Braune Unterstützung für Mölzer

fpoe_logoLaut Kurier genießt Andreas Mölzer braune Unterstützung im Wahlkampf. Karl Polacek gehört dem Personenkomitee Mölzers an. Laut Kurier gilt Polacek als "großväterlicher Organisator" der Skinhead-Szene. Die sonst mit solchen Bezeichnungen zurückhaltende Tageszeitung nennt Polacek "Neonazi".
http://www.kurier.at/nachrichten/322422.php

Schlamperei, mangelnde Recherche, bewusste Provokation oder ein selbst für FPÖ-Ausmaße unübliches Ausmaß an Liebäugeln mit dem rechten Rand? Wenn ein Mann, den eine seriöse Tageszeitung als Neonazi bezeichnet, den FPÖ-Spitzenkandidaten Andreas Mölzer unterstützt, sind solche Fragen zulässig. Offen gestanden vermute ich eine Mischung aus Möglichkeit drei und vier. Es ist schwer vorstellbar, dass die FPÖ nicht gewusst hat, dass Polacek den "Braunauer Ausguck" herausgegeben hat und lt. Kurier-Recherchen nach einer Axt-Attacke auf eine Antifaschistin aus Deutschland ausgewiesen wurde.

Angesichts der Hitler-Grüße bei FPÖ-Veranstaltungen, der Verharmlosung der Übergriffe von Ebensee, der jüngsten Attacken auf Ariel Muzicant dürfen sich die Freiheitlichen nicht mehr wundern, wenn sie in ein bestimmtes Eck gestellt werden. Sie lassen kaum eine Gelegenheit aus, ihre Kritiker in dieser Meinung zu bestätigen.

Das wirft auch die Frage auf, wie man die inhaltlichen Positionen der FPÖ verstehen soll. Sofern man sie als Inhalte bezeichnen will. Billige Polemik gegen Migrantinnen und Migranten, oft genug verbunden mit pauschaler Unterstellung strafrechtlich relevanten Verhaltens, Oft genug gehen die "Argumentationslinien" ins rassistische, seit einigen Jahren mit einer besonders antiislamischen Schlagseite. Offen verwendeter NS-Jargon wie "Umvolkung", der besonders zum Wortschatz von Andreas Mölzer gehört. In Verbindung mit Agrumentationsschienen, an denen die Neue Rechte seit Jahrzehnten bastelt.

Abgesehen davon, dass die Argumentation grundsätzlich abzulehnen ist - mit dem dauernden Anstreifen am rechten Rand liefert die FPÖ ihren Kritikern zusätzliche Argumente. Ein hoher Preis, den man für ein wenig Aufmerksamkeit zu zahlen bereit ist. Und gesamtgesellschaftlich fatal: Es verleiht den Ewiggestrigen legaler und illegaler Provenienz ein Forum und bei manchen Menschen so etwas wie Legitimität. Eine Entwicklung, die den demokratischen und antifaschistischen Grundkonsens unserer Gesellschaft gefährdet. Befördert von der FPÖ. Ob gewollt oder ungewollt, ob aus Kalkül, oder Schlamperei, ist letztlich egal. Die Folgen haben wir alle zu tragen. Siehe Ebensee.
Eric (Gast) - 2. Jun, 00:37

Servus,

Nicht laut Kurier gilt Polacek als "großväterlicher Organisator der Skinhead-Szene", diese "Feststellung" hat das Dokumentationsarchiv des österr. Widerstands getroffen. Eine Institution die als "kommunistische Tarnorganisation" bezeichnet werden darf, was sich aus einer Anfragenbeantwortung von Elisabeth Gehrer aus dem Jahre 1998 ergibt.

Gruß

cursor (Gast) - 7. Jun, 19:32

Was mich SO wundert ist immer , wieder die verblüffend naive art der Österreicher im umgang mit der FPÖ und ihrer Führungsebene .Diese Partei mit Nazis in Verbindung zu bringen ,ist ja fast schon ein Frevel ,in etwa so als wie Kirche und Kreuz in eintracht zu sehen/verstehen (Augenzwinker ) .Da ich selbst lang genug für diese Partei gearbeitet habe , kann /darf ich bestätigen __-ES ist So , ohne einer Rechten Einstellung gibt es kein Vor/Weiterkommen in dieser, DER Partei .War es nun eine Ablehnung der Rechten , ein Befürworten der EU ein Sieg der Schwarzen ein verlieren der Roten ein Fiasko der Grünen oder ,oder ,oder ....; Die Möglichkeiten der Parteien ES , dass Erfolgserlebnis zu vermitteln sind wohl so unbegrenzt , wie die Berechnung eines Lottosechser`s . .Ob es Burschenschaften oder gewisse Verbindungen/Netzwerke sind , immer ja immer ob auf Parlaments-Landtags-Rathausebene werden einschlägige Positionen nur an """AUS_ERWÄHLTE"""""VER/geben .Die heutige EU-WAhl ist wieder einmal mehr ein Zeichen wie einseitig/eigenwillig man seine Erfolge interpretieren Kann /Darf/Soll.

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