Angelegt zu scheitern
Eine Demo gegen den Ball des Wiener Korporationsrings eskaliert. 14 Menschen werden festgenommen, hunderte angezeigt. Chronologie eines Polizeieinsatzes, der von Beginn an darauf angelegt war, zu scheitern. Titelbild: (c) Martin Juen.Es ist diese typisch mitteleuropäische Kälte, die sich durch die Kleidung frisst, in jede Pore eindringt, bis an die Knochen zu gehen scheint. Die Demonstrantinnen und Demonstranten schützen sich auf ihre Weise. Manche mit Hauben, manche stampfen am Platz. Andere haben den Schal aufs Kinn gezogen. Einige können das nicht als Ausrede benutzen. Der Schal vorm Gesicht dient offensichtlich dazu, sie unkenntlich zu machen. Der Schwarze Block ist stark an diesem Abend.
Die Leute wissen: Diesmal fehlt die Sozialistische Jugend, die sie normalerweise von der Polizei fernhält und mit dem Ordnerdienst sicherstellt, dass sie auf keine dummen Gedanken kommen. Die Sozialistische Linkspartei hat auch nur ein kleines Aufgebot mobilisieren können. Zu schwach, um die Autonomen abzudrängen. Die KPÖ hat ihre Reihen mit Mitgliedern aufgefüllt, die zum Teil aus Klagenfurt angereist sind, um für Demokratie zu demonstrieren.
(Bild: Daniel Weber)Die Stimmung ist etwas ratlos. Vorne Polizisten, hinten Polizisten, links Polizisten, rechts Polizisten. Wer vom Europaplatz zum Christian-Broda-Platz kommt, muss seinen Personalausweis herzeigen. Zumindest wenn er oder sie irgendwie jugendlich ist und vielleicht auch ein wenig nach Punk aussieht. Ich werde nicht einmal gefragt sondern komme so rein. Leute stehen herum, niemand weiß, wie's weitergeht. Der grüne Nationalratsabgeordnete Karl Öllinger ist da, um seine Solidarität zu zeigen. Er unterhält sich mit einigen Teilnehmenden. Dann muss er weiter. Es ist eine Aufmunterung für einige. Öllinger ist bis zum Ende auf der Demo. (Siehe auch seinen Kommentar unten)
Die Polizei lässt fleißig Leute rein. Nur die SJ, die zu spät kommt, muss draußen bleiben. Ich treffe einen Münchner, der extra für die heutige Demo angereist ist. "Gegen diese Leute müssen wir auf die Straße gehen", sagt er. Gemeint sind die Teilnehmer des Balls des Wiener Korporationsrings. Wie jedes Jahr eine Ansammlung Rechtsextremer. Heuer ist erstmals die Gegendemonstration untersagt worden. "Unglaublich, was sich da bei euch in Wien abspielt", sagt der Münchner und zieht an einer selber gedrehten Zigarette. Mir wird langsam kalt. Keiner kann die Frage beantworten, wann's weitergeht. Ich trinke heißen Tee, den ich in meiner Thermoskanne mitgebracht habe.
Es geht los
Irgendwann um dreiviertel sieben geht es los. Die 800 Teilnehmenden, die die Polizei bis zuletzt in die abgesperrte Zone gelassen hat, setzen sich in Richtung Mariahilferstraße in Bewegung. Der Schwarze Block ganz vorne. Nach nicht einmal hundert Metern ist Schluss. Eine Reihe von Polizisten in Riot-Uniformen hinter Plastikschilden versperrt den Weg. Das Auftreten ist bewusst einschüchternd. Hier geht's nicht weiter.
Keine Lautsprecherdurchsagen, nichts. Zunächst. "Wiener Polizisten schützen die Faschisten", kommt es von den Sprechchören der diversen Blocks. Dann kommen einige Mitglieder des Schwarzen Blocks auf die geniale Idee, Schweizer Kracher auf die Polizei zu werfen. Sie stehen ganz vorne, diesmal gibt es keinen Pufferblock. Kurz nur sind sie noch als Block erkenntlich, flüchten dann in die Menge, formieren sich wieder in kleinen Grüppchen und werfen wieder Feuerwerkskörper. Einige andere Teilnehmer beschimpfen sie. "Wegen Euch halt ich nicht meinen Kopf hin"; schreit einer. Einen anderen Demonstranten rennen sie beinahe nieder.
(Bild: Daniel Weber)Die meisten Teilnehmenden sind verwirrt. Für viele ist es die erste illegale Demonstration. Ab jetzt kann man nicht mehr raus. Und gegen die paar Chaoten vom Schwarzen Block kann man auch nichs tun. Mitgehangen, mitgefangen. Das gilt auch für die Passantinnen und Passanten, die zufällig reingeraten sind. "Hier spricht die Bundespolizei Wien. Diese Demonstration ist aufgelöst. Sie haben zehn Minuten Zeit, den Platz zu verlassen", tönt es aus einem Lautsprecher. Ein Wasserwerfer fährt auf. Angeblich ist die Stumpergasse als Ausgang vorgesehen. Dort ist gesperrt. Ein paar Polizisten setzen Pfefferspray ein:
Eingesperrt
Zehn Minuten vergehen. Nichts passiert. Stehen, warten und frieren. Auf beiden Seiten. "Was machen wir hier?" "Wir warten bis 20 Uhr. Dann werden sie schon aufmachen". Aus dem Lautsprecher eines Demoblocks wird aufgerufen, zum angemeldeten Straßenfest gegen den WKR-Ball am Sigmund-Freud-Platz zu gehen.
