Bumsti fliegt heim oder: Der Unverstandene, Teil 823

Ein neuer Teil der Politwatch-Reihe: Der Unverstandene. Wie zuvor Martin Graf hadert Bumsti mit den Ungerechtigkeiten der Welt und verzweifelt daran, dass ihn niemand versteht. Und das noch dazu in seinem Urlaub.

Bumsti seufzte leise, als das Surren der Turbinen lauter wurde und das Flugzeug auf der Startbahn von Ibiza immer schneller wurde. Er wusste, was er bei seiner Ankunft nicht mehr gewusst haben würde. Und er seufzte laut, als ihn die Beschleunigung in den Sitz drückte und die Insel unter ihm immer kleiner wurde.

Wieder einmal hatten sie ihn falsch verstanden, diese links-grün-kommunistische Jagdgesellschaft, diese verostküstete Journaille, diese gutmenschlichen Tugendterroristen, diese Wiener Schikeria, diese Intriganten, die noch stolz darauf waren, richtig rechtschreiben zu können (an sich schon ein Beweis einer volkszersetzenden Gesinnung), diese vaterlandslosen Gesellen, diese Österreich-Vernaderer, diese Menschenrechtsdings... Und die -innen natürlich auch.

Dabei wussten nur die, was falsch sein sollte an seinen Plakaten.Wiener-Blut
Bei seinem dritten Seufzer drehte sich die Stewardess um und betrachtete den braungebrannten Mann mit schwarzen Haaren und Dreitagesbart misstrauisch. Das Aussehen ließ sie einen südländischen Hintergrund vermuten. Ein Selbstmordattentäter? Sicherheitshalber mal mit dem Kapitän sprechen.

Bumsti, der sich über seine vereitelten guten Absichten ärgerte, bemerkte das nicht. Er hatte es doch so gut gemeint. Jetzt, wo die jugendliche Tour nicht mehr so zog, man wurde schließlich alt und das sichtbar, musste er sich eben um neues Publikum umsehen. Spätestens, als ihn diese beiden hübschen Mädels in der Disco mit Opa angesprochen hatten, war ihm das klar geworden.

Bumsti kommt ein Gedanke
Da kam ihm ein Gedanke. Diese an sich schon bemerkenswerte Tatsache wurde insofern noch bemerkenswerter, als dieser Gedanke mit Kultur zu tun hatte. Ja, er würde für mehr österreichische Musik eintreten. Diese N...-Musi konnte eh keiner mehr hören, außer diesen Kids, die ihn neuerdings mit Opa ansprachen. Auf diesem Ö3 sollten sie ruhig mal was ordentliches spielen. Johann Strauß zum Beispiel.


Das hatten sie wieder mal missverstanden. Unterstellten ihm, das habe mit den Wiener Gemeinderatswahlen zu tun und mit Politik. Er würde doch im Traum nie an die Wiener Wahlen denken. Bürgermeister wollte er schon werden. Und Bundeskanzler. Und Bundespräsident. Aber was hatte das mit Wahlen zu tun? Da würden der Harald und der Herbert den Leuten diesen Unfug mit einem eisernen Besen austreiben müssen wie weiland....

Bumsti lächelte sanft. Seine Gedanken drifteten kurz ab. Dann wurde er wieder ernst und seufzte ein viertes Mal. Mittlerweile stand der Kapitän neben ihm und beäugte den ins Schwitzen Geratenen misstrauisch, Handschellen in der Hand, bereit sich auf den vermeintlichen Selbstmordattentäter zu stürzen. Dann sah er die Flasche Bier neben dem vermeintlichen Muslim stehen samt einer Portion Schweinsschnitzel. Ein besonders raffinierter Schläfer? Er würde mit dem Tower Rücksprache halten.

Bumsti weiß nichts
Ein Gespräch, das reichlich spät kam. Das Flugzeug setzte zum Landeanflug an. Bumsti hatte seinen ersten Gedanken zu Ende gedacht und die Ungerechtigkeit der Welt verstanden. Er wusste schon, dass sie ihn wieder löchern würden, diese Vertreter der Journaille. Nur wozu? Er wusste ohnehin nichts, würde er sagen. Was ihm jeder halbwegs vernünftige Mensch abkaufen würde. Außerdem war es ein Missverständnis, wie das mit dem freundlichen Burschen mit Kurzhaarschnitt, die ihm bei seinen Veranstaltungen freundlich zuwinkten. Die wurden ja auch immer kriminalisiert. Drittens war jemand anderer verantwortlich. Und viertens wurde er gezwungen.

