100 Tage politwatch.at

Foto: Daniel Novotny100 Tage ist politwatch.at alt, hat mir ein Blick auf das Statistikmenü gezeigt. Zeit für eine kurze Bilanz. Und Zeit, um allen Leserinnen und Lesern Danke zu sagen.

"Bist du nicht der von politwatch?" werd ich gelegentlich bei Veranstaltungen gefragt. "Taugt mir, dein Blog". Eine schöne Bestätigung, muss ich zugeben. Und immer wieder eine Überraschung, wer aller diesen Blog liest. Das motiviert. Auch, und da kommt das Selbstverständnis des Journalisten durch, ab und zu einer der ersten gewesen zu sein, die gewisse Entwicklungen dokumentiert haben. Die sexistischen Äußerungen des Kärntner Landeshauptmanns Gerhard Dörfler (BZÖ) gegenüber einer Kritikerin, die zur Unterschriftenaktion http://www.brennesselsuppe.at geführt haben, sind das jüngste Beispiel. Mir war es wichtig, der Betroffenen auch außerhalb Kärntens ein Sprachrohr bieten zu können. Andere Wiener Medien sind erst danach aufgesprungen.

Die Hitler-Grüße beim Wahlkampfabschluss der FPÖ am Viktor-Adler-Markt waren hier meines Wissens nach exklusiv dokumentiert. Mein Dank gilt hier meiner guten Freundin Maja Bačer, die mich mit dem Fotoapparat begleitet hat. Mehr als 1.000 Menschen haben diesen Eintrag gelesen. http://www.politwatch.at/stories/strache-und-die-nazis
politwatch.at war auch eines der ersten Medien, die die Angriffe Rechtsradikaler auf einen Info-Spaziergang von SJ und SLP dokumentiert haben. Hier waren auch, allerdings zuerst, die Fotos zu sehen, die laut dem Fotografen den ehemaligen parlamentarischen Mitarbeiter des Dritten Nationalratspräsidenten Martin Graf (FPÖ), Sebastian Ploner, nach dem Angriff zeigen.
http://www.politwatch.at/stories/wie-konnte-ich-mich-so-irren

Die Verhaltensauffälligkeiten der Rechtsparteien haben mich in den vergangenen 100 Tagen mehr auf Trab gehalten als mir lieb war. Gerne hätte ich den EU-Wahlkampf etwas analytischer kommentiert. Das war der ursprüngliche Zweck dieses Blogs. Die Zeit hatte ich neben meinem Brotberuf nicht. Jetzt ist es ruhiger und ich hoffe, mehr Zeit für grundsätzliche Bemerkungen zu haben. Und vielleicht mehr für die eine oder andere Reportage. Ein Beitrag zur Meinungsvielfalt im Netz. Jedenfalls werde ich weiter Themen aufgreifen, die meiner Meinung nach von den kommerziellen Medien vernachlässigt werden. Und reihe mich damit ein in eine Reihe von Bloggern wie http://feuerhaken.org von Thomas Knapp, http://kellerabteil.org von Hans Christian Voigt, http://www.funkefreiheit.blogspot.com von Karl-Hannes Krenner, http://hinterhofer.twoday.net meines guten Freundes Herwig Hinterhofer oder http://www.alteknacker.at von Andy Gabmeyer, mit dem ich mir hier und auf seinem Blog die eine oder andere Debatte geliefert habe. Man muss nicht einer Meinung sein, um einander zu respektieren.

Danke meinen Leserinnen und Lesern für die bisherige Treue. Ich mach weiter.
Thomas (Gast) - 12. Jul, 16:08

Ich bin ja schon allein deshalb ein Fan, weil ich mich als roter Blogger nicht mehr so alleine fühle... Aber auch sonst gefällt mir politwacht, kannst ruhig so weitermacher ;)

Karl-Hannes (Gast) - 12. Jul, 16:14

Gratuliere, der Erfolg in so kurzer Zeit ist beachtlich...

Andy (Gast) - 12. Jul, 17:24

Gratuliere dir hiermit auch recht herzlich, und danke für die Erwähnung. Mit dir ist aber auch sehr gut zu debattieren ;-)

Anfangs war ich sogar etwas enttäuscht, dass du scheinbar nur die EU-Wahl ins Auge gefasst hast, aber das hat sich ja schnell anders ergeben....

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Blog für alle, die sich nicht länger für dumm verkaufen lassen wollen

Über Politwatch

Christoph Baumgarten

Mein Name ist Christoph Baumgarten und bin seit mehr als einem Jahrzehnt im Journalismus. Dieser Blog soll meine Sicht auf die politischen Entwicklungen in Österreich wiedergeben. Wobei im Moment der Ausdruck Zustand angebrachter wäre, wenn man an die heimische Politik denkt. Politwatch zeigt gerne vergessene Zusammenhänge auf und soll den Menschen eine Stimme geben, die auch angesichts der zunehmenden geistigen Verwahrlosung in diesem Land ihre fünf Sinne zusammen haben und nicht vergessen haben, was bei Politik im Mittelpunkt stehen sollte: Der Mensch mit seinen Bedürfnissen. Ein Hinweis für InhaberInnen eines Accounts auf twoday.net: Es gibt einen e-mail-Abodienst für neue Beiträge und Kommentare.

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