Irgendwie kommen ein paar Leute doch raus. Die Polizei öffnet willkürlich einen Ausgang, lässt ein paar Leute raus. Alle müssen den Ausweis herzeigen. Leute drinnen telefonieren mit Leuten, die rausgekommen sind. "Was ist passiert?" "Ich bin aufgeschrieben und angezeigt worden. Auch ein paar Passanten haben Anzeigen bekommen wegen Teilnahme an einer verbotenen Demonstration". Gefragt wird offenbar nicht großartig.
Das betrifft auch Didi Zach, Landessprecher der Wiener KPÖ. Er und einige Genossinnen und Genossen befolgen den Aufruf, den Platz zu räumen und setzen sich in ein nahe gelegenes Kaffeehaus. Abwarten, bis sich die Lage beruhigt, dann heim gehen. Didi hat offenbar das Pech, dass er alle Fahnen der KPÖ mitheim nimmt. Er gerät in einen zweiten Ring des Kessels und bekommt eine Anzeige. Dass er der Polizeiaufforderung Folge geleistet hat - wen kümmert das schon?
Der Ausweg
Wirklich nachvollziehen lässt sich die Strategie der Polizei nicht. Ein paar Leute dürfen raus, die meisten nicht. Es ist schwierig, der Aufforderung Folge zu leisten, den Platz zu räumen. Das überfordert vor allem Jugendliche, die vielleicht zum ersten Mal auf einer antifaschistischen Demonstration sind, zumal einer illegalen. Sie sind verängstigt, die Kälte tut das ihre. Mittlerweile ist ein zweiter Wasserwerfer da, auf der anderen Seite des Kessels.
Ich muss auf die Toilette. Glücklicherweise hat ein Lokal offen. Ich treffe eine Bekannte von der Audimax-Besetzung. Wir wollen uns mit einem Kaffee aufwärmen und dann wieder runter gehen. Pech gehabt. Nach dem Kaffee kommen wir nicht mehr raus. Es geht etlichen Teilnehmenden so, die hierher gekommen sind, um abzuwarten. Die meisten wollen heim oder vielleicht noch zum Straßenfest. In den Kessel will ohnehin niemand mehr.
Gleichzeitig haben die Leute verständlicherweise wenig Lust, sich anzeigen zu lassen. Sie haben die illegale Demonstration verlassen. Wie man aus zahlreichen Telefonaten hört, ist das der Polizei egal. Wer durch den Hinterausgang geht, kriegt eine Anzeige. Auch die normalen Lokalgäste. "Scheiß Kieberer, was wollen die?", fragen viele. Der Kellner meint: "Wieso halten die die Leute da draußen immer noch fest? Ich verstehe das nicht." Wir schauen durch die Fenster zu, wie sich eine Kette schwer bewaffneter Polizisten Richtung Demonstranten bewegt. Sie werden zusammengedrängt. Der Kessel wird zusammengezogen, heißt das im Polizeijargon. Drinnen ist es wenigstens warm.
Die Falle schnappt zu
Draußen hört man, darf wieder mal keiner raus. Der Schwarze Block wird nervös und wirft ein wieder Feuerwerkskörper Richtung Polizei. Ein paar Männer von einem mobilen Polizeieinsatzkommando rennen in die Menge und nehmen Demonstranten fest. Nicht immer sind es Mitglieder des Schwarzen Blocks. Einige wehren sich, versuchen die Polizisten zu treten oder sich loszureißen. Bis zu drei Polizisten knien auf einem Festgenommenen oder tragen ihn raus. Es ist nicht ganz nachvollziehbar, warum wer festgenommen wird.
(Bild: Daniel Weber)Auch wenn es keine schöne Szene ist, sehe ich keine unangemessene Polizeigewalt. Das mag an meinem Standort liegen. Ein Bekannter, der zur spät zur Demo kommt und außerhalb des Kessels steht, schildert mir am nächsten Tag anderes. "Ich habe gesehen, dass Leute am Boden nachgeschleift wurden, getreten wurden, Arme verdreht wurden und ein Bekannter hat mich um Desinfektionsmittel gefragt, weil er von der Polizei am Gesicht verletzt wurde. Dass so etwas bereits unter einer SP-geführten Regierung möglich ist um einen Fascho-Ball zu schützen, ist schlicht skandalös." "im Kessel brutale Festnahmen. Leute in der 1. reihe werden mit Gesicht am Boden fixiert", schreibt indymedia im Live-Twitter-Dienst. Auch der Kommunistische StudentInnenverband berichtet über Prügelorgien der Polizei.
DIe Polizei schießt Tränengas in die Menge, die sich mittlerweile in einem Kreis zusammengedrängt hat. Das verspricht Schutz. In solchen Situationen verhalten sich Menschen nicht viel anders als andere Herdentiere. Die Leute unten sind verängstigt. Dem Schwarzen Block sind die Feuerwerkskörper ausgegangen. Die Kette Polizisten marschiert zehn Meter weiter Richtung Demonstranten. Die Spritzköpfe der Wasserwerfer bewegen sich auf und ab. "Setzen die jetzt gleich Wasserwerfer ein?", fragt eine junge Frau neben mir.
Die Befürchtung ist unbegründet. Was sich draußen abspielt, wirkt mittlerweile auf eine brutale Art skurril. Niemand hier, Gäste inklusive, kann in den Handlungen der Polizei noch irgendeine Logik erkennen, geschweige denn eine konstruktive Zielgerichtetheit. Die Leute im Kessel versuchen sich mit Spielchen a la "Wer nicht hüpft, der ist ein Nazi" irgendwie warm zu halten. Einige Demonstranten tanzen. Drinnen macht die Nachricht die Runde, die FSG betreibe Catering für die Polizei. Das wird sich am nächsten Tag als falsch herausstellen. Es war die AUF, die freiheitlichen Gewerkschafter.
