Eine Annäherung an den "Mittelstand"
"Wer Mittelstand sagt, der will betrügen" - das ist die knappe Analyse von Robert Misik des aktuellen politischen Diskurses.
Und er hat nicht Unrecht. Der Kürze geschuldet geht in diesem Beitrag von FS Misik eine notwendige Begriffsklärung etwas unter. Der viel zitierte "Mittelstand" ist nur eine Illusion, ein politischer Kampfbegriff, aufgeladen mit Emotion und bar jeglichen konkreten Inhalts. Jede/r will sich als Teil des "Mittelstands" fühlen - das klingt irgendwie gut. Und es weiß sowieso niemand, was dieser "Mittelstand" ist. Das verschleiert ökonomische und soziale Zusammenhänge. Es suggeriert Gemeinsamkeiten zwischen Leuten, die, sagen wir 2.000 Euro netto verdienen und Martin Bartenstein, der sich schon mal zum "klassischen Mittelstand" rechnet. So kann man Facharbeitern und Angestellten einreden, die Interessen eines Martin Bartenstein oder eines Veit Schalle wären die ihren. Einen besseren Kampfbegriff für politische Parteien, die die Interessen der besitzenden Klasse vertreten, kann man sich kaum vorstellen. Mit Ausnahme vielleicht der "Leistung". Zeit, dass man mit dem "Mittelstand" im politischen Diskurs aufräumt. Was voraussetzt, dass sich etwa SPÖ und Grüne davon verabschieden, den Begriff unkritisch zu übernehmen. Damit gehen sie nur den anderen auf den Leim. Und verlieren Wähler.
Und er hat nicht Unrecht. Der Kürze geschuldet geht in diesem Beitrag von FS Misik eine notwendige Begriffsklärung etwas unter. Der viel zitierte "Mittelstand" ist nur eine Illusion, ein politischer Kampfbegriff, aufgeladen mit Emotion und bar jeglichen konkreten Inhalts. Jede/r will sich als Teil des "Mittelstands" fühlen - das klingt irgendwie gut. Und es weiß sowieso niemand, was dieser "Mittelstand" ist. Das verschleiert ökonomische und soziale Zusammenhänge. Es suggeriert Gemeinsamkeiten zwischen Leuten, die, sagen wir 2.000 Euro netto verdienen und Martin Bartenstein, der sich schon mal zum "klassischen Mittelstand" rechnet. So kann man Facharbeitern und Angestellten einreden, die Interessen eines Martin Bartenstein oder eines Veit Schalle wären die ihren. Einen besseren Kampfbegriff für politische Parteien, die die Interessen der besitzenden Klasse vertreten, kann man sich kaum vorstellen. Mit Ausnahme vielleicht der "Leistung". Zeit, dass man mit dem "Mittelstand" im politischen Diskurs aufräumt. Was voraussetzt, dass sich etwa SPÖ und Grüne davon verabschieden, den Begriff unkritisch zu übernehmen. Damit gehen sie nur den anderen auf den Leim. Und verlieren Wähler.
Christoph Baumgarten - 8. Apr, 08:02