Und dann würde er den Leuten zu erklären versuchen, um welches hehre Ziel es ihm ging. Und dass das natürlich mit Rassismus so wenig zu tun hatte wie mit den Wiener Gemeinderatswahlen. Überhaupt, er und Rassismus. Da könnte man genauso gut behaupten, der FPÖ-Stadtrat Detlef Wimmer beherrsche die deutsche Sprache. Nein, das "Wiener Blut" und das Fremde, das niemandem gut tut, das ist keine Anspielung auf das Nazi-Regime, wie seine Verfolger meinen.
Rosenberg

Mit dieser Zeit hatte er nichts zu tun. Das bewies ein Blick auf seinen Meldezettel. Er war erst viel später zur Welt gekommen. Er hatte die Gnade, in Bezug auf diese Epoche eine geistige Nachgeburt zu sein. Genauso wie der Parteigenosse bei den Landwirtschaftskammerwahlen. Der hatte gar nicht behauptet, reinrassig und echt zu sein. Das traf nur auf seine Kuh zu. Wobei diese Feststellung Martin Graf und Barbara Rosenkranz möglicherweise nachhaltig verstört hatte - aber die konnten eben nicht unterscheiden, zwischen dem was er meinte, und dem, was er sagte. Auch dort wurde er nicht verstanden. Die Welt war ungerecht, dachte sich Bumsti, während die Reifen quietschend auf der Landebahn aufsetzten.

Bumsti hat Geld
Ob man ihn wohl wieder mal beschuldigen würde, ein Ungarisches-Schnittwurst-Vorgehen zu betreiben? Die Volksverräter nannten das Salami-Taktik. Und nächstens würden sie noch wissen wollen, woher das Geld kam, mit dem er seit einem Jahr Wahlkampf in Wien betrieb.

Als ob die Vorstellung, dass er jemals Wahlkampf betreiben könnte, nicht jedem vernünftigen Menschen lächerlich erscheinen müsste. Eines konnte er ihnen sagen: Vom Haider hatte er es nicht. Der war bekanntlich tot. Und sonst wusste er ohnehin nichts. Das würde er versuchen, der Journaille zu erklären.

Seine Wähler würden ihn schon verstehen.
Darkdidi (Gast) - 18. Aug, 01:21

Dieses Plakat ist in der Tat erschütternd. Es diffamiert jeden, der nicht ethnischer Österreicher ist (Problematischer Begriff, ich weiß) Ich würde es allerdings anders kritisieren als Strache persönlich anzugreifen und alte Nazi-Parolen zu posten.
Das Plakat ist aber nicht bur moralisch verwerflich, sondern auch aus FPÖ-Sicht strategisch dumm, denn diese Art von Wahlkampf wird dafür sorgen, daß die FPÖ ihren Stimmenateil nicht nennenswert ausweiten kann, da sie so Wechselwähler, Protestwähler und Unentschlossene vergrault.

Nicole Weber (Gast) - 19. Aug, 16:46

Mich wunderts nicht, wenn Strache bzw. seine Schreiber auf solche Slogans kommen. ABER RECHT HAT ER! Warum den nicht oder "neuen" Österreichern alles in den Hintern stecken und der "echte" Wiener bzw. Österreicher geht wie immer leer aus oder darf von A nach B und Y rennen um endlich zu seinem Recht zu kommen.
Den die hier lebenden Ausländer, egal welcher Herkunft (Deutschland, Türkei, Afrika, usw.), haben keinen Finger gerührt um Österreich nach dem Krieg aus der Scheiße zu ziehen, nein, das hat die Generation +70 mit ihren eigenen blutigen Händen und unter den schwersten Entbeerungen gemacht. ICH KENNE DIE ERZÄHLUNGEN MEINER GROSSMUTTER!!!!