Das Finale
Es wirkt eher unmotiviert, als die Polizei offenkundig wieder einen Ausgang aufmacht. Es werden Leute rausgelassen. Vier pro Minute. Immer wieder marschieren Leute vom mobilen Einsatzkommando in den Kessel. Man kann schwer erkennen, ob sie knüppeln oder nicht. Offenbar gibt es auch eine Solidaritätsdemo, die wir allerdings nicht sehen. Hier wird angeblich geprügelt.
Die Demo rasch aufzulösen ist ganz offenkundig nicht das Ziel der Polizei. Es läuft langsam, zäh. Die meisten drinnen werden seit mehr als drei Stunden festgehalten. Warum, versteht niemand, Gegen 22 Uhr sind immer noch 100 Leute im Kessel. Die meisten haben schlicht keine Gelegenheit erhalten, die Demo zu verlassen. Man hat den Eindruck, die Polizei genießt es, die Sache hinauszuzögern, die Demonstranten frieren zu lassen. Es ist eine Machtdemonstration gegenüber meist verängstigten Menschen.
(Bild: Daniel Weber)Es dauert eine weitere dreiviertel Stunde, bis die letzten heimgehen dürfen, Ausgestattet mit einer Anzeige wegen einer bloßen Verwaltungsübertretung. Die Burschenschafter feiern in der Hofburg. Schwer bewaffnet und beschützt von der Polizei. Die Menschen, die das Lokal verlassen, in dem wir seit mehreren Stunden de facto festgehalten worden sind, werden immer noch aufgeschrieben. Anzeige wegen Verwaltungsübertretung.
Auf Scheitern angelegt
Es ist offensichtlich, dass dieser Polizeieinsatz darauf angelegt war, zu scheitern. Was die Polizei "Deeskalation" nennt, war zum Teil gezielte Provokation durch die Beamten, zum Teil Machtdemonstration verängstigten Jugendlichen gegenüber. Selbst wenn niemand verprügelt worden wäre - Menschen ohne Not stundenlang in der Kälte festzuhalten, zu verhindern, dass sie der Polizeiaufforderung heimzugehen Folge leisten, ist an sich Polizeigewalt. Es ist entwürdigend. Es ist eine Menschenrechtsverletzung.
Der Einsatz war darauf angelegt, möglichst viele Menschen anzuzeigen bzw. festnehmen zu können. Der Einsatz war darauf angelegt, Antifaschisten und Demokraten in möglichst schlechtem Licht erscheinen zu lassen. Das zeigen auch die Berichte auf ORF.at und standard.at, die weitgehend auf Angaben der Polizei basieren.
Zu keinem Zeitpunkt ging es darum, die Demonstration schnell und ohne Zwischenfälle aufzulösen. Auch wenn der Schwarze Block nicht unwesentlich zur Eskalation beigetragen hat, liegt die Hauptverantwortung bei der Polizei. Entweder war der Einsatzleiter höchstgradig inkompetent oder hatte entsprechende Weisungen. Eine These, die thinkoutsideyourbox teilt. Daniel Weber hat die Demonstration festgehalten. Auch das Vorgehen der Polizei am Schwedenplatz legt die Vermutung nahe, dass das eine Machtdemonstration war. Martin Juen hat das dokumentiert und wurde selbst Opfer eines Polizeiübergriffs. Von ihm habe auch das Titelbild dieses Beitrags übernommen. Der grüne Abgeordnete Karl Öllinger hat angekündigt, die Vorkommnisse um die Demo umfassen zu dokumentieren. Erfahrungsberichte bitte an karl.oellinger@gruene.at.
Die Darstellung des Innenministeriums, dass die Polizei immer "mit Einfühlungsvermögen" bei Demonstrationen vorgehe, wirkt irgendwie zynisch.
von Christoph Baumgarten
am 30. Januar


74 Kommentare
p.s. das von dir zitierte indymedia ist als sprachrohr der autonomen verschrien :-)
von eine.autonome (Gast) am 30. Januar | #
von Christoph Baumgarten am 30. Januar | #
von DiePolizeiWillKrieg.DenSollSieKriegen (Gast) am 30. Januar | #
von Christoph Baumgarten am 30. Januar | #
von gewerkschaft (Gast) am 30. Januar | #
von DiePolizeiWillKrieg.DenSollSieKriegen (Gast) am 30. Januar | #
meiner meinung nach ist eine aktionsform wie z.b auch pink&silver,clowns army, ein bike block oder radical cheerleading. einfach mal eine aktionsform abzuwerten ohne es zu diskutieren oder darzulegen halt ich für unzureichend.
jedenfalls setzt du sehr wohl autonome mit schwarzen block gleich- gleichzeitig stellst du sie so dar als wären autonome/der schwarze block kinder, die erzogen oder von irgendetwas fern gehalten werden sollten.
und ja, die wkr demo kommt auch von nicht "autonomen" gruppen unterstützt.
aber recherchier einfach ein bisschen nach, dann wirst du wissen wie viel oder wenig autonom daran ist.
