Atheisten-Kampagne jetzt auch in Österreich
„Es gibt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit keinen Gott. Werte sind menschlich. Auf uns kommt es an“. Diese Botschaft ist ab 5. Juni auf Bussen der Linien 13A und 14A in Wien zu lesen. Erstmals in Österreich. Ermöglicht wird das von mehreren humanistischen und atheistischen Organisationen in Österreich. Sie hoffen, eine Diskussion um die Rolle von Religion in der Politik in Gang zu bringen.

„Die jüngsten Vorfälle zeigen, dass man Religion aus Politik und dem öffentlichen Raum heraushalten muss“, sagt Erich Eder, Obmann des Vereins AG-ATHE, Atheistinnen und Agnostikerinnen für ein säkulares Österreich. AG-ATHE ist eine der Organisationen, die Absender der atheistischen Botschaft sind, die ab 5. Juni auf Bussen der Wiener Linien zu sehen sein wird. Unterstützung kommt auch von Martin Luksan, Bundesvorsitzendem des Freidenkerbunds, Österreichs ältester laizistischer Organisation: „Ein Blutbad in einem Tempel, ein hetzerischer Politiker, der mit dem Kreuz auf Stimmenfang geht, eine Kampagne gegen muslimische Zuwanderer, da braucht es ein deutliches Zeichen für die Vernunft“, sagt Luksan. „Religion muss Privatsache sein. Solche Kampagnen und Vorfälle wären nicht möglich, wenn Religion nicht einen so unterhinterfragten Stellenwert im öffentlichen Leben hätten“, ergänzt Karl Linek, Obmann der Allianz für Humanismus und Atheismus (AHA). Es ist die erste gemeinsame Aktion der drei Organisationen.
Die Sujets gehen auf eine Werbeaktion britischer Atheistinnen und Atheisten zurück, die von Richard Dawkins inspiriert wurde, und werden seitdem international verwendet. „In Deutschland und Italien haben die Verkehrsbetriebe mehrerer Städte die Sujets aus Angst vor öffentlichem Protest abgelehnt“, sagt Niko Alm, Geschäftsführer von Super-Fi, der Agentur, die die Kampagne unentgeltlich abwickelt. „Dass es in Wien besser läuft, ist ein gutes Zeichen. Immerhin gibt es allein in der Bundeshauptstadt hunderttausende Menschen ohne religiöses Bekenntnis“, sagt Luksan. „Katholische Werbung auf Bussen und Plakatflächen ist selbstverständlich. Jetzt verschaffen sich einmal die Konfessionslosen Gehör.“
Mit öffentlichen Debatten sei dennoch zu rechnen, zeigen sich Eder und Linek einig. „Das ist gut so. Damit machen wir Menschen Mut, sich dazu zu bekennen, nicht an Gott zu glauben. Und wir machen auf die eine Million Konfessionsloser in Österreich aufmerksam. Auf diese Gruppe wird meist vergessen. Da nehmen wir eine vielleicht sogar heftigere Debatte in Kauf.“
Aktion auf einen Monat befristet
Die Aktion ist vorerst auf einen Monat befristet. Die Vereine haben ein Spendenkonto eingerichtet, um die Kampagne weiterführen zu können. „Im Gegensatz zu Religionsgemeinschaften verfügen wir nicht über die finanziellen Mittel, eine solche Kampagne flächendeckend und unbefristet weiterzuführen“, appellieren die Vertreter der Organisationen an potenzielle Spender.
http://www.buskampagne.at
http://www.EsgibtmitanSicherheitgrenzenderWahrscheinlichkeitkeinenGott.at
http://www.ag-athe.at
http://www.freidenker-oesterreich.at
http://www.atheisten.at
http://www.super-fi.eu

„Die jüngsten Vorfälle zeigen, dass man Religion aus Politik und dem öffentlichen Raum heraushalten muss“, sagt Erich Eder, Obmann des Vereins AG-ATHE, Atheistinnen und Agnostikerinnen für ein säkulares Österreich. AG-ATHE ist eine der Organisationen, die Absender der atheistischen Botschaft sind, die ab 5. Juni auf Bussen der Wiener Linien zu sehen sein wird. Unterstützung kommt auch von Martin Luksan, Bundesvorsitzendem des Freidenkerbunds, Österreichs ältester laizistischer Organisation: „Ein Blutbad in einem Tempel, ein hetzerischer Politiker, der mit dem Kreuz auf Stimmenfang geht, eine Kampagne gegen muslimische Zuwanderer, da braucht es ein deutliches Zeichen für die Vernunft“, sagt Luksan. „Religion muss Privatsache sein. Solche Kampagnen und Vorfälle wären nicht möglich, wenn Religion nicht einen so unterhinterfragten Stellenwert im öffentlichen Leben hätten“, ergänzt Karl Linek, Obmann der Allianz für Humanismus und Atheismus (AHA). Es ist die erste gemeinsame Aktion der drei Organisationen.
Die Sujets gehen auf eine Werbeaktion britischer Atheistinnen und Atheisten zurück, die von Richard Dawkins inspiriert wurde, und werden seitdem international verwendet. „In Deutschland und Italien haben die Verkehrsbetriebe mehrerer Städte die Sujets aus Angst vor öffentlichem Protest abgelehnt“, sagt Niko Alm, Geschäftsführer von Super-Fi, der Agentur, die die Kampagne unentgeltlich abwickelt. „Dass es in Wien besser läuft, ist ein gutes Zeichen. Immerhin gibt es allein in der Bundeshauptstadt hunderttausende Menschen ohne religiöses Bekenntnis“, sagt Luksan. „Katholische Werbung auf Bussen und Plakatflächen ist selbstverständlich. Jetzt verschaffen sich einmal die Konfessionslosen Gehör.“
Mit öffentlichen Debatten sei dennoch zu rechnen, zeigen sich Eder und Linek einig. „Das ist gut so. Damit machen wir Menschen Mut, sich dazu zu bekennen, nicht an Gott zu glauben. Und wir machen auf die eine Million Konfessionsloser in Österreich aufmerksam. Auf diese Gruppe wird meist vergessen. Da nehmen wir eine vielleicht sogar heftigere Debatte in Kauf.“
Aktion auf einen Monat befristet
Die Aktion ist vorerst auf einen Monat befristet. Die Vereine haben ein Spendenkonto eingerichtet, um die Kampagne weiterführen zu können. „Im Gegensatz zu Religionsgemeinschaften verfügen wir nicht über die finanziellen Mittel, eine solche Kampagne flächendeckend und unbefristet weiterzuführen“, appellieren die Vertreter der Organisationen an potenzielle Spender.
http://www.buskampagne.at
http://www.EsgibtmitanSicherheitgrenzenderWahrscheinlichkeitkeinenGott.at
http://www.ag-athe.at
http://www.freidenker-oesterreich.at
http://www.atheisten.at
http://www.super-fi.eu
Christoph Baumgarten - 4. Jun, 12:04



