Die Angst der Kleinbürger

Bild: Daniel WeberDie Nachwehen der Demonstration sind heftig. Heftiger als erwartet. In den Internetforen tummeln sich Neonazis, Burschenschafter, FPÖ-Sympathisanten und Kleinbürger, die nach Rache schreien, einen linken Faschismus herbeifantasieren oder den Untergang der Demokratie fürchten.

Rechtsextremer zu sein ist in den Augen vieler Mitbürgerinnen oder Mitbürger offenbar weniger schlimm als aktiver Antifaschist zu sein. Die rechte Propagandatrommel hat unterstützt von der Polizei - ob gewollt oder ungewollt - bestens funktioniert. Der linke Mob schlägt alles kurz und klein. Schade, dass die Polizei nicht härter vorgegangen ist. Das ist der Tenor vieler.

Dass es einige jugendliche Angehörige des Schwarzen Blocks waren, die ein paar Feuerwerkskörper geworfen haben, wird vergessen. Eine falsche Aktion. Kontraproduktiv, zumal in der Situation. Aber nach mehren Augenzeugenberichten waren es die Polizisten, die körperliche Gewalt anwendeten. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass sich lang gehegte Ressentiments in der Öffentlichkeit entladen. Der grüne Nationalratsabgeordnete Karl Öllinger, der sich nach Kräften bemühte, eine Eskalation zu verhindern, steht besonders im Visier der Allianz der Angsthasen und Hassprediger.

immer wenn die gewalt von den linken demonstranten ausgeht gibts typen wie den herrn parlamentsabgeordneten der grünen, der sich von dieser gewalttätigen gruppe distanziert. das aber diese unter wohlwollendem schutzmantel der demonstranten ihr unwesen vorbereiten und nach getaner arbeit wieder von der masse gerne aufgenommen werden, verschweigt der herr abgeordnete, schreibt ein User in einem Forum auf standard.at

Oder: Es gibt kein Grundrecht auf Gewalt und Sachbeschädigung.
Wir leben in einem Rechtsstaat, verstehen Sie das nicht?
Gott sei Dank schützt mich die Polizei vor solchen Typen!!!!


Demo gesehen?
Man hat schon gewußt warum man die Demo verbietet. Außerdem wurden zwei Kundgebungen genehmigt. Aber friedliche Kundgebungen sind nix für GRAS, Antifa und Konsorten. Man will sich ja den Ruf nicht ruinieren.


Entschuldigung aber in was für einem Land wohnen wir, wo solche linkschaoten nur wegen einem Ball maßlose Gewalt ausüben dürfen?!

Lieber 700 im Knast!


Besonders dumm fand ich folgendes Posting: Es gibt kein ...
... Recht auf Demonstration, sondern eines auf Meinungsäußerung und Versammlung. Diese Rechte hätten andernorts verwirklicht werden können. Es gibt kein Recht darauf, diese Rechte an jedem Ort auszuführen. Ich kann z.B. auch nicht in Ihrem Zuhause eine Demo abhalten.


Auch nicht gerade zivilisiert geht's auf ORF.at zu.

Bravo Öllinger ein weiteres Armutszeugnis der Grünen und ihrer Genossen!
Ich hoffe er bekommt auch eine Anzeige.
Ist doch eigentlich bedauerlich das diejenigen die gegen Mitterechts und Rechte Meinung demonstrieren selber auch gegen andere Meinungen Hetzen und dazu noch mittels Steine und Feuerwerkskörper zu Gewalt greifen müssen. Was man von der gegenseite die Friedlich in der Hofburg feierte nicht gerade behaupten kann.
Dass man bei den Grünen zueinandern nicht Genosse sagt, scheint sich bis zu dieser Zierde der Menschheit noch nicht herumgesprochen zu haben.

immer wenn es zu linksextremen gewaltätigen kommt sind die grünInnen durch öllinger vertreten. Orthographie und Grammatik sind nicht eben eine Stärke der selbst ernannten Kulturbewahrer. Siehe auch diverse Kommentare auf meinem Blog - wenn hier auch die rechte Seite um einiges zivilisierter ist als in anderen Foren.

Was mach ich falsch im Leben?
Des weiteren - und hier verzichte ich der Länge wegen auf weitere Zitate - habe ich gelernt, dass Demonstrierende gegen Rechtsextremismus grundsätzlich arbeitsscheu- und los, sofern sie nicht demonstrieren, von Sozialhilfe leben und durchwegs versoffen wenn nicht gar zugekifft. Und aufstehen tun sie erst am Nachmittag. Was mach ich eigentlich falsch in meinem Leben?

Was mir etwas Hoffnung gibt, sind viele UserInnen, die gegen die Polizeischikanen Stellung genommen haben.

Mir sind unterdessen einige weitere Augenzeugenberichte bekannt bzw. angekündigt worden. Ich halte die werten LeserInnen auf dem Laufenden.
stopcontrol (Gast) - 2. Feb, 14:51

Mein lieber Christoph,
ich glaube du machst in deinem Leben vieles richtig. Guter Artikel, der einen wieder einmal die Opferdoktrin gründlich durchdenken lässt. Wie kann es sein, dass wir uns in einem vermeintlich fortgeschrittenen, zivilen Jahrhundert über solche Äußerungen ärgern müssen? Es ist menschlich sehr traurig, aber genau deswegen müssen wir auf die Straße gehen und unseren Unmut kund tun und das gelingt auch ohne Steine zu werfen.

Antifascism is not a crime, do the right thing.

Christoph Baumgarten - 2. Feb, 14:59

Danke. Ich seh das genau so.
Wobei die Formulierung ja eher bezogen war auf die romantisch angehauchten Vorstellungen, die die Rechte als Grundlage für ihr Feindbild Antifaschist heranzieht. Wenn's das im echten Leben auch spielen würde: In Saus und Braus leben, bis zum Nachmittag schlafen, und das nur von der Sozialhilfe...
Das sollte ein sarkastischer Seitenhieb auf die Realitätsverweigerung sein, die man rechts des gesunden Menschenverstandes so häufig antrifft.

stopcontrol (Gast) - 2. Feb, 15:45

Deine sarkastische Aussage habe ich natürlich verstanden und genau das macht es ja traurig, dass es unzählige Leute nicht schaffen über ihren stereotyp-rassitischen Tellerrand hinaus zu denken. Darum geht es solche Stereotypisierungen zu verdrängen und Personen aufzuklären. Aber das ist wieder ein anderes Thema.
Trotzdem finde ich dein Blog gut. weiter so

Neil F. P. (Gast) - 3. Feb, 01:19

Nun, man darf gespannt sein wann die ersten (bezahlten?) Kampfposter jeglicher Fraktion den grossen Flammenkrieg aufs neue entfachen...

'Links' scheint jedenfalls bei den rechten Recken zu einem Modereizwort mutiert zu sein, beinahe bis zu dem Punkt, dass man sich fragt ob sie auch losgeifern wenn man ihnen nach von ihnen erbetenen Richtungsanweisungen einmal den Fehler macht von 'links abbiegen' zu sprechen...


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