"Die Leute wissen: Diesmal fehlt die Sozialistische Jugend, die sie normalerweise von der Polizei fernhält und mit dem Ordnerdienst sicherstellt, dass sie auf keine dummen Gedanken kommen. Die Sozialistische Linkspartei hat auch nur ein kleines Aufgebot mobilisieren können. Zu schwach, um die Autonomen abzudrängen..."
von eine.autonome (Gast) am 30. Januar | #
von Christoph Baumgarten am 30. Januar | #
Es war vielen DemonstrantInnen, aber auch völlig Unbeteiligten (span., engl. Touristen, Büroangestellte usw.) nicht möglich, aus dem Kessel abzuziehen.Mehr als 100 Personen warteten geduldig und im Minimum 1 Stunde darauf, abgefertigt zu werden, was zunächst Feststellung der Personalien und Anzeige bedeutete, gegen 21.30h nach mehreren Gesprächen mit dem Einsatzleiter aber in blosses Feststellungsverfahren umgeändert wurde.
von Karl Öllinger (Gast) am 30. Januar | #
von Christoph Baumgarten am 30. Januar | #
@ Christoph:
Vielen Dank für diesen - wie immer - guten Beitrag samt guten Thesen, welche ich - mal wieder - vollinhaltlich teile.
von Oliver (Gast) am 30. Januar | #
gestern warst du auf einer demo auf der du nie gewesen wärst, wenn es nicht in den letzten jahren einen ach so bösen schwarzen block und die automen nicht gegeben hätte (mir wurde geflüstert das die autonomen gar nicht nur böse steine schmeißen sondern auch ganz normale politarbeit wie du und ich :-)),
oder etwa nicht? dann sollen die slp und die ganzen anderen minnisekten doch was machen. die autonome szene in wien ist jedenfalls deutlich größer als du denkst :-)
p,s aber auf anarchistinnen/autonome loszugehen ist immer sehr einfach aber auch ein bisschen billig - erinnert mich an diverse g8 diskussionen.
von eine.autonome (Gast) am 30. Januar | #
von Christoph Baumgarten am 30. Januar | #
von mock erika (Gast) am 30. Januar | #
Das du die kaum (aktionistisch + politisch) existente SJ in Wien als der Weisheit letzter Schluß und Ordnungskraft anführst wirkt etwas befremdlich. Aber bei deinen Äußerung Richtung Autonome ist ja zu sehen, dass da wohl dein politischer Zugang ein etwas eigenartiger ist ...
von porrporr (Gast) am 30. Januar | #
von dokit (Gast) am 30. Januar | #
von Jürgen Koprax (Gast) am 30. Januar | #
1. die kracher die geworfen wurden waren keine schweizer sondern piraten, das sind kracher die zu silvester jedes 8-jährige kind am stephansplatz wirft, ohne dafür verprügelt zu werden. das als gewaltsames vorgehen der demonstrantInnen zu bezeichen ist ziemlich heftig und reiht sich in die polizei-berichterstattung ein. Zumal es das einzige war, was von den DemonstrantInnen aus gemacht wurde. Die sind nämlich hauptsächlich herumgestanden oder gesessen.
2. der FSG war da und hat catering für die Prügelbullen betrieben. Auf der einen seite die AUF, ums Eck der FSG.
3. Die SJ war bei der Demo anwesend, kam aber zu spät und wurde ausserhalb des Kessels (Kasierstrasse) festgehalten.
von m. (Gast) am 30. Januar | #
Ich habe es langsam satt, dass für alles, was schief läuft, die SPÖ verantwortlich gemacht wird, egal ob sie überhaupt zuständig ist oder nicht. Diese Lügengeschichten werden langsam mühsam.
von Christoph Baumgarten am 30. Januar | #
von porrporr (Gast) am 30. Januar | #
http://www.alteknacker.at/2010/01/29/simmering-gegen-kapfenberg.html
von Andy (Gast) am 30. Januar | #
@ Christoph: Danke für den guten Bericht, das ist der einzige, der sich so gut wie komplett mit meinem Erlebten deckt.
Zum Video: Ich kenn zufällig die 2 bunt angezogenen im Vordergrund zu Beginn; die haben sich zwischen Polizei und schwarzen Block gestellt um zu beruhigen. Wie die Polizei auf die Deeskalationsversuche reagiert hat, sieht man ja.... Bin noch immer sehr verwirrt und erschüttert. Sowas ist mir noch nie passiert, trotz 10-jähriger Demo-Erfahrung...
von Julia Jarosch (Gast) am 30. Januar | #
von Christoph Baumgarten am 30. Januar | #
von Johannes Severin (Gast) am 30. Januar | #
Und dann auch noch angezeigt werden!!!
DANKE RECHTSSTAAT!!!
von Adrian (Gast) am 30. Januar | #
1). eine demonstration wurde korrekt angemeldet und erst 2 stunden vorher per bescheid untersagt. deshalb war ich auch vor ort, um a) die versammelten darüber zu informieren und b) mit der einsatzleitung über deren weitere vorgangsweise zu reden. die versammelten konnten ja nichts von der untersagung wissen, wurde auch nicht von der polizei verkündet. angekündigt wurde nur, dass die versammlung über foto und video aufgezeichnet wird - es war also eine geduldete versammlung bis zur auflösung, die ca. 20h erfolgte (über lautsprecher, der aber nur sehr eingeschränkt hörbar war).
2).bitte: bitte um gedächtnisprotokolle über den ablauf, beobachtete vorfälle, vor allem mit zeitangaben!! Per mail an karl.oellinger@gruene.at
von Karl Öllinger (Gast) am 30. Januar | #
von Christoph Baumgarten am 30. Januar | #
von suin (Gast) am 30. Januar | #
von steppenhund (Gast) am 30. Januar | #
von Christoph Baumgarten am 30. Januar | #
http://help.twoday.net/stories/6165009/
von sun (Gast) am 30. Januar | #
von Christoph Baumgarten am 30. Januar | #
Den Bericht finde ich sehr gut und objektiv, obwohl der Verfasser sicher eine klare politische Ausrichtung hat.
