Bruderzwist in Schwarz

Strasser_KahrerProminente Politikerinnen und Politiker der ÖVP halten Othmar Karas für den besseren schwarzen Kandidaten für das EU-Parlament. Sie haben ein Personenkomittee gegründet. Ernst Strasser steht allein da. Angeblich auf eigenen Wunsch. Parteichef Josef Pröll beschwichtigt.

Etwas anderes blieb Josef Pröll nicht übrig. Kein Konkurrenzkampf zwischen Othmar Karas und Ernst Strasser. Ungeachtet dessen, ob die Aussage stimmt oder nicht: Zuzugeben, dass es anders wäre, hätte auch bedeutet, zuzugeben, dass er sich verspekuliert hat, als er den gescheiterten Innenminister zum ÖVP-Spitzenkandidaten für die EU-Wahl machte und den als farblosen Profi geltenden Karas links liegen ließ.

Ursula Plassnik, Josef Taus, Alois Mock, Wolfgang Schüssel, Wilhelm Molterer und andere teilen Prölls Einschätzung der Welt oder zumindest der EU-Wahlen nicht. Sie haben sich zu einem Komittee zusammengeschlossen, das Vorzugsstimmen für Karas aufstellen soll. Allesamt keine Unbekannten. Gemunkelt wird, dass Raika-Generalanwalt Christian Konrad seine Finger im Spiel hat.
http://www.orf.at/?href=http%3A%2F%2Fwww.orf.at%2Fticker%2F326039.html
http://www.nachrichten.at/nachrichten/politik/innenpolitik/art385,164002

Strassers Komittee besteht aus - niemandem. Er habe auf so etwas verzichtet. Sagt er. Teil der Strategie, versucht sein Sprecher zu beschwichtigen. Das solle der "Volks"partei Stimmen bringen. Mag sein. Vielleicht sind die öffentlichen Sympathien für Strasser aber auch enden wollend. Anders, als Pröll glaubt.

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Mein Name ist Christoph Baumgarten und bin seit mehr als einem Jahrzehnt im Journalismus. Dieser Blog soll meine Sicht auf die politischen Entwicklungen in Österreich wiedergeben. Wobei im Moment der Ausdruck Zustand angebrachter wäre, wenn man an die heimische Politik denkt. Politwatch zeigt gerne vergessene Zusammenhänge auf und soll den Menschen eine Stimme geben, die auch angesichts der zunehmenden geistigen Verwahrlosung in diesem Land ihre fünf Sinne zusammen haben und nicht vergessen haben, was bei Politik im Mittelpunkt stehen sollte: Der Mensch mit seinen Bedürfnissen. Ein Hinweis für InhaberInnen eines Accounts auf twoday.net: Es gibt einen e-mail-Abodienst für neue Beiträge und Kommentare.

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