Hey Student, wo warst du?

Uni1Die Uni-Streiks haben eine Generation Studierender nachhaltig politisiert. Egal, wie lange sie noch dauern werden, egal welche Forderungen wirklich erfüllt werden - hier haben Zehntausende bewiesen, dass es auch anders geht. Das ist ein Erfolg.

40 - 50.000 Menschen, die auf Wiener Straßen für bessere Bildung demonstrieren. Das ist nicht nichts. Das ist gemessen an den örtlichen und historischen Voraussetzungen ziemlich viel. Das Audi Max, das seit Donnerstag vergangener Woche besetzt wird. Selbstorganisiert. Demokratisch. Das ist beeindruckend. Eine Studierenden-Bewegung, mit der sich der Vorstand des ÖGB solidarisiert. Das ist eine Sensation.

Ein Lauffeuer geht um und diese Bewegung hat Chancen, auch
EU-weit und international Aufsehen zu erregen oder sogar Nachahmung zu
finden. Es hat sogar Chancen, auf andere Bereiche des Lebens und Arbeitens
in Oesterreich ueberzugreifen -- auch wenn sie leider eher gering sein
moegen
, schreibt Bernhard Redl in seiner Analyse in der "akin".

Dennoch: Nicht alle Studierenden haben mitgemacht. Manche sind Protestverweigerer. Aus Prinzip. Aus Angepasstheit. Aus Angst.Sie bekommen sehr viel Medienaufmerksamkeit, vor allem von klein- bis spießbürgerlichen Formaten. Und manche können aus sehr nachvollziehbaren Gründen nicht. Diesen wenig beachteten Menschen widmet Vice Austria einen interessanten Artikel.

"Hey Student, wo warst du, als deine Kollegen auf der Straße waren, lautet der Titel. Durchaus treffend. (So sehr, dass mir kein besserer eingefallen ist.) Er zeigt auch eine Perspektive auf, die beim Erfolg dieser Bewegung angebracht scheint. Eine historische. Es ist zulässig, diese Studierenden-Bewegung schon jetzt als geschichtliche Zäsur zu sehen. Zumindest für eine Generation Studierender. Und, sollte sie länger dauern und sich ausweitet, kann es durchaus sein, dass sie sich in Geschichtsbüchern findet. Ausgeschlossen ist das nicht. Es zu hoffen, dass das passiert.

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Über Politwatch

Christoph Baumgarten

Mein Name ist Christoph Baumgarten und bin seit mehr als einem Jahrzehnt im Journalismus. Dieser Blog soll meine Sicht auf die politischen Entwicklungen in Österreich wiedergeben. Wobei im Moment der Ausdruck Zustand angebrachter wäre, wenn man an die heimische Politik denkt. Politwatch zeigt gerne vergessene Zusammenhänge auf und soll den Menschen eine Stimme geben, die auch angesichts der zunehmenden geistigen Verwahrlosung in diesem Land ihre fünf Sinne zusammen haben und nicht vergessen haben, was bei Politik im Mittelpunkt stehen sollte: Der Mensch mit seinen Bedürfnissen. Ein Hinweis für InhaberInnen eines Accounts auf twoday.net: Es gibt einen e-mail-Abodienst für neue Beiträge und Kommentare.

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Hannes (Gast) - 17. Jan, 23:48
lange nacht
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bzw. http://wirtschaftsfaschism us.wordpress.com/2011/02/1 5/hello-world/...
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Man darf nur keine Gelegenheit versäumen, gegen...
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anonym (Gast) - 7. Jun, 12:51
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Umberto (Gast) - 6. Jun, 20:22
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Der 21.Bezirk war schon immer ein rauhes Pflaster....
Erich Reder (Gast) - 6. Jun, 20:05
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