Ich hoffe, dass er Herrn Öllinger auch zur Weiterverfolgung dienen kann.
Was ich allerdings aus den Kommentaren bemerke, ist ein Adressatenkreis, mit dem ich mich nicht anfreunden kann.
Ich selber mag keine Rechten. Doch jeder der behauptet, dass Österreich ein Polizeistaat ist, weiß nicht, wovon er spricht. Österreich WAR einstens ein Polizeistaat, besonders unter Metternich. Und auch in der Nazizeit.
Es heute zu behaupten, zeugt von beschränkter Dümmlichkeit und Unkenntnis, wie ein wirklicher Polizeistaat aussieht. Ich empfehle Reisen nach Asien.
von steppenhund (Gast) am 30. Januar | #
von sun (Gast) am 30. Januar | #
Ist kostümiertes Tanzen in der Faschingszeit plötzlich auch schon ein Verbrechen nach der Vorstellung unser Talibanisierer im Innenministerium?
http://www.youtube.com/watch?v=u5jLeba4L88
von Toni (Gast) am 30. Januar | #
von Neugieriger (Gast) am 30. Januar | #
von Christoph Baumgarten am 30. Januar | #
von Mag. Brita Pilshofer (Gast) am 30. Januar | #
Der Beitrag hier ist wirklich wichtig. Ohne das Internet würden wir ja dumm sterben. Danke!
von Tiranda (Gast) am 30. Januar | #
von bobby (Gast) am 30. Januar | #
von bobby (Gast) am 30. Januar | #
so fragwürdig das vorgehen der polizei auch sein mag, diese "kill the police" attitüde und das "lasst uns doch mal wieder ein paar knallkörper in die menge werfen" (wurscht ob "nur" pirat oder doch schweizer... wenn mir wer so ein zeugs ins gsicht schmeissen tät, wär`s bei mir auch vorbei mit der freundlichkeit... werft seifenblasen! - der lulu-pazifismus lässt, im gegensatz zu steine und sonstige lustigkeiten werfen, nämlich keine demos einfach so eskalieren und gibt hinterher auch wenig glaubhaften und kronezitierenswerten grund für ein einschreiten der polizei) schadet ihr der antifaschistischen bewegungen (die leider ohnedies an ihrer zersplitterung krankt) als gesamtes.
ganz wunderbar. und einmal mehr sind alle, die gegen rechts auftreten, "linkslinke chaoten", wenn man denn den hochqualitätszeitungen glauben schenkt, wie so viele. toll! maximal das gegenteil erreicht und halt für daheim ein paar mehr gschichtln zum erzählen von "damals, wie ich`s so am kieberer voll geben hab."
aufrichtigen dank allerdings an herrn baumgarten für den bericht. man kann nämlich auch ohne gewaltphantasien und "die polizei will krieg, den soll sie kriegen" gegen faschistische strömungen und eigenwillige demokratieauslegeungen sein.
von MoniqueChantalHuber am 30. Januar | #
Linke Radikalinskis demonstrieren gegen rechte Radikalinskis. Bin ich heilfroh dass ich MO-FR arbeiten gehe und mir um derlei Lächerlichkeiten nicht auch noch den Kopf zerbrechen kann. Aber Hauptsache im Anschluss darauf schreien "Hilfe, Hilfe ich bin gebissen worden!!!", nachdem man die Griffel in einen Käfig mit "Streicheln verboten" gehalten hat. SSKM.
von MaxMustermann (Gast) am 30. Januar | #
von patp (Gast) am 30. Januar | #
Egal was sie arbeien, Sie sind auf jedenfall ein Profiteur von Leuten die anno dazumal nicht nur "ihre Pflicht getan" hatten. Hoffentlich ist Ihnen das auch bewusst?
von Tiranda (Gast) am 30. Januar | #
nun, das ist doch part of the game, leute so lange festzuhalten, bis ein paar die nerven schmeissen. ich war auf dieser demo nicht dabei und es liest sich in der tat, als wäre das vorgehen der polizei allermindestens hinterfragenswert gewesen, aber dinge zu werfen ist und bleibt trotzdem kontraproduktiv. ein problem der "linken" szene ist einfach ihre inhomogenität und die tatsache, dass sehr viele leute mit solchen aktionen nichts zu tun haben möchten. und wenn hier "diepolizeiwillkrieg.densollsiehaben" seine weltsicht postet, dann bleibt nur zu hoffen, dass sie nicht allzu viele teilen, die sich links oder antifaschistischaschistisch nennen.
gäbe auch abseits der politischen linken genug leute, die nichts mit faschismus am hut haben, man mag es gar nicht glauben, es gibt sogar menschen zwei komma siebzehn zentimeter vor der mitte oder danach, ja himmel, sogar övpler, die keine faschisten sind, die bringst aber nicht auf die straße, wenn ständig zu befürchten steht, dass sich ein paar anarchokasperl profilieren müssen. (damit mein ich nicht die autonome szene per se, da gibt es durchaus sehr engagierte leute, aber halt auch a paar völlige vollpfosten, ein urteil, das ich mir durch persönlichen kontakt erlaube.)
von MoniqueChantalHuber am 31. Januar | #
Ein spannendes Buch, in dem man den Unterschied deutlicher "erleben" kann, ist der Roman "Das Geisterhaus" von Isabell Allende.