Christoph Baumgarten - 19. Aug, 18:14

Also: Du hast auch keinen Finger gerührt, um Österreich aus der (selbstverschuldeten) Sch... zu ziehen. Wenn jemandem Dank gebührt, dann deiner Großmutter. Sicher nicht dir. Dir entsteht daraus kein Vorrecht. Nicht aus deiner Schuld. Du bist zu spät auf die Welt gekommen. Die meisten Zuwanderer sind halt anderswo auf die Welt gekommen. Ich sehe da keinen Unterschied. So wie ich dir keinen Vorwurf mache, nicht zur Aufbaugeneration zu gehören, so wenig mache ich das anderen Menschen. (Dass nebenbei ein erheblicher Teil des Gelds und Baumaterials für den Wiederaufbau aus dem Ausland kam, lassen wir mal beiseite.)
Dass Neo-Österreicher "alles in den Hintern" gesteckt bekommen, entspricht einfach nicht den Tatsachen. Ein Blick auf sämtliche Armutsstatistiken in diesem Land beweist, dass, wer nicht in Österreich geboren wurde, durchschnittlich mit deutlich weniger Geld auskommen muss als wer hier geboren wurde, v.a. mit Staatsbürgerschaft. Und das obwohl zahlreiche Zuwanderer über wesentlich bessere Bildung verfügen als es bei dir der Fall zu sein scheint.
Wenn du "leer" ausgehst, ist das gemäß deinem Weltbild deine eigene Schuld. Niemand kann etwas dafür, wenn du Anträge nicht ordentlich einbringen kannst oder nicht imstande bist, die richtige Behörde herauszufinden. Jemandem, der das offensichtlich geschafft hat, daraus einen Vorwurf zu machen, ist in höchstem Maße lächerlich und dumm.

alice (Gast) - 19. Aug, 19:10

tja, mit leerem kopf geht man halt leer (aus)...

Dagmar Hanifl (Gast) - 19. Aug, 19:10

Geh gnädige Frau Weber,

darf ich mal kurz anmerken, dass die Generation unserer Großeltern keinen Finger hätte rühren müßen wäre da nicht ein kleiner Gernegroß aus Braunau aufbebrochen um die ganze Welt in Schutt und Asche zu legen..

übrigens nicht alle ÖsterreicherInnen konnten beim Aufbau helfen - leider war ihr Blut ned wienerisch genug, sie wurden deportiert, mußten fliehen und viel zuviele haben es nicht überlebt..

ein paar haben sich gott sei dank dagegen gewehrt, was zur Folge hatte, das Österreich als erstes Opfer der Nazis angesehen wurde.. ob das heute auch noch glaubhaft rüberzubringen wäre ???

Dagmar Hanifl (Gast) - 19. Aug, 19:12

ahh.. noch was .. ich kenn auch die Erzählungen MEINER GROSSMUTTER !!!

Darkdidi (Gast) - 19. Aug, 23:46

Replik auf Christoph Baumgartens Reaktion auf Frau Webers Post.

Zwei Anmerkungen:

1. Habe ich eher Anrecht auf den Wohlstand, den meine Vorfahren erwirtschaftet haben, als jemand Unbeteiligter. Deshalb z.B.hat meine Großmutter ihre Wohnung, obwohl ich für deren Erwerb keinen Finger gekrümmt habe, auch mir vererbt und nicht meinem Nachbarn oder sonstwem.
Man muß daher Frau Webers Ansicht nicht restlos teilen, aber sie ist nachvollziehbar und legitim.

2. Sie suggerieren, daß es Migranten ausschließlich deshalb schlechter als dem Durchschnittsösterreicher geht, weil sie diskriminiert und benachteiligt werden. Das ist wenn überhaupt nur in verschwindent geringem Ausmaß der Fall und findet mittlerweile umgekehrt mindestens genauso oft statt.
Viel mehr sind die Gründe in mangelndem Integrationswillen, Sprachproblemen, schlechter Ausbildung, Segregation und konservativ-religiösen Familienverhältnissen zu suchen.
Daß es auch anders geht, beweisen einige sehr erfolgreiche Migranten, wie Efgani Dönmez oder Attile Dogudan.Auch in meinem ganz perönlichen Bekanntenkreis existieren solche. Die Bringschuld muß von den Zuwanderern eingebracht werden, Österreich hat die besten Vorraussetzungen dafür.

