nur ökonomischen Eliten auf den Unis haben will. Und Arbeiterkinder von höherer Bildung fernhalten will.

Der Protest hat die Aufmerksamkeit der heimischen Medien geweckt. Stellvertretend siehe die Berichte auf ORF.at und derstandard.at.
AudiMax1. Einen guten Überblick bietet auch Tom Schaffer.

Bleibt zu hoffen, dass Hahn die Proteste versteht und sich überlegt, wie er die Lage auf den Unis verbessern kann, ohne Studierende zu schikanieren und zu verunsichern. Angesichts seiner bisherigen Äußerungen scheint Skepsis angebracht, ob er dazu in der Lage ist.

Wichtig ist, dass die Studierenden das Audi Max möglichst lange besetzen. Wozu mehr als die tausend nötig sein werden, die gerade drin sind. Wer Zeit und die Möglichkeit hat, und die Anliegen der Studierenden teil, möge das bitte tun. Es ist wichtig. Vor allem auch, dass genügend Menschen in der Nacht dort sind. Und wenn das nicht geht - die jungen Menschen sind sicher für Getränke, Essen und Zuspruch jeder Art dankbar.

Unter anderem haben sich ÖH, die Grünen Wien, die IG Externe LektorInnen und die gpa-djp-Jugend mit den Besetzerinnen und Besetzern des Audi Max solidarisch erklärt. Unterstützung kommt auch von Sophie Wollner vom Verband Sozialistischer StudentInnen (VSSTÖ) und vom Kommunistischen StudentInnenverband KSV.

Der Autor dieser Zeilen kann krankheitsbedingt heute abend nicht kommen. Ich wünsche den Studierenden im Audi Max jedenfalls bestes Gelingen. Auch Co-Blogger Dominik Leitner erklärt sich solidarisch mit den Besetzerinnen und Besetzern.

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