Politische Bildung und Geschichte tut Not. Aber leider gibt es immer mehr Schulen, HBLAs zum Beispiel, wo diese Fäscher viel zu kurz kommen, das wird viel weniger unterrichtet als früher.
von Tiranda (Gast) am 31. Januar | #
von Tiranda (Gast) am 31. Januar | #
von Christoph Baumgarten am 30. Januar"
Sie wurden freundich angesprochen und reagieren ausgesprochen grob, Herr Baumgarten. "Also net aufregen, OK" ist echt tief.
Schämen Sie sich, mit einem Symphatisanten des Schwarzen Blocks zu sprechen und müssen sich deswegen so aggressiv distanzieren?
Oder müssen sich SPÖler in der Öffentlichkeit immer von Linken distanzieren?
von Tom (Gast) am 31. Januar | #
Das Problem für normale Leute ist, dass die SPÖ solche Veranstaltungen in der Hofburg zulässt. Und wenn sie Lust auf Homogenität haben, gehen Sie doch rein zum Ball, da gibt´s jede Menge davon und Gleichschritt dazu.
von Tom (Gast) am 31. Januar | #
Autonome würde ich nebenbei nicht als "links" bezeichnen. Ich sehe auch keinen Bedarf, mich an sich von ihnen zu distanzieren und schon gar nicht aggressiv. Wenn ich mit Anarchisten udgl. aggressiv ins Gericht gehe, merkst du es schon.
Was das mit meiner Parteizugehörigkeit zu tun haben soll, weiß ich auch nicht. Außer, dass du es als polemisches Argument in die Diskussion wirfst. Oder was du eben für ein Argument hältst. Nebenbei hat dieser Bericht eines SPÖ'lers wahrscheinlich mehr für die antifaschistische Sache erreicht und mehr für die Teilnehmenden der Demo als sämtliche autonome Blogs zusammen. Hier lesen nämlich etliche Leute mit, die nicht in der Szene sind.
von Christoph Baumgarten am 31. Januar | #
Muss man sich vor dir eigentlich fürchten im Zweifelsfall? Die Stalinisten gingen auch "aggressiv ins Gericht" mit Menschen, denen sie das Links-Sein absprachen.
Übrigens ... wie du als eher linker Sozi über die Autonomen redest, so reden die rechten Sozis über Leute wie dich. Für die bist du nichts besseres als "die Autonomen".
Und dann sitzt du dich hin, regst dich nicht über die SPÖ und Fischer auf, welche diesen Ball in der Hofburg erlauben, sondern über die Polizei und die Gegner des Balls.
Du solltest dir gut überlegen, mit welchen Worten du wessen Geschäft betreibst, finde ich.
von Tom (Gast) am 31. Januar | #
von Christoph Baumgarten am 31. Januar | #
Wenn hier wer mit Kraftausdrücken und Pseudo-Argumenten um sich wirft, bin ich das sicher nicht.
von Christoph Baumgarten am 31. Januar | #
Hat es eigentlich schon mal wer mit Nachdenken versucht?
von MaxMustermann (Gast) am 31. Januar | #
Tja, und da muss ich sagen: Es kümmert mich einen feuchten Kehricht, was "damals" war. Ich bin mal gespannt ob in 50 Jahren auch noch von damals gejammert war. Ich kann nur sagen: Ich war nicht dabei, und damit basta. Oder haben wir jetzt schon Sippenhaftung? Nicht falsch verstehen, ich sage nicht dass man das damalige unter den Teppich kehren soll. Ich bin der Meinung dass unsere Gesetze ausreichend sind um uns vor solchen Dingen zu schützen.
Fakt ist und bleibt bei dem Thema: Ich als Staatsbürger halte mich an die Gesetze. Wer sich zu einer verbotenen Demonstration versammelt, hat in meinen Augen nicht dass Recht sich nachher aufzuregen er sei ungerecht behandelt worden. Ich habe auch noch nie Demonstrationen von Rechten gegen Linke gesehen? Aber man bläst hier immer wieder Bodensatz auf, damit einem nicht fad wird? Man sollte sich vielleicht mehr Zeit damit verbringen nachzudenken WARUM die Leute wieder vermehrt rechts wählen.... Aber das will keiner, weil das würde weh tun. Müsste man die eigene Unfähigkeit eingestehen, und das geht halt schwer.
Und nochwas: Für mich sind Kommunisten bzw. Stalinisten die in die Grüne Partei geflüchtet sind genauso abzulehnen wie die Ewiggestrigen aus dem Ballsaal. Da rehe ich meine Hand nicht um zwischen beiden.
von MaxMustermann (Gast) am 31. Januar | #
von Christoph Baumgarten am 31. Januar | #
Die Polizei hat sich unter allen Umständen korrekt zu verhalten und den Einsatz so durchzuführen, dass die Demo friedlich und schnell aufgelöst wird. Das alles ist nicht passiert.
von Christoph Baumgarten am 31. Januar | #
"Leidtragender" in der ganzen Causa ist da aber immer die Polizei. Die Leute in der Hofburg werden sich ordentlich ins Fäustchen gelacht haben. Weil wie naiv ist es, beim Ball zu demonstrieren und sonst sind wir ziemlich schweigsam? Weil wie bei den Opernball-Demos, hört und sieht man sonst das ganze Jahr niemand. Für mich ist das schon wie "Dinner for one" oder ne Bombe im Irak. Ahja und weiter gezappt. Ist doch jedes Jahr die gleiche Leier?