Christoph Baumgarten - 20. Aug, 00:00

Didi: Es besteht ein gravierender Unterschied zwischen Eigentum und politischen Rechten. Politische bzw. Menschenrechte sind glücklicherweise nicht an Besitz gebunden und schon gar nicht an ererbten. Das ist gut so. Außerdem finde ich es mehr als erbärmlich sich auf die Leistungen anderer zu berufen als seien es die eigenen. Kaum etwas ist amoralischer als aus Ererbtem Anspruch auf Vorrechte abzuleiten. In diesem speziellen Fall kommen die mangelnden Deutschkenntnisse erschwerend hinzu.
Dazu kommt, dass diese gute Frau vollständig ausblendet, dass die gleiche Generation, die Österreich wieder aufgebaut hat, vorher mit Hurra und Begeisterung Europa in Schutt und Asche gelegt und kräftig mitgeholfen hat, so ganz nebenbei elf Millionen Menschen in Konzentrations- und Gefangenenlagern umzubringen. Aufbauen hätten sie nicht müssen, hätten sie nicht vorher mitgemacht. Auch von diesem Standpunkt aus gesehen ist es sehr seltsam, aus den Leistungen der Aufbaugeneration irgendwelche Sonderrechte ableiten zu wollen.
Und 2. Ja, MigrantInnen werden primär diskriminiert. Am Wohnungsmarkt, am Arbeitsmarkt, bei der Bildung. Dazu existieren derartig umfangreiche Studien, dass es von Realitätsverweigerung sondergleichen zeugt, das Gegenteil zu behaupten. Siehe auch entsprechende Kritik etlicher internationaler Organisationen an der so genannten Integrationspolitik in Österreich. Das heißt nicht, dass sich alle MigrantInnen gleichermaßen gerne oder problemlos in diese Gesellschaft einfügen. Nur gibt man denen ständig Rechtfertigungen, indem man sie diskriminiert.
Es zeugt auch von mangelnder Sachkenntnis, die Schuldfrage einfach umzukehren. Wer so vorgeht, und das tut die heimische Politik seit mittlerweile fast zwei Jahrzehnten, braucht sich nicht zu wundern, dass Probleme nicht gelöst sondern ständig vergrößert werden.

Darkdidi (Gast) - 20. Aug, 01:12

Ich habe erwartet, daß sie das anders sehen als ich und nehme das zur Kenntnis.

Trotzdem noch zwei Anmerkungen:

Zum Ersten bitte ich sie zu überdenken so leichtfertig die einfachen Menschen, von denen viele, aber nicht alle den Lügen der Propaganda erlegen sind, nach dem Motto " die waren alle selber schuld" zu verurteilen. Dazu haben wir alle ex-post kein Recht, da keiner von uns mit Sicherheit sagen kann, wie er damals gehandelt hätte.
Die Vorraussetzungen ( verlorener 1.WK, allgemeine gesellschftliche Normen, große Armut, Sozialisation des Einzelnen, alte Ressentiments, etc,etc....) waren grundlegend anders als heute.
Ich fürchte, die wenigsten von uns wären ein Franz Jägerstätter gewesen.

Zum Zweiten bleibt für mich persönlich festzuhalten, daß jeder Zuwanderer, der ein Bleiberecht hat, auch die theortische Möglichkeit zum Aufstieg hat.
Wenn es Migranten in Ö so schlecht hätten, wären wohl kaum so viele gekommen.

Ein Beispiel von vielen:In den Neunzigern hatte ich eine türkische Mitschülerin aus sehr traditionellen konservativen Verhältnissen, die schlecht Deutsch konnte, sich aber extrem bemühte. Sie wollte immer die Deutschhausübung vor der Klasse vorlesen und wurde vom Deutschlehrer konstruktiv korrigiert.
Ich fand das vorbildlich und mutig von ihr, ich habe großen Respekt vor so einem Verhalten.Sie schaffte es auch die 5. Gymnasialklasse abzuschließen, verschwandt dann aber von der Bildfläche, da die Schulpflicht erledigt war und ihr Vater keinen weiteren Schulbesuch seiner Tochter wünschte.
Ich bin überzeugt, daß das kein Einzelfall ist.

Daran ist sicher nicht Österreich schuld.

Strasser Peter (Gast) - 20. Aug, 09:44

Sehr geehrte Frau Weber!

Da Sie den Blog von Herrn Baumgarten lesen setz ich mal ein gewisses Bildungsniveau voraus.

Demnach versteh ich nicht ganz, wie sie auf die "böse Ausländer"-Tour hereinfallen können.

Vor allem definieren Sie mir bitte mal, was zur Hölle ein echter "Österreicher" ist?

Reicht ein österreichischer Pass? Müssen die Eltern Österreicher sein? Reicht für die Eltern ein österreichischer Pass? Müssen die Eltern der Eltern Österreicher sein? Reicht für die Eltern der Eltern ein österreichischer Pass? Und so weiter!

Erkennen Sie worauf ich hinaus will?

Wie kann ein vernünftiger Mensch auf diesen eugenischen Wahnsinn hereinfallen?

