"An der Politik reizt mich gar nichts mehr"
"An der Politik reizt mich gar nichts mehr. Das habe ich gehabt, das ist für mich erledigt. mich reizt nur Europa", zeigt sich Ernst Strasser, ÖVP-Spitzenkandidat für die EU-Wahlen im "profil" offenherzig und kryptisch.
http://www.profil.at/articles/0914/560/238445/ernst-strasser-ernst-strasser-sucht-macht
Ein gescheiterter Innenminister, den ein User als "Rambo" bezeichnet, dem niemand Teamqualitäten bescheinigt als Signal für eine neue "Volks"partei? Was will uns die ÖVP sagen? Nicht viel aufschlussreicher das äußerst devot geführte Interview in der "Kronenzeitung", das die VP auf ihrer Homepage jubelnd zitiert.
http://www.oevp.at/index.aspx?pageid=39044
Eine Aneinanderreihung von Platituden. Man merkt, den Mann reizt die Politik nicht mehr. Nur, was will er dann als Kandidat für ein politisches Amt? Ist ihm mit seinem Firmengeflecht langweilig geworden? Reicht Lobbying in Russland nicht mehr?
Offenbar geht die "Volks"partei davon aus, dass die Menschen den Urnen massenhaft fernbleiben. Da könnte Strasser ganz recht kommen: Ein Signal an die Bauernbündler und die Stahlhelmfraktion. Was Strasser zwischen seinem Scheitern als Innenminister und seiner Kandidatur gemacht hat, interessiert da wenig. Hauptsache, er kann die eigenen Leute besser mobilisieren als man es dem auch intern als farblos geltende Othmar Karas zutraut. Dem sagen zwar die meisten auch außerhalb der ÖVP nach, Handschlagqualität und Kompetenz zu besitzen, aber was soll's? Jede Stimme zählt, da verzichtet man gerne auf einen der wenigen ausgewiesenen Experten, die man hat. Mobilisierungswahlkampf nennt man so etwas. Zeugt eher vom Willen, Wahlen um jeden Preis gewinnen zu wollen als davon, dass der ÖVP die EU sonderlich am Herz liegen würde.
http://www.profil.at/articles/0914/560/238445/ernst-strasser-ernst-strasser-sucht-macht
Ein gescheiterter Innenminister, den ein User als "Rambo" bezeichnet, dem niemand Teamqualitäten bescheinigt als Signal für eine neue "Volks"partei? Was will uns die ÖVP sagen? Nicht viel aufschlussreicher das äußerst devot geführte Interview in der "Kronenzeitung", das die VP auf ihrer Homepage jubelnd zitiert.
http://www.oevp.at/index.aspx?pageid=39044
Eine Aneinanderreihung von Platituden. Man merkt, den Mann reizt die Politik nicht mehr. Nur, was will er dann als Kandidat für ein politisches Amt? Ist ihm mit seinem Firmengeflecht langweilig geworden? Reicht Lobbying in Russland nicht mehr?
Offenbar geht die "Volks"partei davon aus, dass die Menschen den Urnen massenhaft fernbleiben. Da könnte Strasser ganz recht kommen: Ein Signal an die Bauernbündler und die Stahlhelmfraktion. Was Strasser zwischen seinem Scheitern als Innenminister und seiner Kandidatur gemacht hat, interessiert da wenig. Hauptsache, er kann die eigenen Leute besser mobilisieren als man es dem auch intern als farblos geltende Othmar Karas zutraut. Dem sagen zwar die meisten auch außerhalb der ÖVP nach, Handschlagqualität und Kompetenz zu besitzen, aber was soll's? Jede Stimme zählt, da verzichtet man gerne auf einen der wenigen ausgewiesenen Experten, die man hat. Mobilisierungswahlkampf nennt man so etwas. Zeugt eher vom Willen, Wahlen um jeden Preis gewinnen zu wollen als davon, dass der ÖVP die EU sonderlich am Herz liegen würde.
Christoph Baumgarten - 9. Apr, 22:03