Und so friedlich warts ja net, zumindest ein Teil. Für mich stellt es sich dar wie eine SC Rapidgruppe die gegen die Austriafans demonstriert hat. Da kann auch der Großteil net sein, wenn "Ultras" dabei sind ist es aus. (Bin kein Fan irgendwelcher Mannschaft) Mir ist schon klar dass die Mehrheit nicht Knallkörper und Gegenstände geschmissen hat. Aber wer sich mit solchen Leuten auf die Straße stellt, sollte mal selbst nachdenken ob es vielleicht sinnvoller wäre OHNE diese Quertreiber zu demonstrieren? Und Menschenrechtsverletzungen, geh bitte. Ihr bzw. die "Ultras" habts euch gruppiert OBWOHL es ein Verbot gegeben hat. Und jetzt stampfts wie ein kleines Kind auf den Boden und sagts: Die waren gemein zu uns. Wer an die Herdplatte greift darf sich nicht wundern dass es vielleicht mal ZISCH macht. Jeder soll nur 130 fahren dürfen, aber selbst fahren wir 150... Nur net auf die eigenen Dinge schauen!!
Wenn an dem Ganzen was dran wäre wegen Menschenrechtsverletzungen: ANZEIGE! Sollte doch mit einem NR-Abgeordneten als Zeugen doch kein Problem sein? Wenn man sich im Recht fühlt bzw. es belegen kann? Dieses Gesudere ist nämlich nervig. Oder kommt jetzt vielleicht noch das Argument "Polizeistaat" und wir haben keine Rechte blabla? Wie gesagt, wie jedes Jahr. Ist ja nix neues.
von MaxMustermann (Gast) am 31. Januar | #
von hubsi (Gast) am 31. Januar | #
http://www.politwatch.at/stories/wie-konnte-ich-mich-so-irren/
Das war eine direkte Attacke.
von Christoph Baumgarten am 31. Januar | #
Das war nicht der Fall. Diese Demonstration hätte wesentlich schnell und friedlicher aufgelöst werden können. Das war die Aufgabe der Polizei. Diese hat sie nicht wahrgenommen. Damit hat sie ihre Macht missbraucht.
von Christoph Baumgarten am 31. Januar | #
von Christoph Baumgarten am 31. Januar | #
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Schöne Pauschalisierung. Ist für dich nur Links wer sich innerhalb einer Partei oder speziell der SPÖ organisiert. Oder wer in einer der diversen Untergruppierungen - (die so lang pseuedokritisch sind bis sie PressesprecherInnen bei diversen spö fuzzis werden (aks > SJ > vsstö) und anschließend irgendwann im parlament sietzen) organisiert ist?
Baumgarten "Nebenbei hat dieser Bericht eines SPÖ'lers wahrscheinlich mehr für die antifaschistische Sache erreicht und mehr für die Teilnehmenden der Demo als sämtliche autonome Blogs zusammen.
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Ich weiß nicht wie lang du dich schon mit Burschenschaften oder dem WKR Ball beschäftigst. Aber falls es dir entgangen ist werden die Proteste gegen den WKR Ball von Autonomen (genau die die nicht links sind) initiiert. Wenn du mal nach fundierter Kritik zu Burschenschaften und Neonazismus in Österreich suchst. Woher glaubst du kommt diese (oha von den nicht linken Autonomen). Hast du eigentlich eine Ahnung wieviel Arbeit in der Vorbereitung, Nachbereitung, Rechtshilfe und Auswertungen steckt. Und du meinst jetzt ernst haft dein Blogbeitrag von einem Sozi, SJ / Vsstö affinenen hat jetzt großartiges bewegt weil er nicht aus einem linksradikalen Eck kommt ? Finde ich äußerst überheblich.
Aja SPÖ:
- Graf mit als 3. NR Präsidenten gewählt
- allerlei menschenverachtende Asyl Gesetze mitbeschlossen
- im Gewerkschafts Bereich oftmals rassistische Standpunkte
- Die SPÖ war bestimmt involviert in der Entscheidung wie diese Demo eskaliert wurde...
- Gab es außer SJ + Vsstö irgendwelche kritischen Stimmen zur WKR Demo aus Reiehn deiner ach so sozial-demokratischen FreundInnen ?
- wer hat uns verraten...
Vielleicht interessieren dich ja einige der Texte die von den "nicht Linken" geschrieben wurden und wesentlich weniger in der Diskussion rund um Rechtsextremismus, FPÖ + Burschenschaften bewegt haben als dein glamoröser Artikel:
Schiedel, Heribert: Universität und Rechtsextremismus
http://www.contextxxi.at/context/content/view/184/93
Rosa Antifa Wien: Gegen alle Männerbünde
http://raw.at/texte/attack/maennerbuende2.htm
Schiedel, Heribert / Tröger, Martin: „Durch Reinheit zur Einheit“. Zum deutschnationalen Korporationswesen in Österreich
http://www.contextxxi.at/context/content/view/179/93
Gruppe AuA!: Rechtswalzer – Nachbetrachtung zum WKR-Ball 2008
http://aua.blogsport.de/images/rechtswalzer.pdf
Gruppe AuA!: Everybody dance now – Bemerkungen zum WKR-Ball 2009
http://aua.blogsport.de/images/dancenow.pdf
Gruppe AuA!: Burschenschaften als Scharnier zwischen FPÖ und Rechtsextremismus
http://aua.blogsport.de/images/Scharnier.pdf
Gruppe AuA!: Informationen zum wiener Korporationsring – WKR
http://aua.blogsport.de/images/WKR.pdf
von wer hat uns verraten... (Gast) am 31. Januar | #
Nebenbei ist es ein lange anhaltender Mythos, dass "die SPÖ" Graf zum NR-Präsidenten gewählt haben. 6 SPÖ-Abgeordnete haben ihn gewählt, das ist eine verschwindende Minderheit innerhalb des Klubs. Dass die SPÖ irgendwie in die Verbots- und Eskalationsentscheidung eingebunden war, ist eher unter die Kategorie herbeifantasiert einzureihen. Beweise gibt's schlicht keine. Und beschäftige dich mal mit verfassungsmäßigen Zuständigkeiten udgl.