Wenn wir, wie sie sich das offensichtlich wünschen, alle "unechten" Österreicher und gar noch schlimmere des Landes verweisen, dann frag ich mich, wie das die Wirtschaft verkraftet, dann frag ich mich wer ihnen um 5 Uhr die Krone vor die Tür legt, dann frag ich mich wer Ihren Müll abholt, dann frag ich mich wer während Ihrer Lobotomie die Narkose überwacht, dann frag ich mich wer die Arbeit macht auf die "echte" Österreicher sch...en.

Und argumentieren Sie verdammt nochmal nicht mit den Verdiensten vorangegangener Generationen, denn dann müssen Sie auch die Verantwortung für deren Fehler mittragen!

Und Beides ist Bockmist.

Aber das habt ihr Brownies ja noch nie verstanden.

Also geben Sie die Schuld an Ihrem anscheinend miesen Leben ruhig allen anderen, bevor Sie sich mal Gedanken machen was SIE falsch machen.

In diesem Sinne, viel Glück Genossin!!!

Daniel U. (Gast) - 22. Aug, 19:45

@all: Freie Meinungsäußerung wieder mal nur für eine Seite - Frau Weber, wird ja bis auf eine Ausnahme, von allen schärfstens kritisiert. und an Herrn Straße, "ihr Brownies" find ich fast so schlimm, wie das FPÖ Plakat da oben und mit was Fr. Weber argumentiert (Zitat: "und argumentieren sie verdammt nochmal nicht...") können Sie auch getrost ihr überlassen.

Leider vergesst "ihr" da was, viele "Österreicher" (und sogar welche mit Migrationshintergrund, meistens die erfolgreichen) sind derselben Meinung und werden für die Fpö stimmen - was mir persönlich absolut nicht zusagt - da diese Hetze wirklich unter aller Sau ist. (so wie der Rest des FPÖ, BZÖ, FPK Sumpf)

Fakt ist aber, sie zieht - die Hetze... bei mir zwar nicht, aber bei sehr vielen und das immer mehr.

Daniel U. (Gast) - 22. Aug, 19:45

"Herrn Straße" war ne Autokorrektur ;-)

Christoph Baumgarten - 22. Aug, 21:36

Freie Meinungsäußerung heißt NICHT, dass man den oder die andere nicht schärfstens kritisieren darf. Freie Meinungsäußerung heißt, dass jede/r (sehen wir mal von offensichtlicher Hetze udgl. ab) seine/ihre Meinung kundtun darf ohne dafür mit Gefängnis bestraft zu werden oder in Gefahr zu geraten, den Job zu verlieren, verprügelt zu werden etc. Freie Meinungsäußerung heißt auch, dass man seine Meinung einer Diskussion überlässt. Wenn man den Argumenten der anderen nicht gewachsen ist - bitte.
Im übrigen hab ich den Schwachsinn nicht gelöscht. Ich hab damit Frau Weber die Möglichkeit belassen, ihre Meinung kundzutun. Mehr freie Meinungsäußerung geht nun wirklich in einer Demokratie nicht.

Christoph Baumgarten - 22. Aug, 21:39

P.S.: Dass besonders viele Menschen mit Migrationshintergrund die FPÖ wählen, ist übrigens ein von der FPÖ immer wieder verbreitetes Propagandamärchen. Alle Wahlergebnisse (Sprengel) und sämtliche Studien widerlegen das. Dass es immer wieder Einzelfälle gibt - und bei ein paar hundert Bekannte, die ein jeder von uns hat, ist da sicher mal wer dabei - bestreitet ja niemand. Aber das sind Einzelfälle.


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Mein Name ist Christoph Baumgarten und bin seit mehr als einem Jahrzehnt im Journalismus. Dieser Blog soll meine Sicht auf die politischen Entwicklungen in Österreich wiedergeben. Wobei im Moment der Ausdruck Zustand angebrachter wäre, wenn man an die heimische Politik denkt. Politwatch zeigt gerne vergessene Zusammenhänge auf und soll den Menschen eine Stimme geben, die auch angesichts der zunehmenden geistigen Verwahrlosung in diesem Land ihre fünf Sinne zusammen haben und nicht vergessen haben, was bei Politik im Mittelpunkt stehen sollte: Der Mensch mit seinen Bedürfnissen. Ein Hinweis für InhaberInnen eines Accounts auf twoday.net: Es gibt einen e-mail-Abodienst für neue Beiträge und Kommentare.

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