Ich bin nicht der einzige, der die Rolle des Schwarzen Blocks kritisiert hat, das haben auch andere linke Organisationen getan. Damit wirst du leben müssen.
Ich frage grundsätzlich nie nach Verband und Partei sondern mache Verantwortungen fest, wenn ich muss. Die liegen hier ganz klar auf dem Tisch. Dass du und ein paar andere es nicht schaffen, über solchen Dingen drüberzustehen, ist euer Problem.
von Christoph Baumgarten am 31. Januar | #
dieser kommentar ist voll und ganz zu unterschreiben:
"grundsätzlich absolut begrüßenswert, dass leute auf die straße gehen und die öffentliche hofierung von den schmissigen burschen anprangern, aber liebe autonome blockpartygänger, das habts ihr einmal mehr ganz wunderbar geschafft, dass man sich von euch distanzieren muss.
so fragwürdig das vorgehen der polizei auch sein mag, diese "kill the police" attitüde und das "lasst uns doch mal wieder ein paar knallkörper in die menge werfen" (wurscht ob "nur" pirat oder doch schweizer... wenn mir wer so ein zeugs ins gsicht schmeissen tät, wär`s bei mir auch vorbei mit der freundlichkeit... werft seifenblasen! - der lulu-pazifismus lässt, im gegensatz zu steine und sonstige lustigkeiten werfen, nämlich keine demos einfach so eskalieren und gibt hinterher auch wenig glaubhaften und kronezitierenswerten grund für ein einschreiten der polizei) schadet ihr der antifaschistischen bewegungen (die leider ohnedies an ihrer zersplitterung krankt) als gesamtes.
ganz wunderbar. und einmal mehr sind alle, die gegen rechts auftreten, "linkslinke chaoten", wenn man denn den hochqualitätszeitungen glauben schenkt, wie so viele. toll! maximal das gegenteil erreicht und halt für daheim ein paar mehr gschichtln zum erzählen von "damals, wie ich`s so am kieberer voll geben hab."
aufrichtigen dank allerdings an herrn baumgarten für den bericht. man kann nämlich auch ohne gewaltphantasien und "die polizei will krieg, den soll sie kriegen" gegen faschistische strömungen und eigenwillige demokratieauslegeungen sein."
von think_first (Gast) am 31. Januar | #
#1 Warum sind Menschen die autonom Politik machen nicht "links" ?
#2 Warum hat dein Blogbeitrag mehr für "die antifaschistische Sache" erreicht, als die Jahre und teilweise Jahrzehntelange antifaschistische Arbeit von politischen Gruppen ?
Think first wiederholt seine statements zum wiederholten Male. Generalisierungen von dem bösen Black Block möchte ich jetzt hier gar nicht diskutieren.
Wo sind denn die kritischen Stimmen gegenüber dem rechten - rechtsextremen bis neonazistischen WKR gegenüber. Wann hat Häupl sein Maul das letzte mal aufgebrachtund was sinnvolles in die Richtung gesagt ?
von wer hat uns verraten... (Gast) am 31. Januar | #
Zitat: "Es kümmert mich einen feuchten Kehricht, was "damals" war."
Da haben wir einen wichtigen Punkt. Wer sich nicht drum kümmert, kann auch nicht, bzw. nur oberflächlich, aus der Geschichte lernen - falls er denn überhaupt will. Dann kann man auch nicht wissen, mit welchen Opfern es zu unseren Gesetzen im Arbeitsrecht gekommen ist. Allein schon ihre Arbeitszeit ist für Sie erkämpft worden, Herr "Mustermann", seien Sie lieber dankbar als sich einen fe3uchten Dreck darum zu scheren!
Was die Bedrohung durch "Rechte" betrifft: Ich bin Betroffene, bin massivst bedroht worden, weil ich in einem Forum gegen Sie angeschrieben hatte. Sie hatten mich auf irgendwelchen verschlungenen Pfaden ausfindig gemacht, obwohl das ja gar nicht möglich hätte sein dürfen. Jemand verdächtigte einen Informanten aus der Krankenkasse. Ich musste mich aus dem Forum zurück ziehen, a ist mir meine persönliche Sicherheit doch wichtiger. Und wissen Sie was? Ich bin gar keine soo arge "Linke" Ich bin eher bürgerlich mit roten Touch. Mir geht es nämlich mehr um die Würde jedes Menschen, etwas, was den Rechten eher fremd ist.
wir alle haben verschiedene politische Einstellungen, schon aus unserer Geschichte heraus. Jeder hat auch einen Anteil Wahrheit in seiner Sicht. Muss man denn mit Andersdenkenden so verbohrt herum streiten? Kann man nicht offen zuhören und durch den Anderen eine weitere Komponente erfahren, die den eigenen Horizont vielleicht auch erweitern kann?
von Tiranda (Gast) am 31. Januar | #
von Tiranda (Gast) am 31. Januar | #
i würd vorschlagen demos mit sinn und ohne krawall;-)
von geht di nix an (Gast) am 01. Februar | #
von phenomenonne (Gast) am 02. Februar | #
von phenomenonne (Gast) am 02. Februar | #
von anonym (Gast) am 09. Februar | #
Aufgrund der vielen Rückmeldungen denke ich aber, dass hier jemand anders in sehr schlechtem Licht erscheint ;-)
von Christoph Baumgarten am 09. Februar | #